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17.07.2013 | DORIS auf dem Markt

GSI-Mitarbeiter entwickeln neues Dosimeter

Foto: Robert Hoischen / GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH

Das Dosimeter DORIS wurde von GSI-Mitarbeitern entwickelt.

Foto: Gaby Otto / GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH

Georg Fehrenbacher ist Sprecher des Entwickler-Teams.

 

Die ersten Dosimeter mit dem Namen DORIS kommen auf den Markt. Die von GSI-Mitarbeiter Georg Fehrenbacher und seinen Kollegen entwickelten Strahlungsmessgeräte können einen größeren Energiebereich messen als handelsübliche Dosimeter und sind Beispiel für erfolgreichen Technologietransfer aus der Grundlagenforschung in Industrie und Wirtschaft.

"Diese Erfindung hat sich aus unserer Arbeit bei GSI ergeben“, sagt Georg Fehrenbacher, Sprecher des Entwickler-Teams. „Es galt, folgendes Problem zu lösen: An der im Bau befindlichen Beschleunigeranlage FAIR werden wir mit verschiedenen Intensitäten arbeiten. Keines, der auf dem Markt erhältlichen Dosimeter, kann aber einen so großen Energiebereich abdecken“, sagt Fehrenbacher. Der Grund liegt in der Bauart der handelsüblichen Dosimeter. Sie sind unterschiedlich stark abgeschirmt und so entweder nur für hoch- oder niederenergetische Strahlung empfindlich.

Dieses Problem lösten Fehrenbacher und seine Kollegen, indem sie ein neuartiges Dosimeter mit dem Namen DORIS entwickelten: DOse Recording for Indoor and Outdoor Surveys. Dieses Messgerät kann niederenergetische Strahlung von wenigen Kiloelektronenvolt messen, aber auch höhere Energien bis etwa zehn Megaelektronenvolt. Der Trick: unterteilte Detektorplättchen, die verschieden stark abgeschirmt sind und eine Software, die die Messdaten exakt verrechnet. „Ich bin seit 25 Jahren im Strahlenschutz, da kenne ich einige Tipps und Tricks: Bei DORIS sind vier Detektorplättchen eingebaut, die von vorne und hinten sensitiv sind. Kupferscheiben schirmen jeweils die Hälfte der Plättchen ab. Die Verrechnung aller Werte liefert dann eine genaue Information über die Strahlung.“

Die Erfindung hat zu zwei Patenten geführt, deren Entwicklung im Rahmen des Technologietransfer-Projekts finanziert wurde. Das eine betrifft die Rechentechnik und Software, das zweite den mechanischen Aufbau des Dosimeters. Das Dosimeter muss robust und einfach zu bedienen sein. Außerdem muss es der Witterung standhalten, da es auch draußen zum Einsatz kommen soll.

„Beim zweiten Patent haben wir eng mit der Abteilung Patente und Technologietransfer zusammengearbeitet“, erzählt Fehrenbacher. „So wurde das Dosimeter vertriebsreif. Auch den Kontakt zur Firma RadPro, die DORIS nun vertreibt, hat die Abteilung Patente und Technologietransfer hergestellt.“ Eine Erfindervergütung gibt es für Fehrenbacher auch: „Der finanzielle Aspekt ist aber nicht die Motivation der Erfindung. Das ergibt sich aus unserem Job. Wir versuchen, Probleme zu lösen.“

 


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Das Dosimeter DORIS wurde von GSI-Mitarbeitern entwickelt.
Georg Fehrenbacher ist Sprecher des Entwickler-Teams.
Foto: Robert Hoischen / GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH
Foto: Gaby Otto / GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH