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21.03.2013 | Flerov-Preis für GSI-Wissenschaftler

Foto: G. Otto / GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH

Professor Heinz-Jürgen Kluge (l.) und Dr. Michael Block (r.)

 

Der Flerov-Preis 2013 wurde an die GSI-Wissenschaftler Professor Heinz-Jürgen Kluge und Dr. Michael Block vergeben. Damit ehrt das Vereinigte Institut für Kernforschung aus Russland sie und zwei weitere Forscher für „herausragende Beiträge zur Entwicklung hochpräziser Spektroskopie mit Penningfallen“.

Penningfallen sind im Prinzip sehr genaue Waagen, mit denen sich seltene Teilchen hochpräzise messen lassen. Grundsteine für dieses Verfahren legte Professor Heinz-Jürgen Kluge von GSI. Michael Block arbeitet regelmäßig mit der Penningfalle und hat gerade sehr schwere Atomkerne im Bereich der magischen Neutronenzahl N=152 gewogen. So konnten er und sein Team die Bindungsenergie messen, die durch die Schaleneffekte auftritt. Professor Klaus Blaum vom Max-Planck-Institut für Kernphysik in Heidelberg und Professor Yuri Novikov vom St. Petersburger Institut für Kernphysik in Russland haben Penningfallen für eigene Experimente weiterentwickelt und erhalten dafür ebenfalls den Ferlov-Preis.

In einer Penningfalle, wie SHIPTRAP, lässt sich durch die Überlagerung elektrischer und magnetischer Felder ein einzelnes Ion speichern, das darin eine charakteristische Kreisbewegung mit der sogenannten Zyklotronfrequenz ausführt. Aus der Messung dieser Frequenz kann man die Masse des Ions mit sehr hoher Präzision bestimmen, sofern Ladungszustand und Magnetfeldstärke bekannt sind. Basierend auf Einsteins Prinzip der Masse-Energie-Äquivalenz bestimmen die Forscher damit Kernbindungsenergien von Nukliden, die zum Beispiel für die Existenz der schwersten Elemente entscheidend sind.

Der Flerov-Preis wird in einer feierlichen Zeremonie am 24. Mai 2013 in Dubna, Russland an die vier Preisträger verliehen. Die Auszeichnung wird alle zwei bis drei Jahre vergeben und erinnert an Georgi Nikolajewitsch Fljorow, der ab den 1950er Jahren wesentliche Beiträge zur Synthese neuer superschwerer Elemente leistete. Nach ihm ist auch Element 114 benannt: Flerovium. Dieses Jahr wurden die Gewinner an Fljorows 100. Geburtstag im März bekannt gegeben.

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Professor Heinz-Jürgen Kluge (l.) und Dr. Michael Block (r.)
Foto: G. Otto / GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH