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19.03.2013 | Entscheidung im Architekturwettbewerb für neues Kantinen- und Bürogebäude bei GSI

Foto: G. Otto / GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung

Das Modell zum Gewinnerentwurf von Muffler Architekten.

 

Im Architekturwettbewerb um das neue Kantinen- und Bürogebäude an der GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH in Darmstadt ist eine Entscheidung gefallen.  Die Jury hat aus zwei verbliebenen Bewerbern in der Endrunde den Gewinner ausgewählt. Das Büro Muffler Architekten, Tuttlingen, wird gemeinsam mit dem Ingenieurbüro Kaufer + Passer den GSI-Campus um einen kammartigen Büroriegel mit einem Kantinenpavillon erweitern. Die Finanzierung von insgesamt knapp neun Millionen Euro für das komplett ausgestattete Gebäude wird durch Ausbauinvestitionsmittel der Helmholtz-Gemeinschaft gewährleistet. Der Baubeginn ist für 2014 geplant. Das Gebäude ist aufgrund der gestiegenen und noch weiter steigenden Zahl an Mitarbeitern und internationalen Forschern notwendig, die im Zusammenhang mit dem neuen Beschleunigerzentrum FAIR zu GSI kommen.

Für die geplante Errichtung des Kantinengebäudes sowie den ersten Abschnitt für ein neues Bürozentrum mit insgesamt 2.660 Quadratmetern Nutzfläche wurde ein interdisziplinärer Planungswettbewerb europaweit ausgeschrieben. Insgesamt 80 Teams aus Architekten und Haustechnikplanern hatten sich um die Teilnahme beworben. Zwölf Teilnehmer wurden aus dem Bewerberfeld zur Teilnahme ausgewählt. Im Dezember 2012 kürte die Jury bestehend aus Vertretern der GSI, des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, der Stadt Darmstadt und externen Experten zwei Finalisten, aus denen nach einer Überarbeitung der Entwürfe der Gewinner bestimmt werden sollte. Im Februar 2013 kam das Preisgericht unter dem Vorsitz des Architekten Ferdinand Heide aus Frankfurt erneut zusammen und wählte das Büro Muffler Architekten, Tuttlingen, gemeinsam mit Kaufer + Passer Ingenieure auf den ersten Platz.

Ausgehend von einem eingeschossigen, lichtdurchfluteten Kantinenpavillon, der sich der Eingangspforte zuwendet, entwickelten die Muffler Architekten mit Kaufer + Passer Ingenieure einen insgesamt viergeschossigen, kammartig organisierten Büroriegel, der attraktive Arbeitsplätze anbietet. Für die zweite Runde überarbeitete das Architekturbüro Muffler das Konzept: Durch eine effizientere Flächenausnutzung und eine teilweise geänderte Raumaufteilung gegenüber dem ursprünglich eingereichten Vorschlag konnte eine Volumenreduzierung erreicht werden. Die Umgestaltung des Kantinenbereichs ermöglicht eine größere Flexibilität des Speiseraums und eine bessere Organisation der Küche. Die Geländebeschaffenheit wird durch eine Teilunterkellerung nun besser ausgenutzt.

Das Preisgericht entschied sich für den Entwurf von Muffler Architekten, da er das stärkere architektonische Konzept aufwies. Der Entwurf ermöglicht eine flexible Erweiterung um Büroflächen für die Zukunft. Auch lassen sich verschiedene Organisationskonzepte in den Büroräumen umsetzen, der Entwurf bietet insgesamt bessere Arbeitsplatzqualitäten.

Die Architekten Glück + Partner GmbH, Stuttgart mit IWP Ingenieurbüro für Systemplanungen erhielten den zweiten Platz. Für bemerkenswerte Teilleistungen wurden bereits im Dezember 2012 den nachfolgende Teilnehmern Anerkennungen ausgesprochen:

  • Dietz Joppien Architekten, Frankfurt mit INNIUS RR und Planungsteam Block & Partner
  • raum-z architekten GmbH, Darmstadt mit CSZ Ingenieurconsult GmbH
  • KLFF Architekten, Berlin mit Augustat + Seewöster Ingenieurbüro.

Bei GSI entsteht das neue Beschleunigerzentrum FAIR (Facility for Antiproton and Ion Research), eines der weltweit größten Projekte in der Grundlagenforschung. Schon heute sind knapp 3.000 Wissenschaftler weltweit damit beschäftigt die Experimente zu konzipieren und zu bauen, um später damit an der FAIR-Anlage zu forschen. Auch die Mitarbeiterzahl auf dem GSI-Gelände hat sich in den letzten 15 Jahren fast verdoppelt und beträgt aktuell 1.200. Deshalb sind neue Infrastruktureinrichtungen wie Kantinen- und Bürogebäude nötig.


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Das Modell zum Gewinnerentwurf von Muffler Architekten.
Der geplante Kantinenanbau mit Büroriegel im Süden der bestehenden Anlage ist hervorgehoben.
Foto: G. Otto / GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung