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03.12.2012 | Neues Kantinen- und Bürogebäude für GSI

Beim Architekturwettbewerb erreichen zwei Entwürfe die Endausscheidung / Öffentliche Ausstellung aller eingegangenen Architekturentwürfe

Foto: G. Otto / GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung

Zwei 2. Plätze wurden beim Architekturwettbewerb für das neue Kantinen- und Bürogebäude vergeben.

Foto: G. Otto / GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung

Weitere Verhandlungen werden mit dem Büro Muffler und Glück+Partner geführt.

 

Die GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH in Darmstadt wird ein neues Kantinen- und Bürogebäude mit einer Investitionssumme von knapp sieben Millionen Euro erhalten. Die Finanzierung wird durch Ausbauinvestitionsmittel der Helmholtz-Gemeinschaft gewährleistet. Der Baubeginn ist für 2014 geplant. Das Gebäude ist aufgrund der gestiegenen und noch weiter steigenden Zahl an Mitarbeitern und internationalen Forschern notwendig, die im Zusammenhang mit dem neuen Beschleunigerzentrum FAIR zu GSI kommen. In einem Architekturwettbewerb wurden aus elf Bewerbern zwei Entwürfe für die Endausscheidung ausgewählt. Alle eingegangenen Entwürfe werden bis zum 14. Dezember bei GSI öffentlich ausgestellt.

Für die geplante Errichtung des Kantinengebäudes sowie den ersten Abschnitt für ein neues Bürozentrum mit insgesamt 2.660 Quadratmetern Nutzfläche wurde ein interdisziplinärer Planungswettbewerb europaweit ausgeschrieben. Insgesamt 80 Teams aus Architekten und Haustechnikplanern hatten sich um die Teilnahme beworben. 12 Teilnehmer wurden aus dem Bewerberfeld zur Teilnahme ausgewählt.

Unter dem Vorsitz des Architekten Ferdinand Heide aus Frankfurt stellte die Jury, bestehend aus Vertretern der GSI, des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, der Stadt Darmstadt und externen Experten, am 3. Dezember die Ergebnisse vor und eröffnete gleichzeitig die öffentliche Ausstellung aller eingegangenen Entwürfe.

Die Jury hat zwei Preise und drei Anerkennungen vergeben. Auf Grundlage der kritischen Würdigung des Preisgerichts sollen nun die beiden Preisträger ihre Entwürfe überarbeiten. Für die endgültige Entscheidung über die Auftragsvergabe an einen der Preisträger wird das Preisgericht noch einmal zusammenkommen.

Ausgehend von einem eingeschossigen, lichtdurchfluteten Kantinenpavillon, der sich der Eingangspforte hin zuwendet, entwickeln die Verfasser, Muffler Architekten, Tuttlingen mit Kaufer + Passer Ingenieure einen insgesamt viergeschossigen, kammartig organisierten Büroriegel, der attraktive Arbeitsplätze anbietet. Die Anbindung an den Bestand erfolgt über Brücken im ersten Obergeschoss.

Die Architekten Glück + Partner GmbH, Stuttgart mit IWP Ingenieurbüro für Systemplanungen haben sich entschieden, das neue Gebäude direkt an den Bestand anzubauen. Dadurch gelingt die Erweiterung des Bestandes zu einer städtebaulich selbstverständlichen Gesamtanlage, die allerdings relativ komplizierte Ebenenverknüpfungen anbietet.

Für bemerkenswerte Teilleistungen wurden den nachfolgende Teilnehmern Anerkennungen ausgesprochen: Dietz Joppien Architekten, Frankfurt mit
INNIUS RR und Planungsteam Block & Partner, raum-z architekten GmbH, Darmstadt mit CSZ Ingenieurconsult GmbH und KLFF Architekten, Berlin
mit Augustat + Seewöster Ingenieurbüro.

Die GSI-Geschäftsführer Professor Horst Stöcker und Peter Hassenbach zeigten sich beeindruckt über das Wettbewerbsergebnis: "Wir sind begeistert über die kreative Vielfalt der Entwürfe für diese für die Campusentwicklung und die Sicherung der Arbeitsplatzqualität wichtige Bauaufgabe. Für die Wettbewerbsteilnehmer stellte der Wunsch nach funktionaler Anbindung des Bestandbaus eine Erschwernis dar. Dass alle wichtigen Entscheidungen nach intensiven Diskussionen einstimmig getroffen wurden, zeugt von der Geschlossenheit der Jury. Dass noch kein endgültiger Sieger gekürt wurde, zeugt von der Komplexität der Aufgabenstellung und den schwierigen Randbedingungen, gibt uns aber die Gelegenheit, in einem Dialog mit den zwei Preisträgern die Lösungsansätze zu optimieren."

Die öffentliche Ausstellung ist vom 3. bis 14. Dezember 2012 zu sehen. Sie ist montags bis freitags jeweils von 12 bis 16 Uhr geöffnet und befindet sich auf dem GSI-Gelände im Foyer des Konferenz- und Bürogebäudes West (KBW). Für den Zugang auf das GSI-Gelände ist die Anmeldung an der Pforte unter Vorlage eines gültigen Personalausweises erforderlich.

Bei GSI entsteht das neue Beschleunigerzentrum FAIR (Facility for Antiproton and Ion Research), eines der weltweit größten Projekte in der Grundlagenforschung. Schon heute sind knapp 3.000 Wissenschaftler weltweit damit beschäftigt die Experimente zu konzipieren und zu bauen, um später damit an der FAIR-Anlage zu forschen. Auch die Mitarbeiterzahl auf dem GSI-Gelände hat sich in den letzten 15 Jahren fast verdoppelt und beträgt aktuell 1.200. Deshalb sind neue Infrastruktureinrichtungen wie Kantinen- und Bürogebäude nötig.


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Zwei 2. Plätze wurden beim Architekturwettbewerb für das neue Kantinen- und Bürogebäude vergeben.
Weitere Verhandlungen werden mit dem Büro Muffler und Glück+Partner geführt.
v. l.: Kaufmännischer GSI-Geschäftsführer Peter Hassenbach, Jury-Vorsitzdender Ferdinand Heide, Heidrun und Michael Muffler von Muffler Architekten, GSI-Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Beatrix Vierkorn-Rudolph, Wissenschaftlicher GSI-Geschäftsführer Professor Horst Stöcker, Martin Ritz von Glück+Partner.
Foto: G. Otto / GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung
Foto: G. Otto / GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung