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25.10.2012 | Horst Stöcker übernimmt eine zweite Amtszeit als Wissenschaftlicher Geschäftsführer der GSI

Foto: G. Otto, GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung

Prof. Dr. Horst Stöcker

 

Professor Horst Stöcker verlängert seine Amtszeit als wissenschaftlicher Geschäftsführer der GSI um weitere fünf Jahre. Damit entspricht er der Bitte des Aufsichtsrats, seine erfolgreiche Arbeit fortzusetzen.

Horst Stöcker ist seit August 2007 Wissenschaftlicher Geschäftsführer der GSI. In dieser Zeit wurden mit den internationalen und nationalen Partnern die Voraussetzungen für den nun erfolgten Start der Baumaßnahmen des Beschleunigerzentrums FAIR geschaffen, das an die bestehende GSI-Beschleunigeranlage angeschlossen wird. FAIR ist weltweit eines der größten Vorhaben für die physikalische Grundlagenforschung. Um das Know-How für die Forschung und Entwicklung an FAIR zu bündeln und um wissenschaftlich-technischen Nachwuchs zu sichern, trieb Horst Stöcker die Vernetzung mit Universitäten und Forschungslaboren voran.

„Die größte Aufgabe in meiner nächsten Amtszeit wird es sein, mit der GSI alles Notwendige dafür zu tun, dass FAIR fertig gestellt wird. Die Vernetzung mit den Hochschulen und anderen Forschungslabors soll intensiv genutzt werden, um technische und wissenschaftliche Arbeiten gemeinsam voranzutreiben, damit die Experimente auf den Punkt genau einsatzbereit sind, sobald die Beschleunigeranlage von FAIR in Betrieb geht. In meiner kommenden Amtszeit die Inbetriebnahme von FAIR zu feiern wäre phantastisch“, sagt Horst Stöcker."Von besonderer Wichtigkeit für mich ist auch die Reunion der beiden momentan getrennten Firmen FAIR und GSI. Zwar war die Aufteilung für den Bau notwendig, jedoch soll in Zukunft wieder zusammen geführt werden, was zusammen gehört."

Schon heute arbeiten etwa 3.000 Wissenschaftler aus über 40 Ländern an der Planung der Experimentier- und Beschleunigeranlagen von FAIR. Die Anlage wird Antiprotonen- und Ionenstrahlen mit bisher unerreichter Intensität und Qualität liefern. Im Endausbau besteht FAIR aus acht Kreisbeschleunigern mit bis zu 1.100 Metern Umfang, zwei Linearbeschleunigern und rund 4 Kilometern Strahlführungsrohren. Die bereits existierenden GSI-Beschleuniger werden als Vorbeschleuniger dienen. An FAIR wird eine nie dagewesene Vielfalt an Experimenten möglich sein, durch die Wissenschaftler aus aller Welt neue Einblicke in den Aufbau der Materie und die Entwicklung des Universums seit dem Urknall erwarten

Horst Stöcker studierte Physik, Mathematik und Chemie an der Goethe-Universität in Frankfurt. Nach der Promotion 1979 war er als Gastwissenschaftler in Berkeley. Er nahm dann den Ruf auf eine Professur an der Michigan State University und am National Superconducting Cyclotron Laboratory, Michigan, USA, an, von der er 1985 auf eine Professur für Theoretische Physik an der Goethe-Universität in Frankfurt berufen wurde, wo er außerdem dreimal zum Vizepräsidenten gewählt wurde. Seit 2004 hat er dort den Judah M. Eisenberg-Lehrstuhl inne. Er ist außerdem Gründungsvorstandsvorsitzender und Senior Fellow des Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS). Seit 2008 ist er Vizepräsident der Helmholtz-Gemeinschaft, der größten deutschen Wissenschaftsorganisation. Seine Forschungsgebiete sind die Relativistische Schwerionen- und Elementarteilchenphysik sowie Kernmaterie, Neutronensterne und schwarze Löcher.


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Prof. Dr. Horst Stöcker
Foto: G. Otto, GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung