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15.10.2012 | Dichte Kern-Materie: CBM-Meeting in Kolkata

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Mehr als 100 Wissenschaftler entwickelten das CBM-Experiment in Kalkutta weiter.

 

Mehr als 100 Mitglieder der wissenschaftlichen Kollaboration für das FAIR-Experiment "Compressed Baryonic Matter" (CBM) trafen sich vom 24. bis 28. September 2012 am Variable Energy Cyclotron Centre (VECC) im indischen Kolkata. Bei ihrem 20. Kollaborationstreffen diskutierten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Fortschritte bei der Entwicklung der CBM-Detektorsysteme und deren "Baupläne", die Technical Design Reports (TDRs).

Bei der Finanzierung des Baus der CBM-Startversion konnte ein wichtiger Erfolg bekannt gegeben werden: Die an CBM beteiligten Institute haben kürzlich das sogenannte "CBM pre-construction Memorandum of Understanding" unterschrieben, das die geplanten Finanzierungsbeiträge zum Bau der verschiedenen Systeme des Experiments darlegt. Im Rahmen der vom FAIR Management veranstalteten "Resource Rewiew Board" (RRB)-Konferenzen soll im kommenden Jahr ein "Construction Memorandum of Understanding" (MoU) ausgehandelt werden. Dieses MoU soll auch von den Ministerien und Forschungsförderungsagenturen der beteiligten Ländern unterzeichnet werden.

Von besonderer Bedeutung war der Besuch des Staatssekretärs und Direktor des Department of Science and Technology (DST) der Regierung Indiens, Prof. Thirumalachari Ramasami, bei der Eröffnungssitzung. Er sagte FAIR und CBM seitens des DST volle Unterstützung zu, insbesondere beim Bau des CBM-Myonendetektors. Die Bedeutung von FAIR für die indische Forschung unterstrich auch Prof. Sibaji Raha, Direktor des Bose-Instituts in Kalkutta und Vizevorsitzender der FAIR-Gesellschafterversammlung.

Etwa 450 Physiker und Physikerinnen aus 57 Instituten in 12 Ländern arbeiten am Aufbau des CBM-Experiments. Atomkerne werden auf die höchsten Energien der FAIR-Beschleunigeranlage beschleunigt und damit bis auf nahezu Lichtgeschwindigkeit gebracht. Im CBM-Experiment werden derart beschleunigte Atomkerne mit Atomkernen einer Target-Folie zusammenprallen. Dabei kann ein winziger, explodierender Feuerball entstehen, in dem Bedingungen wie kurz nach dem Urknall herrschen, oder wie sie sonst nur in einem der extremsten Objekten unseres Universums vorkommen: in einem Neutronenstern. Mithilfe solcher Kern-Kern-Kollisionen wird CBM diese extremen Zustände von Materie untersuchen, um beispielsweise herauszufinden, wie die Masse von Atom-Bestandteilen (von Nukleonen) entsteht. CBM ist eine von vier großen Experimentkollaborationen der neuen Teilchenbeschleunigeranlage FAIR, die derzeit in Darmstadt entsteht.


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Mehr als 100 Wissenschaftler entwickelten das CBM-Experiment in Kalkutta weiter.
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