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30.08.2012 | ESA-Astronaut Thomas Reiter zu Besuch bei GSI

Foto. G. Otto / GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung

Thomas Reiter im ESA-Labor auf dem GSI-Gelände.

 

Am 28. August war Thomas Reiter, Astronaut und ESA-Direktor, zu Besuch beim GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung und dem Management von FAIR. Er besichtigte die Anlage, informierte sich über bestehende Kooperationen mit GSI, diskutierte zukünftige Projekte mit FAIR, und berichtete im Kolloquium von seinen Aufenthalten im All.

Die Europäische Raumfahrtorganisation ESA hat in den nächsten Jahren viel vor. Neue Satelliten ins All schicken, Astronauten zur Internationalen Raumstation ISS bringen, Rover auf dem Mond und dem Mars landen. Über diese Themen berichtete Thomas Reiter, Direktor des Bereichs Bemannte Raumfahrt und des Europäischen Satellitenkontrollzentrums ESOC in Darmstadt, beim GSI-Kolloquium.

Kosmische Strahlung aus dem GSI-Beschleuniger
Für viele dieser Projekte ist ein detailliertes Wissen über die kosmische Strahlung und ihre Auswirkung auf den Menschen und Materialien nötig. Da kosmische Strahlung mit den GSI-Beschleunigern und zukünftig mit FAIR einzigartig gut simuliert werden kann, gibt es vor allem im Bereich Biophysik und Materialforschung viele Kooperationsmöglichkeiten für die ESA. Bei seinem Besuch besichtigte Thomas Reiter auch das bereits existierende ESA-Labor auf dem GSI-Gelände.

Leben im All

Er ermutigte die GSI-Mitarbeiter in seinem Vortrag Vorschläge für Experimente einzureichen, die auf der ISS durchgeführt werden. Während seiner zwei Aufenthalte auf der ISS hatte Thomas Reiter selbst 40 Experimente durchgeführt, unter anderem im Bereich der Plasmaphysik. Das Publikum interessierte sich besonders für das Leben eines Astronauten im All. Auf die Frage, welchen Komfort er am meisten vermisst habe, antwortete Reiter: „Natürlich hat man wenig Freizeit an Bord der ISS. Jede Minute ist durchgeplant, man hat viele Aufgaben zu bewältigen. Aber die einzigartige Aussicht auf die Erde und die Kontinente, die im Stundentakt unter einem vorbeiziehen, machen alle Strapazen wett. Die Erfahrung ist fantastisch und ich möchte sie nicht missen.“

Eine Orange, wie damals im All

Über das Essen sei laut Reiter nicht zu klagen, aber er erzählte schwärmerisch von einer Grapefruit, die nach wochenlangem Frischobst-Verzicht mit einem Versorgungsraumschiff kam. Die daraufhin spontan organisierte Orange aus dem Publikum nahm Reiter lachend entgegen.


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Thomas Reiter im ESA-Labor auf dem GSI-Gelände.
Foto. G. Otto / GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung