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Bei GSI entsteht das neue Beschleunigerzentrum FAIR. Erfahren Sie mehr.

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28.08.2012 | Neue Datenautobahn für FAIR

Foto: Michel Tronchetti / Fotopedia

Eine neue Datenautobahn verbindet Höchstleistungsrechner verschiedener Universitäten und Forschungseinrichtungen.

Foto: Frankfurt Institute for Advanced Studies

“FAIR-Tera-Net” wird mit symbolischem Knopfdruck in Betrieb genommen.

 

Am zukünftigen Beschleunigerzentrum FAIR bei der GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH in Darmstadt werden Forscher Experimente durchführen, die gewaltige Datenmengen liefern werden. Um diese Datenmengen auszuwerten, benötigen die Forscher eine höchst leistungsfähige IT-Infrastruktur. Nun wurde ein Teil einer neuen Datenautobahn, das so genannte Höchstgeschwindigkeits-Datennetz „FAIR Tera Net“, in Betrieb genommen. Es verbindet Höchstleistungsrechner von verschiedenen Forschungseinrichtungen und Universitäten, wie zum Beispiel der Rechner LOEWE-CSC in Frankfurt, mit GSI.

Ein wesentlicher Baustein zur Anbindung der hessischen Universitäten und des Supercomputers LOEWE-CSC an das künftige internationale Beschleunigerzentrum FAIR (Facility for Antiproton and Ion Research), die erste Ausbaustufe des „FAIR Tera Net“, ist in Betrieb genommen worden. Bei einer kleinen Feierstunde am Standort von LOEWE-CSC drückten der Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Ingmar Jung und der Präsident der Goethe-Universität, Prof. Werner Müller-Esterl gemeinsam den symbolischen roten Knopf, zusammen mit dem Leiter des Center for Scientific Computing (CSC), Prof. Hans Jürgen Lüdde und LOEWE-CSC-Entwickler Prof. Volker Lindenstruth. Das Datennetz verbindet über eine Strecke von rund 100 Kilometern in der ersten Ausbaustufe die Computer des GSI Helmholtzzentrums für Schwerionenforschung in Darmstadt, in dessen Nachbarschaft FAIR entsteht, mit der Goethe-Universität und mit dem in Frankfurt-Höchst stehenden Höchstleistungsrechner LOEWE-CSC – mit einer Zwischenstation beim weltweit größten Internetknoten in Frankfurt.

"FAIR-Tera Net“ schafft ein Datennetz des entstehenden Beschleunigerzentrums FAIR mit den anderen Hochleistungsrechnern und Forschungsinstituten in Hessen. Es verknüpft die Hochschulen und die Forschungszentren im Rhein-Main-Gebiet mit direktem Zugriff auf die gespeicherten und bei FAIR-Experimenten erzeugten Daten. Über das „Fair Tera Net“ können die Supercomputer sich gegenseitig in ihrer Arbeit unterstützen.

Die Übertragungsgeschwindigkeit wird in der Pilotphase 120 Gigabit pro Sekunde betragen, später soll sie auf mindestens 1 Terabit pro Sekunde fast verzehnfacht werden (dies entspricht der Übertragung einer großen PC-Festplatte in sechs Sekunden). Bereits jetzt ermöglicht das „FAIR Tera Net“, dass LOEWE-CSC Berechnungen für physikalische Experimente am Europäischen Kernforschungszentrum CERN in Genf übernimmt, mit dem das GSI-Helmholtzzentrum direkt verbunden ist. In Zukunft soll für FAIR in Darmstadt das GSI-Rechenzentrum „Green IT Cube“ in Betrieb gehen und damit weitere Supercomputerkapazität für die Forschung bereitstellen. Das „FAIR Tera Net“ wurde vom GSI-Helmholtzzentrum und vom Helmholtz International Center for FAIR (HIC for FAIR) gemeinsam realisiert und ist Teil der hessischen Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz (LOEWE).

In der Feierstunde wurde auch dem Frankfurter Höchstleistungscomputer LOEWE-CSC der Titel „Ausgewählter Ort“ durch die Standortinitiative „Land der Ideen“ verliehen. Die Standortinitiative zeichnet in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bank Projekte aus, die einen besonderen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit Deutschlands leisten. LOEWE-CSC wurde als einer der ersten CO2-neutralen Supercomputer weltweit ausgezeichnet, da er nicht nur besonders schnell und energiesparend arbeitet, sondern auch vollständig mit Strom aus regenerativen Energiequellen betrieben wird. LOEWE-CSC, vor fast zwei Jahren in Betrieb genommen, ist derzeit der fünftschnellste Computer in Deutschland.


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Eine neue Datenautobahn verbindet Höchstleistungsrechner verschiedener Universitäten und Forschungseinrichtungen.
“FAIR-Tera-Net” wird mit symbolischem Knopfdruck in Betrieb genommen.
<a href="http://fr.fotopedia.com/users/jupilucha">Michel Tronchetti</a>, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc/3.0/">CC BY-NC 3.0</a>
(v.l.) Prof. Volker Lindenstruth, Staatssekretär Ingmar Jung, Prof. Werner Müller-Esterl, Prof. Hans Jürgen Lüdde
Foto: Michel Tronchetti / Fotopedia
Foto: Frankfurt Institute for Advanced Studies