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17.08.2012 | Analytische Chemie: Vom Kaffee bis zu kosmischen Wolken

„Jugend forscht“-Preisträger macht Praktikum bei GSI

Foto: G. Otto / GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung

Marvin Hilbert arbeitet im Labor.

 

Zwei Wochen Strahlzeit in der Materialforschung von GSI hautnah miterleben – das hat Marvin Hilbert aus Frankfurt beim „Jugend forscht“ Landeswettbewerb Hessen 2012 gewonnen. Sein erster Eindruck: „Top!“

Drei verschiedene Experimente führen die Materialwissenschaftler von GSI während der zwei Wochen Strahlzeit durch, in denen Hilbert sein Praktikum macht. „Ich schaue vor allem zu und lerne“, sagt der frischgebackene Abiturient. „Neu ist für mich die Ionoluminiszenz, die zurzeit untersucht wird.“ Bei diesem Experiment werden Kristalle mit schweren Ionen bestrahlt, erklärt Hilberts Betreuer Dr. Markus Bender weiter. Anschließend werde dann mit einem Spektrometer geprüft, ob der Kristall von den Ionen geschädigt wurde. Kristalle, die strahlungsresistent sein müssen, kommen unter anderem in Teilchendetektoren zum Einsatz.

Auf einem anderen Gebiet konnte Bender von dem „Jugend forscht“-Praktikanten sogar dazulernen. „Im ersten Experiment wollten wir herausfinden, was in kosmischen Wolken im Universum geschieht, wenn kosmische Strahlung die Bestandteile ionisiert“, erklärt Bender. „Dafür haben wir Gas, wie aus einer kosmischen Wolke, mit schweren Ionen bestrahlt. Danach konnten wir chemisch analysieren, ob neue Moleküle entstanden sind. Wie diese Analytik funktioniert, hat mir Marvin gut erklärt.“

Erfahrung mit Analytischer Chemie hat Hilbert aus seinem „Jugend forscht“-Projekt. Er fand heraus, wie verschiedene Aufbrühmethoden den Kaffee verändern. Er reichte die Arbeit, die er im Rahmen seiner Ausbildung zum Chemisch-Technischen Assistenten geschrieben hatte, bei „Jugend forscht“ ein, und belegte den vierten Platz. „Das meiste Koffein bekommt man, wenn man die Espressomaschine für den Herd zum Kaffee kochen benutzt“, fasst Hilbert seine Ergebnisse zusammen. „Am ineffizientesten extrahiert die elektrische Espressomaschine das Koffein.“


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Marvin Hilbert arbeitet im Labor.
Foto: G. Otto / GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung