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18.05.2012 | Fußball-Roboter - Intelligent durch Bewegung

GSI / G. Otto

Fußball-Roboter Bruno faszinierte die Besucher bei "Wissenschaft für alle".

 

Warum werden Roboter intelligenter, wenn man ihnen beibringt Fußball zu spielen? Prof. Dr. Oskar von Stryk, Dekan des Fachgebiets Simulation, Systemoptimierung und Robotik an der TU Darmstadt, erklärte am 16. Mai bei Wissenschaft für Alle, dass Intelligenz auch damit zusammenhängt, wie viele unabhängige komplexe Bewegungen ein Wesen ausführen kann.

Um einen Schachweltmeister zu besiegen, wie es „Deep Blue“ getan hat, ist keine menschliche Intelligenz sondern nur Rechenleistung nötig. Von Stryks Fußball-Roboter sind dagegen in der Lage einen Ball zu finden, zu spielen, mit Mannschaftsmitgliedern zu kommunizieren und sich aus verschiedensten Positionen wieder aufzurichten, wenn sie umgefallen sind.

Wahrnehmen, planen, agieren – wessen Roboter das am besten können, wird jedes Jahr beim „RoboCup“, der Roboter-Fußball-WM, entschieden. Oskar von Stryk und sein Team gewannen mit den „Darmstadt Dribblers“ bereits zweimal. Videos von den ersten Wettbewerben 2004 zeigen, wie unbeholfen die ersten Versuche waren: Roboter, die den Ball nicht erkennen und umfallen, sobald sie einen Schritt machen wollen, sorgen für Lacher im Publikum. Professionell und geradezu menschlich wirkt dagegen „Bruno“, den von Stryk mitgebracht hat. Der nach seinem Paten Bruno Labbadia benannte Roboter beginnt, kaum eingeschaltet, den Kopf suchend nach dem Ball zu drehen.

Die Schwäche der Roboter sei, dass sie auf ihre Sensorik angewiesen wären, so von Stryk. Roboter führen jede Bewegung kontrolliert aus. Menschen hingegen, lernen Bewegungen und können diese dann automatisch ausführen. Die neue Herausforderung sei es nun, Roboter zu entwickeln, die elastische Bewegungen ausführen könnten, so von Stryk. Das sei menschlicher.


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Fußball-Roboter Bruno faszinierte die Besucher bei "Wissenschaft für alle".
GSI / G. Otto