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25.04.2012 | Sascha Vogel gewinnt Science Slam

Beschleunigerbau im Muskelshirt?

Foto: Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

 

Nicht nur Liebesgeschichten in Hollywoodfilmen haben mit dem realen Leben wenig zu tun, auch der Bau des Teilchenbeschleunigers in „Iron Man 2“. Sascha Vogel enttarnt physikalische Fehler in Filmen und gewinnt damit den Special Science Slam, bei dem Wissenschaftler gegeneinander antreten, die vom LOEWE-Programm gefördert werden.

Im Hollywood-Film „Iron Man 2“ baut Hauptdarsteller Robert Downey Jr. alleine innerhalb eines Nachmittags einen Teilchenbeschleuniger und stellt damit ein neues Element her – und das im sexy Muskelshirt. „Sie fragen sich sicher, warum das bei(m Teilchenbeschleuniger-Projekt) FAIR so lange dauert“, sagt Sascha Vogel zu den Zuschauern, die am 24. April in die Centralstation (Darmstadt) gekommen sind. „Bei uns sieht man so aus, wenn man einen Teilchenbeschleuniger baut“, sagt er und zeigt das Bild einer Person im Ganzköperanzug inklusive Atemmaske. Auch das actiongeladene Funkensprühen und der Einsatz eines Schlagbohrers beim Beschleunigerbau in den nächsten Filmszenen entspringen der Fantasie der Hollywood-Regisseure.

Wie bei einem Science Slam üblich, präsentiert Sascha Vogel ein aktuelles Thema aus der Wissenschaft kurz, verständlich und vor allem unterhaltsam. Wissenschaft soll leichter zugänglich werden und Spaß machen. Dieses Ziel erreicht Sascha Vogel auch mit seinem nächsten Beispiel: Im Film „Ice Age 2“ wird ein Opossum durch die Luft geschleudert, es landet frontal an einem Baum und hinterlässt einen Abdruck in der Rinde. „Das Opossum müsste mit einem Druck von 70 Newton pro Quadratmillimeter gegen den Stamm prallen, um das Holz einzudrücken. Hier im Film sind es höchstens 0,2“, rechnet er vor und hat die Lacher auf seiner Seite.

Dr. Sascha Vogel ist theoretischer Physiker bei HIC for FAIR (Helmholtz International Center for FAIR). Für den neuen Teilchenbeschleuniger FAIR (Facility for Antiproton and Ion Research), der bei GSI in Darmstadt gebaut wird, bündelt HIC die Forschungskompetenz verschiedener hessischer Universitäten. Sascha Vogels Hauptaufgabe ist zurzeit die Koordination der Helmholtz-Graduiertenschule HGS-HIRe, an der Helmholtz-Doktorandinnen und -Doktoranden betreut werden.

Beim Special Science Slam, der im Rahmen der Veranstaltungsreihe 'Forum Wissenschaft + Kunst' des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst stattfand, setzte sich Sascha Vogel gegen acht Konkurrenten durch. Die Themen der Beiträge erstreckten sich von IT-Sicherheit über die Frage „Wer will wissen, wie sein eigener Urin schmeckt?“ bis hin zu Biodiversität und Tumortherapie. Vogel hatte als einziger den Vorteil bereits einmal an einem Science Slam teilgenommen zu haben.


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Foto: Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst