FAIR

Bei GSI entsteht das neue Beschleunigerzentrum FAIR. Erfahren Sie mehr.

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06.12.2011 | Beschleunigerzentrum FAIR in Darmstadt wird ausgebaut

Bundesforschungsministerium fördert Serienfertigung zentraler Komponenten / Braun: „Wir stärken Deutschlands Rolle in der globalen Wissenschaft“

 

Am internationalen Beschleunigerzentrum FAIR in Darmstadt, einem der größten Vorhaben der physikalischen Grundlagenforschung weltweit, beginnt heute eine entscheidende Ausbauphase. Der Parlamentarische Staatsekretär des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, Dr. Helge Braun, übergab heute der GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH einen Bewilligungsbescheid über Projektmittel in Höhe von 50,2 Millionen Euro. Damit können die Aufträge für die Serienproduktion von wichtigen FAIR-Beschleuniger- und Experimentkomponenten erteilt werden.

„Ich freue mich sehr, heute offiziell den Startschuss zum Bau der zentralen Beschleuniger- und Experimentkomponenten für dieses weltweit einzigartige Beschleunigerzentrum geben zu können. Wir investieren in diese Hochtechnologie, um Deutschlands Rolle in der globalen Wissenschaft zu stärken“, sagte Braun. Das FAIR-Projekt hat einen Gesamtkostenrahmen von rund einer Milliarde Euro, wobei Deutschland mit 705 Millionen Euro Hauptgeldgeber ist. Neun Staaten haben im Oktober 2010 das Übereinkommen über den Bau und Betrieb von FAIR unterzeichnet: Deutschland, Finnland, Frankreich, Indien, Polen, Rumänien, Russland, Schweden und Slowenien.

„Die langjährigen Entwicklungsarbeiten haben sich gelohnt. Mit den heute bewilligten Mitteln starten wir mit der Serienfertigung der Magneten für den zentralen Ring-Beschleuniger des FAIR-Projektes „SIS100“, und weiterer Komponenten für unsere Forschungsprogramme“, sagte Horst Stöcker, der Wissenschaftliche Geschäftsführer von GSI. Zahlreiche Komponenten für die FAIR-Beschleuniger sind Entwicklungen, die auf neuen technologischen Konzepten basieren und höchste technische Anforderungen erfüllen müssen.

Im Endausbau wird FAIR aus acht Kreisbeschleunigern mit bis zu 1.100 Metern Umfang, zwei Linearbeschleunigern und rund 3,5 Kilometern Strahlführungsrohren bestehen. Die bereits existierende GSI-Beschleunigeranlage dient dabei als Vorbeschleuniger.

FAIR wird eine nie dagewesene Vielfalt an Experimenten ermöglichen, durch die Wissenschaftler aus aller Welt neue Einblicke in den Aufbau der Materie und die Entwicklung des Universums seit dem Urknall erwarten. Schon heute arbeiten etwa 3.000 Wissenschaftler aus über 40 Ländern an der Planung der Experimentier- und Beschleunigeranlagen.