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Bei GSI entsteht das neue Beschleunigerzentrum FAIR. Erfahren Sie mehr.

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02.12.2011 | Baufeldfreimachung für FAIR-Beschleuniger beginnt

FAIR GmbH/GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH

FAIR – 3D-Ansicht der geplanten Beschleunigeranlage

 

Am 5. Dezember 2011 beginnen die Arbeiten zur Baufeldfreimachung für die geplante Teilchenbeschleunigeranlage FAIR (Facility for Antiproton and Ion Research) in Nachbarschaft zur GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH in Darmstadt. Die Genehmigung zur Freimachung des Baufelds wurde im November vom Grünflächenamt der Wissenschaftsstadt Darmstadt erteilt.

Die Baufeldfreimachung  erfolgt in zwei Abschnitten. Das Baufeld im Bereich östlich von GSI und südlich der Prinzenschneise wird bis voraussichtlich Ende Februar gerodet, wobei die Dauer dieser Maßnahme stark von den Witterungsverhältnissen abhängig ist. Die Flächen für den unterirdischen Ringbeschleuniger im Bereich nördlich der Prinzenschneise folgen in einem zweiten Abschnitt im Winter 2012/2013.

„Nach dem Bau von FAIR kann auf einem Großteil der Baufläche wieder Wald aufgeforstet werden. Insbesondere wird der Bereich des unterirdischen Beschleunigerrings nördlich der Prinzenschneise wieder vollständig mit Wald bepflanzt“, erklärt Direktor Günther Rosner von der FAIR GmbH. „Weitere Aufforstungen sind im Süden der FAIR-Anlage vorgesehen, wo sich zu Beginn der Baumaßnahmen die Baustelleneinrichtungsflächen befinden. Darüber hinaus sind umfangreiche Ersatzaufforstungen, zum Beispiel in Arheilgen, geplant und zum Teil bereits durchgeführt, so dass nach Fertigstellung von FAIR die Waldbilanz insgesamt, wie gesetzlich vorgeschrieben, wieder vollständig ausgeglichen sein wird. Das Baugebiet wird nach dem Ende der Arbeiten zu einer naturnahen waldartigen Parklandschaft umgestaltet.“

Aus Sicherheitsgründen kommt es im Bereich der Prinzenschneise während der Rodungsarbeiten zu Sperrungen. Mit Beginn der Baustelleneinrichtung vom Frühsommer 2012 an wird die Prinzenschneise für die Dauer der Bauarbeiten voraussichtlich vollständig gesperrt sein. Ein Umleitungskonzept für Radfahrer, Spaziergänger und Läufer wird ausgeschildert. Nach Beendigung der Bauarbeiten ist die Prinzenschneise wieder voll zugänglich.

An der Beschleunigeranlage FAIR wird eine nie dagewesene Vielfalt an Experimenten möglich sein, durch die Wissenschaftler aus aller Welt neue Einblicke in den mikroskopischen Aufbau der Materie und die Entwicklung des Universums seit dem Urknall erwarten. Das FAIR-Beschleunigerzentrum wird in Darmstadt errichtet und ist weltweit eines der größten Forschungsvorhaben für die physikalische Grundlagenforschung. Schon heute arbeiten etwa 3.000 Wissenschaftler aus über 40 Ländern an der Planung der Experimentier- und Beschleunigeranlagen. FAIR wird Antiprotonen- und Ionenstrahlen mit bisher unerreichter Qualität  und Intensität liefern. Im Endausbau besteht die kompakte FAIR-Beschleunigeranlage aus acht Kreisbeschleunigern mit bis zu 1.100 Metern Umfang, zwei Linearbeschleunigern und rund 3,5 Kilometern Strahlführungsrohren. Die bereits existierenden GSI-Beschleuniger werden als Vorbeschleuniger dienen.


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FAIR – 3D-Ansicht der geplanten Beschleunigeranlage
In rot ist die Strahlführung zu sehen. Links im Bild sind die bestehenden Anlagen und Gebäude des GSI Helmholtzzentrums für Schwerionenforschung sichtbar.
FAIR GmbH/GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH