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05.11.2010 | Junge Forscher - wer wir sind und was wir tun – Ein Pilotprojekt an der Pestalozzischule in Frankfurt-Riederwald

Stiftung Polytechnische Gesellschaft und GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung wollen Interesse an Naturwissenschaften in Grundschulen stärken

G. Otto/GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH

Die Drittklässler bauen einen Kreisbeschleuniger

G. Otto/GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH

Die Drittklässler bauen einen Kreisbeschleuniger

 

In einem gemeinsamen Pilotprojekt der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, des GSI Helmholtzzentrums für Schwerionenforschung in Darmstadt, der Doktorandenschule HGS-HIRe (Helmholtz Graduate School for Hadron and Ion Research) und der Pestalozzischule in Frankfurt-Riederwald wollen Physikstudenten und Doktoranden Drittklässler der Pestalozzischule für Naturwissenschaften und Technik begeistern. In drei Unterrichtseinheiten werden sie gemeinsam mit zwei dritten Klassen der Pestalozzischule Experimente zum Verständnis von kleinen Teilchen und Teilchenbeschleunigern durchführen. Die jungen Wissenschaftler forschen alle am GSI Helmholtzzentrum, das eine der größten Beschleunigeranlagen weltweit betreibt. Rund 40 Drittklässler erfahren von ihnen, was ein Forscher ist, was er fragt, wie er forscht, denkt und mit welchen Themen sich ein Physiker befasst. Der Unterricht wird von einer Lehrkraft begleitet.

Zuvor fand ein Briefwechsel zwischen den Grundschülern und Wissenschaftlern statt. Die Studierenden und Doktoranden stellten sich vor, erläuterten, was sie an der Physik fasziniert, und beschrieben, was sie am GSI erforschen. In einem Antwortbrief stellten sich die Schüler vor und formulierten erste Fragen an die Studierenden. Diese Fragen werden in den ersten Unterrichtsstunden von den jungen Forschern aufgegriffen. Mit einem einfachen Experiment erfahren Schüler mehr über kleine Teilchen und die Forschungsthemen der Studierenden. In weiteren Unterrichtseinheiten bauen die Studierenden gemeinsam mit den Kindern ein einfaches Modell eines Teilchenbeschleunigers. Das Experiment ist speziell entwickelt worden, um den Kindern auf spielerische Weise eine Beschleunigeranlage zu erklären. Dabei steht Forschendes Lernen im Vordergrund.

Zum Abschluss des Projekts am Montag, den 15. November werden die Schüler gemeinsam mit ihren Eltern das GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt besuchen und eine Führung durch die Großforschungsanlage erhalten. So lernen Kinder und Eltern den Arbeitsplatz der jungen Forscher kennen und bekommen einen direkten Einblick in den Wissenschaftsbetrieb einer großen Forschungseinrichtung. Herausragende Resultate am GSI sind die Entdeckung von sechs neuen chemischen Elementen und die Entwicklung einer neuartigen Krebstherapie mit Ionenstrahlen.

Die Agentur two4science hat in enger Abstimmung mit Lehrkräften der Pestalozzischule die Experimentiereinheiten und Unterrichtsmaterialien für den ersten Projektdurchlauf erstellt. Sie bereitet die Studierenden auf den Unterrichtseinsatz vor und wird den Besuch am GSI begleiten. Die Stiftung Polytechnische Gesellschaft und das GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung möchten die Naturwissenschaften stärker in die Grundschulen tragen. Dabei steht der persönliche Kontakt zwischen jungen Wissenschaftlern und den Schülern im Vordergrund. Die jungen Physiker sollen ihre Begeisterung im Gespräch und gemeinsamen Experimentieren auf die Kinder übertragen und ihnen eine Vorstellung von der komplexen wissenschaftlichen Forschung an einer Großforschungsanlage vermitteln.

Die Pestalozzischule eignet sich besonders für das Pilotprojekt "Junge Forscher - wer wir sind und was wir tun", da die Schule einen hohen Anteil an Schülern aus bildungsungewohnten Elternhäusern verzeichnet. Insbesondere die Kinder, die in ihrem Umfeld keinen Kontakt zu Wissenschaftlern haben, sollen auf diesem Weg für Naturwissenschaften und Technik begeistert werden. Mit der Pestalozzischule hat die Stiftung Polytechnische Gesellschaft bereits mehrere ihrer Projekte verwirklicht, wie das "Diesterweg-Stipendium", die "StadtteilDetektive" und den "DeutschSommer".

Für die Stiftung Polytechnische Gesellschaft ist das Pilotprojekt Teil einer "Bildungskette" mit dem Ziel, junge Menschen an Naturwissenschaften und Technik heranzuführen. Dazu zählen die Förderung des Goethe-Schülerlabors Physik & Chemie und die Mathematik AG an der Goethe-Universität, die Junior-Ingenieur-Akademie, sowie das MainCampus-Stipendiatenwerk. Das GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung möchte auf diesem Wege sein Angebot an die breite Öffentlichkeit erweitern. Zurzeit nutzen viele tausend Menschen pro Jahr das bestehende Angebot, die Forschungsanlage zu besichtigen oder im Schülerlabor zu experimentieren, das sich insbesondere an Schüler der Oberstufe richtet.


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Die Drittklässler bauen einen Kreisbeschleuniger
Die Drittklässler bauen einen Kreisbeschleuniger
Unterrichtseinheit in der Pestalozzischule - die Drittklässler bauen einen Kreisbeschleuniger.
Unterrichtseinheit in der Pestalozzischule - die Drittklässler bauen einen Kreisbeschleuniger.
G. Otto/GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH
G. Otto/GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH