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15.09.2010 | Zwei erfolgreiche GSI-Anträge für Helmholtz-Nachwuchsgruppen

 

Das GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung war beim diesjährigen Auswahlverfahren für Helmholtz-Nachwuchsgruppen mit zwei Anträgen erfolgreich. Miriam Fritsch und Jan Dvorak erhalten für die nächsten fünf Jahre jeweils 1,25 Millionen Euro zum Aufbau einer Nachwuchsgruppe. Beide sind am Helmholtz-Institut Mainz angesiedelt, das von GSI und der Universität Mainz gemeinsam getragen wird. Sie werden mit ihren Nachwuchsgruppen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten durchführen, die für das zukünftige Beschleunigerzentrum FAIR am GSI Helmholtzzentrum in Darmstadt von großer Bedeutung sind.

Mit zwei genehmigten Anträgen war GSI überdurchschnittlich erfolgreich. Deutschlandweit wurden 18 Anträge aus den 16 Helmholtzzentren genehmigt. Sie wurden in einem mehrstufigen Wettbewerbsverfahren von einer interdisziplinären Jury ausgewählt. Die Nachwuchsgruppen werden zu gleichen Teilen von der Helmholtz-Gemeinschaft und dem beteiligten Helmholtzzentrum finanziert.

Die Gruppe um Miriam Fritsch wird einen so genannten Luminositätsmonitor mit aufbauen, eine Messapparatur, die ein wichtiger Bestandteil des geplanten Experimentaufbaus „Panda“ an der zukünftigen Beschleunigeranlage FAIR sein wird. Wissenschaftler aus aller Welt möchten mit Panda Experimente mit Teilchenstrahlen aus Antimaterie durchführen, um die elementaren Bausteine der Materie und die Starke Kraft, die sie zusammenhält, besser zu verstehen.

Jan Dvorak wird mit seiner Nachwuchsgruppe eine Messapparatur entwickeln, einen so genannten Isotopen-Separator, um neue, sehr neutronenreiche Atomkerne zu entdecken. Mehrere tausend derartige Atomkerne werden theoretisch vorhergesagt. Die Untersuchung neutronenreicher Atomkerne ist ein zentrales Forschungsgebiet an FAIR. Sie spielt eine entscheidende Rolle zum Verständnis der Entstehung von Elementen im Universum, die letztendlich unsere Existenz erst ermöglicht hat.

Weitere Informationen zu den Helmholtz-Nachwuchsgruppen finden Sie in der Pressemitteilung der Helmholtz-Gemeinschaft