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Bei GSI entsteht das neue Beschleunigerzentrum FAIR. Erfahren Sie mehr.

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22.07.2010 | Richtfest für neues Forschungsinstitut EMMI am GSI Helmholtzzentrum

Richtfest

Richtfest

 

Fünf Monate nach Baubeginn wird heute im Nord-Westen des GSI Helmholtzzentrums für Schwerionenforschung in Darmstadt das Richtfest für das neue Bürogebäude gefeiert. Mit rund 200 Büroarbeitsplätzen, einem Hörsaal und vier Seminarräumen bietet das auf dem Gelände des GSI errichtete Gebäude optimale Bedingungen für das neue Forschungsinstitut EMMI (ExtreMe Matter Institute). Als Bauherr und Investor finanziert die Hörnig Wohn- und Industriebaugesellschaft den Bau mit ca. sechs Millionen Euro. GSI wird das Gebäude für 25 Jahre mieten, danach geht es in das Eigentum von GSI über. Hauptnutzer des Gebäudes wird EMMI sein, das sich aus Mitteln der Helmholtz-Allianz "Kosmische Materie im Labor" mit zwei Millionen Euro an den Mietkosten beteiligt.

Ziel von EMMI ist es unterschiedliche Kompetenzen aus aller Welt unter einem Dach zu bündeln und in interdisziplinärer Zusammenarbeit die Vielfalt der kosmischen Materie und ihre verschiedenen Aspekte zu ergründen - von extrem heißer Urknallmaterie bis zu ultra kalten Quantengasen. Die an EMMI gewonnenen Erkenntnisse werden wichtige Impulse für das wissenschaftliche Programm an dem zukünftigen internationalen Beschleunigerzentrum FAIR liefern. EMMI ist an GSI angesiedelt und nutzt die ausgezeichnete Infrastruktur vor Ort. Über EMMI werden 18 neue Stellen eingerichtet, darunter mehrere W3- Professuren und Stellen für Nachwuchsgruppenleiter. Insgesamt koordiniert EMMI Beiträge von über 350 Wissenschaftler aus verschiedenen Fachgebieten.

Das Forschungsinstitut EMMI basiert auf einer Allianz zwischen Universitäten und GSI, und wird mit insgesamt 18,75 Millionen Euro von der Helmholtz-Gemeinschaft für sechs Jahre gefördert. Die Allianz selbst verbindet 13 Partnerinstitutionen, die zusammen weitere 54 Millionen Euro aufbringen werden. Die Partner sind das GSI, die TU Darmstadt, die Universitäten Frankfurt, Heidelberg und Münster, das Max-Planck-Institut für Kernphysik in Heidelberg, das FIAS Frankfurt, das Forschungszentrum Jülich, die Universität Paris VI (Frankreich), die Universität Tokio (Japan), das Forschungszentrum RIKEN (Japan), das Lawrence Berkeley National Laboratory (USA) und das Joint Institute for Nuclear Astrophysics (USA). Außerdem konnten 30 weitere Experten als sogenannte Assoziierte Partner gewonnen werden, darunter zwei Nobelpreisträger.

GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung

GSI ist ein vom Bund und dem Land Hessen finanziertes Forschungszentrum mit einem Jahresetat von gut 100 Millionen Euro und über 1.000 Mitarbeitern. GSI betreibt eine große, weltweit einmalige Beschleunigeranlage für Ionenstrahlen, das heißt Strahlen aus geladenen Atomen. Jährlich nutzen etwa 1.200 Wissenschaftler aus aller Welt die Ionenstrahlen für Experimente in der Grundlagenforschung. Das Forschungsprogramm umfasst ein breites Spektrum, das von Kern- und Atomphysik über Plasma- und Materialforschung bis hin zur Biophysik und Medizin reicht. Die wohl bekanntesten Ergebnisse sind die Entdeckung von neuen chemischen Elementen und die Entwicklung einer neuartigen Krebstherapie mit Ionenstrahlen, die sich seit kurzem im Routineeinsatz an Kliniken befindet. In den kommenden Jahren wird bei GSI das Beschleunigerzentrum FAIR (Facility for Antiproton and Ion Research) mit einem Investitionsvolumen von rund 1,2 Milliarden Euro errichtet, wovon 25 Prozent durch internationale Partner getragen werden.


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