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25.06.2010 | Axel Gruppe erhält den Carl Wilhelm Fück-Preis

Auszeichnung für seine Tätigkeit im GSI-Schülerlabor

G. Otto/GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH

Dr. Axel Gruppe

 

Axel Gruppe, der pädagogische und fachliche Leiter des Schülerlabors am GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt, erhält den Carl Wilhelm Fück-Preis. Der Preis wird jedes Jahr von der Frankfurter Carl Wilhelm Fück-Stiftung an Menschen verliehen, die sich besondere Verdienste in naturwissenschaftlicher Lehre und Nachwuchsförderung erworben haben. Axel Gruppe verwirklicht dies im GSI-Schülerlabor seit sechs Jahren, indem er Schüler für die Welt der Radioaktivität und Strahlung begeistert. Dieses Engagement wird heute am 25. Juni 2010 mit der Verleihung des Carl Wilhelm Fück-Preises gewürdigt. Der Pädagogik-Preis ist mit 5.000 Euro dotiert.

„Physik umgibt und betrifft uns alle. Im Schülerlabor am GSI Helmholzzentrum versuche ich zusammen mit meinen Kollegen, Schülerinnen und Schülern den Schulstoff an einem faszinierenden und authentischen Lernort näher zu bringen“, sagt Axel Gruppe.

Axel Gruppe hat das GSI-Schülerlabor mit Hilfe von GSI-Wissenschaftlern über ein Jahr lang geplant und aufgebaut bevor es im Schuljahr 2004/05 seinen Betrieb aufnahm. Inzwischen sind fünf Lehrkräfte im Schülerlabor beschäftigt, das an drei Tagen in der Woche geöffnet hat. Bislang haben rund 7.000 Schüler das Schülerlabor genutzt.

Neben seiner Tätigkeit im Schülerlabor ist Axel Gruppe nach wie vor als Lehrer und Fachbereichsleiter für die naturwissenschaftlichen Fächer im Lessing-Gymnasium in Frankfurt tätig. Er promovierte am kernphysikalischen Institut der Goethe-Universität Frankfurt mit einer Forschungsarbeit, die er an der Beschleunigeranlage bei GSI durchführte.

Das GSI-Schülerlabor

Mit dem Schülerlabor möchte das GSI Helmholtzzentrum eine Brücke schlagen zwischen der naturwissenschaftlichen Ausbildung an Schulen und der aktuellen Forschung. Es leistet einen Beitrag zur Förderung des naturwissenschaftlichen Nachwuchses und gibt Schülerinnen und Schülern für ihre spätere Studien- und Berufswahl eine Entscheidungshilfe an die Hand. Durch die unmittelbare Nachbarschaft zu den Forschungsanlagen des GSI wird es auch zum Ort der Begegnung zwischen Schülern, Forschern und Lehrern.
Das Schülerlabor richtet sich, abgestuft in verschiedenen Schwierigkeitsgraden, an Kurse der Gymnasialen Oberstufe und an Klassen der 9. und 10. Jahrgangsstufe an Gymnasium und Realschule. Die angebotenen Versuche und die damit verbundenen Aufgabenstellungen sind mit dem Lehrplan für hessische Schulen abgestimmt. Jeder Besuchstag im Schülerlabor ist mit einer Besichtigung der GSI-Beschleuniger- und Forschungsanlagen verbunden. Dort sehen die Schüler die Messtechniken, mit denen sie im Schülerlabor zuvor noch selbst experimentiert haben, im großen Maßstab und im Einsatz für die Grundlagenforschung wieder.

Neben dem Angebot für Schulklassen wird das Schülerlabor für Lehrerfortbildungen genutzt. Diese sind über das Institut für Qualitätsentwicklung (IQ) des Hessischen Kultusministeriums als offiziell akkreditierte Lehrerfortbildungen anerkannt.

Der Carl Wilhelm Fück-Preis

Die Carl Wilhelm Fück-Stiftung verleiht jährlich den Carl Wilhelm Fück-Preis für besondere Verdienste in der naturwissenschaftlichen Lehre und Nachwuchsförderung. Namensgeber der Stiftung ist der 1936 verstorbene Maurermeister und Architekt Carl Wilhelm Fück. Er hat vor allem während der Zeit der Baukonjunktur 1890-1914 in den Frankfurter Stadtteilen Bornheim und Seckbach viele typische Gründerzeit-Häuser entworfen und deren Bau begleitet, wobei er besonderen Wert auf die typischen roten Sandsteinverzierungen gelegt hat. Die Stiftung wurde mit dem gemeinnützigen Zweck "Förderung der Naturwissenschaft" als Stiftung von Todes wegen von Fücks Enkelin Dr. Annelore Fück gegründet. Nach deren Tod im Jahre 2007 wurde die Stiftung eingerichtet und als gemeinnützig anerkannt.


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Dr. Axel Gruppe
Dr. Axel Gruppe, pädagogischer und fachlicher Leiter des Schülerlabors am GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt.
G. Otto/GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH