FAIR

Bei GSI entsteht das neue Beschleunigerzentrum FAIR. Erfahren Sie mehr.

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18.12.2009 | Experimente wie noch nie

TU Darmstadt und GSI vereinbaren enge Kooperation an den Forschungsanlagen von GSI und FAIR

 

Die Technische Universität Darmstadt und das GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung werden am internationalen Forschungszentrum FAIR (Facility for Antiproton and Ion Research) noch enger kooperieren. Beide Partner unterzeichneten einen entsprechenden Vertrag. Die strategische Zusammenarbeit zielt neben Fragestellungen der Kern- und Strahlenphysik unter anderem auch auf Fortschritte in der Materialforschung und der Strahlenmedizin sowie in der Grundlagenforschung zur Ionenstrahl-Therapie.

Die Vereinbarung sieht vor, die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten
im Rahmen des FAIR-Projekts abzustimmen und exzellente, international
anerkannte Wissenschaftler, unter anderem auf den Feldern der
Beschleunigerphysik und Biophysik gemeinsam zu berufen. Darüber hinaus
gewähren sich beide Partner gegenseitig Zugang zu ihren technischen
Anlagen und werden Programme zur Förderung wissenschaftlichen
Nachwuchses etablieren. Dazu gehören Promotionsförderungen ebenso wie
die gemeinsame Vergabe von Auszeichnungen und Forschungspreisen.

Der Kooperationsvertrag basiert auf einer Rahmenvereinbarung über die
strategische Zusammenarbeit beim Aufbau und der wissenschaftlichen
Nutzung von FAIR aus dem November 2008. Neben der TU Darmstadt und
dem GSI sind das Frankfurt Institute for Advanced Studies und die
Universitäten Frankfurt, Gießen, Heidelberg und Mainz weitere Partner.

Das Beschleunigerzentrum FAIR, das an der GSI errichtet wird, ist weltweit
eines der größten Forschungsvorhaben für die physikalische
Grundlagenforschung, an dem bereit jetzt 3000 Wissenschaftler aus über
40 Ländern an der Planung arbeiten. FAIR ist eine Beschleunigeranlage,
die Antiprotonen- und Ionenstrahlen mit bisher unerreichter Intensität und
Qualität liefern wird. FAIR besteht im Endausbau aus acht
Kreisbeschleunigern mit bis zu 1100 Metern Umfang, zwei
Linearbeschleunigern und rund 3,5 Kilometern Strahlführungsrohren. Die
bereits existierenden GSI-Beschleuniger werden als Vorbeschleuniger
dienen. FAIR ermöglicht eine nie dagewesene Vielfalt an Experimenten,
durch die Forscher aus aller Welt neue Einblicke in den Aufbau der Materie
und die Entwicklung des Universums seit dem Urknall erwarten.