FAIR

Bei GSI entsteht das neue Beschleunigerzentrum FAIR. Erfahren Sie mehr.

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03.09.2009 | Eine neue Werkhalle für FAIR

Richtfest der "Testing-Halle" mit Staatssekretär im BMBF Andreas Storm und der Hessischen Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann

 

Mit Grußworten des Staatssekretärs im Bundesforschungsministerium Andreas Storm und der Hessischen Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann wurde am Donnerstag, dem 3. September, bei GSI das Richtfest einer neuen Werkhalle für das zukünftige Beschleunigerzentrum FAIR gefeiert. In der so genannten "Testing-Halle" sind Entwicklung, Vormontage und Komponententests für FAIR geplant. Sie hat eine Grundfläche von 35 m x 75 m. Die Investitionskosten betragen knapp 9 Millionen Euro. Der Bau wird mit 7,4 Millionen Euro gefördert, davon 75 Prozent aus dem Konjunkturpaket II des Bundes und 25 Prozent vom Land Hessen. Die Inbetriebnahme der "Testing-Halle" ist für Ende 2010 geplant.

In der neuen Halle werden verschiedene Teststände für FAIR aufgebaut, daher der Name "Testing-Halle". Vorgesehen sind zum Beispiel Teststände für Hochfrequenz-Komponenten, mit denen Ionen in der Beschleunigeranlage beschleunigt werden. Auch spezielle Elektro-Magnete werden in eigenen Testständen Funktionsprüfungen unterzogen. Diese Magnete funktionieren wie Weichen, mit denen die Ionenstrahlen in die Beschleunigerringe von FAIR eingespeist und nach der Beschleunigung wieder ausgelenkt werden.

Die Testing-Halle bietet darüber hinaus Platz für die Vor- und Endmontage von Vakuumkomponenten für die Beschleunigeranlagen. Weil die Teilchen sich während des gesamten Beschleunigungsvorgangs im Vakuum befinden, spielt Vakuumtechnik eine zentrale Rolle.

Außerdem werden in dem Gebäude modernste Hochtechnologie-Labors für die Entwicklung und den Bau von Detektoren eingerichtet. Detektoren heißen die Messgeräte, mit denen die Teilchenreaktionen an der Beschleunigeranlage untersucht werden. In Reinräumen werden für FAIR verschiedene hochempfindliche Detektortypen entwickelt: Gasdetektoren, Halbleiterdetektoren und Diamantdetektoren. Darüber hinaus werden hier neuartige Mikro-Chips entwickelt und erprobt, um die enormen Datenmengen, die an den FAIR-Experimenten zu erwarten sind, in extrem kurzer Zeit aus den Messgeräten auszulesen und weiterzuverarbeiten.