FAIR

Bei GSI entsteht das neue Beschleunigerzentrum FAIR. Erfahren Sie mehr.

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16.01.2009 | GSI, FIAS und die Universitäten Darmstadt und Frankfurt unterzeichnen Kooperationsverträge für das internationale Forschungszentrum FAIR

Hessische Staatsministerin Silke Lautenschläger und Parlamentarischer Staatssekretär Andreas Storm besuchen GSI

G. Otto/GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH

Unterzeichnung der Verträge

 

Das GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung hat heute in Gegenwart der hessischen Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Silke Lautenschläger, und des Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Andreas Storm, einen Kooperationsvertrag mit dem Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS) unterzeichnet. Das FIAS wird als “Denkfabrik“ für GSI und FAIR theoretische Modelle entwickeln und Simulationen und Datenauswertungen auf Höchstleistungscomputern durchführen. Der Vertrag zwischen GSI und FIAS basiert auf den Erfolgen bei den Exzellenzinitiativen der Helmholtz-Gemeinschaft und dem Land Hessen. Für die Zusammenarbeit von GSI und FIAS stehen in den kommenden sechs Jahren insgesamt nahezu 20 Millionen Euro Fördergelder zur Verfügung. Außer dem Vertrag mit FIAS hat GSI heute noch Verträge mit den Universitäten Darmstadt und Frankfurt unterzeichnet, die die gemeinsame Doktorandenausbildung beinhalten.

"Mit FAIR entsteht in einer internationalen Kollaboration weltweit eines der größten Forschungsvorhaben für die physikalische Grundlagenforschung. Umso entscheidender ist es für das Land Hessen, eine international führende Rolle hessischer Universitäten und hessischer Forschungseinrichtungen an dieser Einrichtung zu sichern und international anerkannte Exzellenz in der physikalischen Grundlagenforschung dauerhaft in Hessen zu etablieren“, sagte Staatsministerin Lautenschläger. Die Vereinbarungen zwischen GSI, FIAS und den Universitäten Darmstadt und Frankfurt seien dazu ein wichtiger Schritt. Sie erinnerte daran, dass das Land dieses Projekt im Rahmen seines Forschungsförderungsprogramms LOEWE mit  rund 15 Millionen Euro unterstütze.

"Ich begrüße es, dass mit der Förderung im Rahmen der Helmholtz-Allianz „Kosmische Materie im Labor“ die Zusammenarbeit zwischen den Universitäten Darmstadt und Frankfurt, dem FIAS und der GSI vertieft und ausgeweitet wird. Es ist ein besonderes Anliegen des Bundesforschungsministeriums, Nachwuchswissenschaftlern und  wissenschaftlerinnen die Durchführung von Forschungsarbeiten an exzellenten Forschungsinfrastrukturen zu ermöglichen", sagte Andreas Storm.

Der von GSI und FIAS unterzeichnete Vertrag ist das erste bilaterale Abkommen auf der Basis des Ende 2008 unterzeichneten Rahmenvertrags zwischen den beiden Institutionen sowie den Universitäten Darmstadt, Frankfurt, Gießen, Heidelberg und Mainz. Am FIAS werden sieben leitende Wissenschaftler in die Entwicklungs- und Forschungsprojekte für FAIR eingebunden sowie zwei zusätzliche Professuren eingerichtet. Daneben werden fünf Nachwuchsforschergruppen für etwa 20 jüngere Wissenschaftler neu geschaffen. Doktoranden, die für FAIR arbeiten, werden über die Helmholtz Graduiertenschule (HGS-HiRe) koordiniert, die vom FIAS geleitet wird.

Die Zusammenarbeit wird in drei übergeordnete Förderprogramme eingebettet: Das Helmholtz-International Center (HIC) for FAIR, gefördert durch das hessische Förderprogramm Loewe, die Helmholtz-Allianz "Kosmische Materie im Labor" mit dem Extreme Matter Institute (EMMI) und die Helmholtz-Graduiertenschule (HGS-HiRe), beide gefördert aus dem Impuls- und Vernetzungsfonds der Helmholtz-Gemeinschaft. Zur Helmholtz-Gemeinschaft gehören 15 Forschungszentren, die jeweils zu 90 Prozent vom Bund und zu 10 Prozent vom jeweiligen Bundesland gefördert werden.

Das Beschleunigerzentrum FAIR (Facility for Antiproton and Ion Research), das an der GSI errichtet wird, ist weltweit eines der größten Forschungsvorhaben für die physikalische Grundlagenforschung. FAIR ist eine Beschleunigeranlage, die Antiprotonen- und Ionenstrahlen mit bisher unerreichter Intensität und Qualität liefern wird. FAIR besteht im Endausbau aus acht Kreisbeschleunigern mit bis zu 1100 Metern Umfang, zwei Linearbeschleunigern und rund 3,5 Kilometern Strahlführungsrohren. Die bereits existierenden GSI-Beschleuniger werden dabei als Vorbeschleuniger dienen. An FAIR wird eine nie dagewesene Vielfalt an Experimenten möglich sein, durch die Forscher aus aller Welt neue Einblicke in den Aufbau der Materie und die Entwicklung des Universums vom Urknall bis heute erwarten.

 


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Unterzeichnung der Verträge
Stehend v. l. n. r.: Prof. Dr. Christoph von der Malsburg (FIAS), Prof. Dr. Horst Stöcker (GSI), Prof. Dr. Werner Müller-Esterl (Goethe-Universität Frankfurt), Prof. Dr. Hans Jürgen Prömel (TU Darmstadt); Sitzend v. l. n. r.: Staatsministerin Silke Lautenschläger (Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst), Andreas Storm (Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung)
G. Otto/GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH