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12.12.2008 | Christoph-Schmelzer-Preis geht an zwei Nachwuchswissenschaftlerinnen

 

Fine Fiedler vom Forschungszentrum Dresden-Rossendorf und Gabriele Kragl von der Technischen Universität Wien erhalten in diesem Jahr den Christoph-Schmelzer-Preis für Ihre Arbeiten auf dem Gebiet der Tumortherapie mit schweren Ionen. Der mit 4.000 Euro dotierte Preis wird jährlich vom "Verein zur Förderung der Tumortherapie mit schweren Ionen" für die besten Diplom- oder Doktorarbeiten auf diesem Gebiet verliehen. Die Preisverleihung findet am Donnerstag, den 16. Dezember 2008 um 11:00 im großen Hörsaal des GSI Helmholtzzentrums statt. Fine Fiedler erhält für ihre Doktorarbeit ein Preisgeld von 3000 Euro und Gabriele Kragl für ihre Diplomarbeit 1000 Euro.

Fine Fiedler hat in ihrer Doktorarbeit gezeigt, dass für Helium-Ionen die Lage des Strahls im Patienten mit der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) präzise überwacht und kontrolliert werden kann. Damit hat sie die Möglichkeit eröffnet, die Tumortherapie auch mit Helium-Ionen durchzuführen. Bislang wird die Therapie bei GSI mit Kohlenstoff-Ionen durchgeführt, andere Verfahren weltweit benutzen Strahlen aus Protonen. Das PET-Verfahren leistet einen wesentlichen Beitrag zur Patientensicherheit.

Gabriele Kragl beschäftigte sich in ihrer Diplomarbeit mit der Verbesserung der Bestrahlungsplanung für die Therapie mit Ionenstrahlen. Dabei untersuchte sie den Einfluss von unterschiedlichen Gewebedichten auf die Wirkung des Kohlenstoff-Strahls. Die Bestrahlungsplanung ist ein wichtiges Instrument der Qualitätssicherung der Ionenstrahltherapie.

An der Beschleunigeranlage des GSI Helmholtzzentrums wurden seit 1997 über 400 Patienten mit Tumoren beispielsweise im Gehirn mit Ionenstrahlen behandelt. Die Heilungsraten liegen bei über 90 Prozent. Die Nebenwirkungen sind sehr gering. Die Therapie steht heute an der Schwelle zu einer breiten klinischen Anwendung. Ab 2009 werden am Universitätsklinikum Heidelberg Patienten mit der am GSI Helmholtzzentrum entwickelten Methode behandelt. Weitere Anlagen, etwa am Universitätsklinikum Gießen-Marburg, befinden sich im Bau.