FAIR

Bei GSI entsteht das neue Beschleunigerzentrum FAIR. Erfahren Sie mehr.

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24.11.2008 | GSI, fünf Universitäten und FIAS schließen Vereinbarung über strategische Zusammenarbeit

G. Otto/GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH

Unterzeichnung der Vereinbarung

 

Das GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung und die Universitäten Darmstadt, Frankfurt, Gießen, Heidelberg und Mainz sowie das Frankfurt Institute for Advanced Studies FIAS haben am Montag, den 24. November eine Vereinbarung über die strategische Zusammenarbeit in Wissenschaft und Forschung unterzeichnet. Sie werden in diesem Rahmen gemeinsam die Forschung und Entwicklung für das zukünftige internationale Beschleunigerzentrum FAIR bündeln und koordinieren. So wollen sich die Partner für den Aufbau und die spätere wissenschaftliche Nutzung von FAIR optimal aufstellen.

FAIR ist weltweit eines der größten Forschungsvorhaben für die physikalische Grundlagenforschung, an dem 3000 Wissenschaftler aus über 40 Ländern schon jetzt an der Planung arbeiten. "Mit der getroffenen Vereinbarung wollen wir in der Region Fachkompetenz, Infrastrukturen und Personalkapazitäten bündeln und den wissenschaftlichen Nachwuchs fördern. Nur so können wir FAIR stemmen und alle gemeinsam von diesem fantastischen Projekt profitieren", sagt Horst Stöcker, der wissenschaftliche Geschäftsführer der GSI.

Seit Jahrzehnten bestehen bereits vielfältige Kooperation zwischen GSI und den Universitäten. Die Partner haben nun vereinbart, die schon bestehenden Kooperationen weiter auszubauen und besser zu koordinieren. Geplant ist beispielsweise die gemeinsame Nutzung von technischen Anlagen und Ausrüstung, um Komponenten für FAIR zu entwickeln und zu bauen. Weiterhin sollen exzellente Professoren verstärkt gemeinsam berufen werden. Auch um den wissenschaftlichen Nachwuchs wollen sich die Partner gemeinschaftlich bemühen. Voraussichtlich werden sich etwa 600 Doktoranden in den nächsten sechs Jahren mit der Forschung an GSI und FAIR befassen. In der Graduiertenschule "HGS Hire" (Helmholtz-Graduate School for Hadron and Ion Research) wird die Doktorandenausbildung koordiniert werden.

Die Partner der Vereinbarung sind: GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH, Darmstadt, Technische Universität Darmstadt, Goethe-Universität Frankfurt, Frankfurt Institute for Advanced Studies FIAS, Justus-Liebig-Universität Gießen, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

FAIR steht für "Facility for Antiproton and Ion Research". Es ist weltweit eines der größten Forschungsvorhaben für die physikalische Grundlagenforschung. FAIR ist eine Beschleunigeranlage, die Antiprotonen- und Ionenstrahlen mit bisher unerreichter Intensität und Qualität liefern wird. Die FAIR-Anlage wird aus acht Kreisbeschleunigern, von denen die beiden größten einen Umfang von 1100 Metern besitzen, zwei Linearbeschleunigern und rund 3,5 Kilometern Strahlführungsrohren bestehen. Die bereits existierenden GSI-Beschleuniger werden dabei als Vorbeschleuniger dienen. An FAIR wird eine nie dagewesene Vielfalt an Experimenten möglich sein, durch die Forscher aus aller Welt neue Einblicke in den Aufbau der Materie und die Entwicklung des Universums, vom Urknall bis heute, erwarten.


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Unterzeichnung der Vereinbarung
Hintere Reihe von links nach rechts: Dr. Marina Frost (Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Kanzlerin); Prof. Dr. Karl-Heinz Kogel (Justus-Liebig-Universität Gießen, Zweiter Vizepräsident); Prof. Dr. Rudolf Steinberg (Goethe-Universität Frankfurt, Präsident); Prof. Dr. Christoph von der Malsburg (Frankfurt Institute for Advanced Studies FIAS an der Universität Frankfurt, Vorstandsvorsitzender) Vordere Reihe von links nach rechts: Prof. Dr. Georg Krausch (Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Präsident); Christiane Neumann (GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung, Kaufmännische Geschäftsführerin); Prof. Dr. Horst Stöcker (GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung, Wissenschaftlicher Geschäftsführer); Prof. Dr. Hans Jürgen Prömel (Technische Universität Darmstadt, Präsident)
G. Otto/GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH