FAIR

Bei GSI entsteht das neue Beschleunigerzentrum FAIR. Erfahren Sie mehr.

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08.08.2007 | Geschäftsführerwechsel an der GSI

Horst Stöcker tritt Nachfolge von Walter F. Henning an

G. Otto/GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH

Horst Stöcker

G. Otto/GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH

Walter F. Henning

 

Neuer Wissenschaftlicher Geschäftsführer der GSI und Vorsitzender des Direktoriums ist Professor Horst Stöcker, derzeitiger Vizepräsident der J. W. Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Am 1. August trat er die Nachfolge von Professor Walter F. Henning an, dessen erfolgreiche Amtszeit nach acht Jahren zu Ende geht. Als eine seiner wichtigsten Aufgaben bezeichnet Horst Stöcker, "nun die internationale 'Facility for Antiproton and Ion Research', FAIR, bei GSI zu realisieren."

Horst Stöcker forscht als Judah M. Eisenberg-Professor Laureatus für Theoretische Physik an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt und am Frankfurt Institute for Advanced Studies, FIAS. Hunderte seiner vielzitierten wissenschaftlichen Publikationen in internationalen Fachzeitschriften betreffen unmittelbar die Schwerionen-Forschung bei GSI und FAIR.

Studiert hat Horst Stöcker, der 1952 geboren ist, Physik, Chemie, Mathematik und Philosophie in Frankfurt. Er promovierte dort 1979 bei Walter Greiner. Nach mehrjährigen Forschungsaufenthalten bei GSI und an der University of California in Berkeley, USA, wurde Stöcker 1982 zum Professor für Theoretische Physik an das National Superconducting Cyclotron Laboratory sowie an die Michigan State University, USA, berufen. 1985 folgte er einem weiteren Ruf an die Universität Frankfurt.

Prof. Stöcker ist Fellow des Institute of Physics, London, und Inhaber einer Honorar-Professur an der University for Science and Technology of China (USTC Hefei) der Chinesischen Akademie der Wissenschaften, CAS, sowie Mitglied von zahlreichen wissenschaftlichen Beratergremien großer Beschleunigerzentren weltweit.

Als Direktor und Senior Fellow des Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS) und der Frankfurt International Graduate School of Sciences (FIGSS) widmet sich Horst Stöcker besonders der Nachwuchsförderung herausragender junger Naturwissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt, Doktoranden und Postdocs, die hier in freier Forschung interdisziplinären Fragestellungen der theoretischen Biologie-, Chemie-, Neurowissenschaften und – natürlich – der theoretischen Schwerionen- und Astrophysik nachgehen.

Der scheidende Geschäftsführer Walter Henning beendet Mitte August seine erfolgreiche achtjährige Amtszeit an der GSI. Professor Henning brachte das zukünftige internationale Beschleunigerzentrum FAIR bei GSI auf den Weg, von der Erstellung des Konzepts über die erfolgreiche Begutachtung durch den Wissenschaftsrat bis hin zu den Förderungszusagen durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung, den hessischen Staat und die Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren, deren Vizepräsident er viele Jahre lang war. Derzeit laufen die von ihm eingeleiteten Verhandlungen über die Beteiligungen der ausländischen Partner an FAIR.

Walter Henning wird ab September am Argonne National Laboratory bei Chicago für die Planung des neuen amerikanischen Beschleunigers zur Erforschung seltener Atomkerne verantwortlich sein. Seine reiche Erfahrung und sein breites Wissen zu diesen Themen werden der GSI fehlen. Die offizielle Verabschiedung findet im Rahmen einer Festveranstaltung im Oktober statt.

Firmenprofil

Die Gesellschaft für Schwerionenforschung (GSI) in Darmstadt ist ein vom Bund und dem Land Hessen finanziertes Forschungszentrum der Grundlagenforschung. Sie ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft. Der Bau und Betrieb von Beschleunigeranlagen sowie die Forschung mit schweren Ionen sind Aufgabe der rund 1050 Mitarbeiter. Jährlich kommen über 1.000 Wissenschaftler, denen die GSI ihrer Aufgabe entsprechend, den Zugang zur ihren Forschungsanlagen ermöglicht. Die GSI verfügt über eine hervorragende und weltweit einmalige Beschleunigeranlage für Ionenstrahlen. Das Forschungsprogramm der GSI umfasst ein breites Spektrum, das von Kern- und Atomphysik über die Plasma- und Materialforschung bis hin zur Tumortherapie reicht. Die wohl bekanntesten Resultate sind die Entdeckung von neuen chemischen Elementen und die Entwicklung einer neuartigen Tumortherapie mit Ionenstrahlen. Mit diesen und einer Vielzahl anderer wissenschaftlicher Resultate nimmt die GSI eine international führende Position in der Forschung mit Ionenstrahlen ein. Bis 2015 soll bei GSI das neue internationale Beschleunigerzentrum FAIR (Facility for Antiproton and Ionen Research) für die Forschung mit Ionen- und Antiprotonenstrahlen entstehen. Dort erwarten Wissenschaftler Antworten auf grundlegende bisher ungelöste Fragen zum Aufbau der Materie und der Entwicklung des Universums. Weitere Informationen unter: GSI


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G. Otto/GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH
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