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10.12.2010 | Christoph-Schmelzer-Prize awarded for the thirteenth time

G. Otto/GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH

The awarding of the Christoph-Schmelzer-Prize

 

On December 9, 2010 Anna Constantinescu from the Technische Universität Darmstadt / Germany and Rebecca Grün from the Fachhochschule Gießen-Friedberg / Germany were honored with the Christoph-Schmelzer-Prize 2010. The prize, endowed with 1000 Euro, was shared between the two scientists for their work in the field of cancer therapy with heavy ions. This award is bestowed annually by the Verein zur Förderung der Tumortherapie mit schweren Ionen e.V. (Association for the promotion of tumor therapy with heavy ions) for the best graduate and doctoral thesis in this area. For both candidates spoke in their favour, that the results of their research can be transferred directly from an application oriented approach in research, to the treatment of affected people. The GSI Helmholtz Centre for Heavy Ion Research is the ideal place for this ceremony because this extraordinary form of therapy was born at the centre.

Anna Constantinescu beschäftigte sich in ihrer Masterarbeit mit einer Methode, durch die die Behandlung mit Ionenstrahlen in Zukunft auch bei Tumoren in beweglichen Körperteilen, wie Lunge oder Leber, möglich werden soll. Rebecca Grün befasste sich in ihrer Diplomarbeit mit der Bestrahlungsplanung und verifizierte das bei aktuellen Behandlungen zugrunde liegende Rechenmodell.

Als Festredner konnte Privatdozent Dr. med. Dipl.-Ing. Gerd Straßmann von der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie des Universitätsklinikums Gießen und Marburg gewonnen werden. Er berichtete über den Status und die Perspektiven der Strahlentherapie in Marburg. Dort befindet sich derzeit eine neue klinische Anlage für die Tumortherapie mit Ionenstrahlen im Bau.

Die am GSI Helmholzzentrum entwickelte Therapiemethode mit Ionenstrahlen wurde seit 1997 am GSI zur Behandlung von Patienten mit Tumoren im Kopf- und Halsbereich sowie seit 2006 auch an der Prostata eingesetzt. Sie ist ein sehr genaues, hochwirksames und gleichzeitig sehr schonendes Therapieverfahren. Ionenstrahlen dringen in den Körper ein und entfalten ihre größte Wirkung erst tief im Gewebe, hochpräzise in einem nur stecknadelkopfgroßen Bereich. Sie werden so gesteuert, dass Tumoren bis zur Größe eines Tennisballs Punkt für Punkt und millimetergenau bestrahlt werden können. Das Verfahren eignet sich bislang vor allem für Tumore in der Nähe von Risikoorganen, wie z.B. dem Sehnerv, dem Hirnstamm oder des Darms.

Aufgrund der guten Resultate des Therapieverfahrens wurde im November 2009 eine spezielle Anlage für Ionenstrahl-Therapie an der Radiologischen Klinik in Heidelberg in Betrieb genommen, das Heidelberger Ionenstrahl Therapiezentrum (HIT). Die Beschleunigeranlage und die Bestrahlungstechnik für HIT haben GSI-Wissenschaftler und -Techniker entwickelt und gebaut. Dort können pro Jahr etwa 1.300 Patienten behandelt werden. Zwei weitere Anlagen in Marburg und Kiel befinden sich im Bau.


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The awarding of the Christoph-Schmelzer-Prize
Pictured from the left: Hartmut Eickhoff (Tecnical Director GSI), Anna Constantinescu (Prize Winner), Rebecca Grün (Prize Winner), Helmut Zeitträger (Chairman Verein zur Förderung der Tumortherapie mit schweren Ionen e.V.), Karlheinz Langanke (Research Director GSI).
G. Otto/GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH