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The new accelerator facility FAIR is under construction at GSI. Learn more.

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Memories from 50 years of GSI history

The celebrations for the 50th anniverary of GSI included a very special activity: The current and former employees had the opportunity to submit their personal memories of their time at GSI as a short story. In a partly serious and partly humorous way, they portray events, encounters, successes and the overarching cooperation in the various fields of work on the campus and thus represent a lived culture of scientific exchange and joint commitment.

Apart from this website, the memories can also be experienced from 15 November to 20 December 2019 in the exhibition "50 Jahre GSI – Lieblingsfotos und Erinnerungen" in the foyer of the Konferenz- und Bürogebäudes West (KBW) on the GSI/FAIR campus as illustrated posters. The exhibitions is open from Monday to Friday between 10 a.m. and 4 p.m. External guests are requested to bring an identification document with them for admission to the campus. Please note: The content of the exhibition will be displayed in German only. This website, however, will feature selected memories also in English, in case they were submitted in the language.

Erinnerung von Doris Schmalz

Es war im Februar 1973 – ganz zu Anfang meiner Beschäftigung bei GSI. Am Faschingsdienstag hatten wir nachmittags frei, und die Kollegen waren schon alle weg. Zur Vorbereitung auf den nächsten Tag wollte ich noch schnell wichtige Kopien anfertigen, jedoch zu meinem großen Pech verschluckte der Kopierer meine Listen mit personenbezogenen Daten, die ich nicht einfach so im Kopierer zurücklassen konnte. Im größten Chaos tauchte plötzlich ein freundlicher älterer Herr auf, der mir seine Hilfe anbot und auch den Papierstau schnell beseitigen konnte. Ich war über die unverhoffte Hilfe dieses netten Herren überglücklich. Einige Tage später stellte sich heraus, dass „mein Retter in der Not“ unser damaliger Wissenschaftlicher Geschäftsführer Professor Christoph Schmelzer war. Bis heute denke ich an ihn und an seine menschliche Art im Umgang mit seinen Mitarbeitern gerne zurück.

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Professor Christoph Schmelzer
Wissenschaftlicher Geschäftsführer von 1971 bis 1978
Foto: A. Zschau, GSI

Memory of Claude Deutsch

This concerns the installation of the so-called “preZ pinch discharge SPQR2” (editors note: a discharge tube containing a fully ionized hydrogen plasma) at the GSI linear accelerator UNILAC, previously in use at the Institute de Physique Nucléaire (IPN) in Orsay on the linear accelerator now called ALTO. It was probably February 1987, and the very beginning of the successful ion-plasma interaction program developed at GSI.

On GSI side, initially Dieter Hoffmann, Heinrich Wahl and Karin Weyrich were invited to Orsay (with German beer, of course). Once the operational viability had been demonstrated there with bromine and sulfur ions, we put the given discharge worked out at Orléans on a truck, and headed it to GSI to witness the stopping of heavier ions. The installation at GSI forced us to use a zigzag path for the ions emerging from the target, in lieu of the linear one used at Orsay. The night before everything got ready for firing, I called Richard Geller (expert for ECR ion sources) in Grenoble for further advice. He said: “Your system will never work because your heavy ions will attract too many electrons out of surrounding material and your detection will get blinded...”

Discouraged, we discussed this with the GSI engineers completing the setup at 11 p.m. They spent the whole night on it with pocket lamps helping them to track the ions (!) and told the physicists to go to bed. When at 8 a.m we popped up at the beam line the engineers were still on spot, and everything got fixed thanks to excellent GSI technology. The emerging ions were perfectly detectable!

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Linear accelerator UNILAC
Photo: A. Zschau, GSI

Erinnerung von Andreas Peters

Schon bald nach der Wiedervereinigung ergab sich ab 1992 eine langjährige Zusammenarbeit der GSI-Strahldiagnosegruppe im Beschleunigerbereich mit dem Institut für Festkörperphysik der Universität Jena. Ziel der Kollaboration war der Aufbau eines Nanoampere-Strahltransformators auf der der Basis eines hochempfindlichen SQUID-Messsystems der Universität Jena. Das Messsystem kann sehr kleine Ionenströme berührungsfrei messen. Das Foto entstand beim ersten Zusammentreffen beider Partner im Sommer 1992, v.l.n.r.: Andreas Peters (GSI-Strahldiagnose), Helmar Koch (Uni Jena), Hannes Reeg (GSI-Strahldiagnose), Wolgang Vodel (Uni Jena), Claus Schroeder, Volker Dürr (beide Diplomanden an der FH Rüsselsheim), Peter Strehl (GSI-Strahldiagnose), Norbert Angert (GSI/Bereichsleiter Beschleuniger). Es gelang dem gemeinsamen Team aus GSI-Strahldiagnose und Uni Jena, eine Empfindlichkeitssteigerung um einen Faktor 100 gegenüber damals bekannten Strahltransformatoren zu erreichen. Die Ergebnisse dieser Zusammenarbeit sind die Grundlagen für das CCC-Messsystem (Cryogenic Current Comparator) für die FAIR-Beschleunigeranlage – und auch langjährige berufliche und persönliche Freundschaften ... 

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Zusammentreffen 1992
V.l.: Andreas Peters (GSI-Strahldiagnose), Helmar Koch (Uni Jena), Hannes Reeg (GSI-Strahldiagnose), Wolfgang Vodel (Uni Jena), Claus Schroeder, Volker Dürr (beide Diplomanden an der FH Rüsselsheim), Peter Strehl (GSI-Strahldiagnose), Norbert Angert (GSI/Bereichsleiter Beschleuniger).
Foto: A. Peters (privat)

Erinnerung von Hans-Joachim Schött I

Spezielle Weinetiketten zum fünfzigsten Geburtstag von Sigurd Hofmann. Er hat sich sehr über eine Kiste mit erlesenen Weinen gefreut. (Die Originaletiketten wurden eine Woche später ausgehändigt. Er hatte den Inhalt der Etiketten noch gar nicht so richtig erkannt.) 

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Weinetikett
Foto: H.-J. Schött

Erinnerung von Hans-Joachim Schött II

1988 habe ich mit dem Computern angefangen, weil mir das Konstruieren am Zeichenbrett zu uneffektiv war. Nicht viel später hat es mich bei der Materialentnahme im Lager immer aufgeregt, wenn ich aus einem der zehn Stehordner einen Artikel suchen musste, um ihn dann auf ein Formular zu bringen, welches der Lagerist dann „bearbeitet“ hat. Er WUSSTE (er hatte Wissen). Oft hat er auch den Artikel ohne Zettel geholt und wir haben den Zettel dann gemeinsam ausgefüllt. Denn ohne Zettel: geht nicht! Dann habe ich über diverse Informationsquellen in Erfahrung gebracht, dass es einen Stammdatensatz von der Abteilung Einkauf gibt. Denn irgendwie wurden die Materialien ja auch verbucht. Mit einiger Überzeugungskraft habe ich dann eine PC-fähige und abgemagerte Textdatei bekommen. Schnell war daraus eine dBASE-Datei gemacht, bzw. eine kleine Applikation zusammengebastelt. Jetzt konnte ich mit einer Silbe aus dem Artikel schnell eine Artikelauswahl generieren, die letztendlich ein Formular erzeugt hat, welches genauso aussah wie die „alte“ Zettelwirtschaft, nur ohne Ordner. Es war dann noch etwas mühselig, den Einkäufern klarzumachen (die ja den Original-Datensatz dauern bearbeitet haben), dass es keine Steckerbuchsen oder Buchsenstecker gibt. Egal. Diese Feinheiten habe ich dann in meinem Programm korrigiert. Stecker oder Kupplung, oder Flanschdose, oder ...?

P.S. dBASE wurde von PARADOX abgelöst und läuft heute noch in abgewandelter Form für meine private Bürokratie. Und wenn jemand zu mir kommt und nach Konstruktionsunterlagen aus meinem Arbeitsbereich sucht, kann ich ihm innerhalb von fünf Minuten die CD in die Hand drücken.

Memory of Hans Joachim Specht

I remember well the project proposal „Errichtung einer experimentellen Strahlentherapie bei der GSI Darmstadt“ in May 1993, a collaboration of Radiologische Klinik der Universität Heidelberg, GSI Darmstadt (project lead) and Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) Heidelberg.

About 440 patients were treated successfully from 1997 to 2008 in the medical cave at the GSI synchrotron SIS18. This was the prerequisite around 2001 for the smooth approval procedure of the clinic machine at Heidelberger Ionenstrahl-Therapiezentrum (HIT) in Heidelberg.

There was hardly a happier hour in my whole professional life than after the first patient irradiation...

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Professor Hans Joachim Specht
Scientific Director from 1992 to 1999
Photo: A. Zschau, GSI

Erinnerung von Matthias Schädel

Viele Versuche bei GSI in den 70er Jahren lang ersehnte superschwere Elemente mit Uranstrahlen zu synthetisieren waren leider erfolglos. In den Jahren 1982-83 kam dann ein neuer, vielversprechender Ansatz zum Einsatz. Nach gemeinsamen chemischen und physikalischen Experimenten in Berkeley wollte eine große internationale Kollaboration nun in einem zweiten Schritt bei GSI versuchen, ob der Beschuss von Curium-Targets mit Calciumionen nicht von Erfolg gekrönt sein könnte. Der Optimismus war groß. Die gesamte Vielfalt aller verfügbaren Techniken – einerseits SHIP und andererseits schnelle chromatographische Verfahren zur chemischen Trennungen –  sollte zum Einsatz kommen.

Günter Herrmann, Leiter des Bereichs Kernchemie I, trug nicht nur die Verantwortung für den Chemieteil, sondern er war auch selbst schon in die Vorbereitungen sehr stark involviert. So auch bei einer vorbereitenden Teststrahlzeit am 14. Februar 1983 – Rosenmontag, der Höhepunkt der Mainzer Fastnacht. Normalerweise wären an diesem Tag viele der Mainzer Kollegen mit Freunden und Gästen bei dem Fastnachtsumzug oder danach bei der Party im Hause von Günter Herrmann und seiner Ehefrau Ellen gewesen. Ausnahmsweise hatte aber diesmal die Wissenschaft Vorrang. So trafen sich alle bei GSI, um bei Parameterstudien die optimalen Verhältnisse für die kommenden Suchexperimente zu ermitteln. Aber ein Minimum an Zugeständnis an die Mainzer Fastnacht musste dann doch sein. Dies bestand darin, dass alle Experimentteilnehmer aus Mainz und der GSI – darunter etliche ehemalige „Mainzer“ –kostümiert auftraten und so experimentierten.

Seinem Status als „Boss“ angemessen, trug Günter Herrmann ein eindrucksvolles schwarzes Kostüm mit einer weißen Halskrause und einem mit künstlichen Blumen dekorierten Hut, das an die Amtstracht eines Bürgermeisters oder Ratsherrn einer bedeutenden deutschen Stadt des 17. Jahrhunderts erinnerte; andere waren als Matrose, Räuber oder Clown verkleidet. Offensichtlich hatte sich unser ungewöhnlicher Kostümball bis in das Direktorium der GSI herumgesprochen, denn bald erschien eine mehrköpfige Abordnung, darunter der damalige Wissenschaftliche Geschäftsführer Gisbert zu Putlitz, um sich das Treiben anzuschauen. Das war dann auch eine gute Gelegenheit mit einem Glas Sekt – zünftig für ein „Chemieexperiment“ in Bechergläsern serviert – auf den Erfolg der kommenden Strahlzeiten anzustoßen.

Auch wenn die darauffolgenden Experimente leider nicht von Erfolg gekrönt waren und man sich wieder neuen Zielen zuwandte, so wird doch allen Beteiligten aus diesem Experimentierprogramm ganz besonders die Strahlzeit am Rosenmontag 1983 in Erinnerung bleiben.

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Professor Günter Herrmann
Im Faschingskostüm.
Foto: A. Zschau, GSI

Erinnerung von Peter Strehl

Im Jahr 2004 gab es eine Ausschreibung für die Namensgebung des Darmstädter Wissenschafts- und Kongresszentrums. Als ehemaliger, langjähriger Mitarbeiter bei GSI beteiligte ich mich an der Ausschreibung und schlug „Darmstadtium“ vor. Es gab außer mir den gleichen Vorschlag noch einmal. Der Vorschlag wurde angenommen, und in einer Ausgabe des Darmstädter Echos etwa 2005 gab es ein Bild, worauf der andere Namensgeber zusammen mit mir abgebildet ist, mit folgender Bildunterschrift: „Die Paten: Christian Dindorf und Peter Strehl haben den Namen Darmstadtium für das Wissenschafts- und Kongresszentrum am Schlossgraben vorgeschlagen.“ Der Name wurde damals viel diskutiert, aber letztlich doch von den Darmstädtern angenommen. Für mich ist es eine schöne Erinnerung an die GSI. 

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darmstadtium
Wissenschafts- und Kongresszentrum „darmstadtium“ in Darmstadt
Foto: Carlos Delgado; CC-BY-SA

Memory of Saikat Biswas

I was a Post Doctoral Fellow in the Detector Laboratory at GSI from November 2010 to November 2012. At GSI I wrote my project proposal on the GEM detector (editors note: GEM stands for gas electron multiplier, a type of gaseous ionization detectors used in particle physics) for the Compressed Baryonic Matter (CBM) experiment of FAIR and received the prestigious Ramanujan Fellowship from the Science and Engineering Research Board of the Department of Science and Technology, which is part of the Ministry of Science and Technology of the Indian government. 

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Nomination letter
Photo: S. Biswas

Erinnerung von Thomas Hahn I

„Immer schön den Überblick behalten.“ Die Targetkammer am Z6-Experimentierplatz vor der Inbetriebnahme 2008: Laser versus Ionenstrahl.

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Targetkammer Z6
Foto: T. Hahn, GSI

Erinnerung von Thomas Hahn II

„Spurensuche.“ Optische Oberflächenkontrolle der hochplanaren und hochpräzisen Beschichtung eines Umlenkspiegels für den PHELIX-Laser (im Bild: Christoph Bruske; adaptiertes vereinfachtes visuelles Testverfahren nach dem damaligen amerikanischen Messverfahren nach MIL-PRF-13830B (wäre heute ISO 10110-7)). Jeder zu große Oberflächenkratzer oder -krater hätte zur Zerstörung des Spiegels oder von Teilen des Lasersystems führen können. Es gibt auch heute noch kein besseres „Messverfahren“ als das menschliche Auge für diese Qualitätskontrolle.

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Oberflächenkontrolle
Foto: T. Hahn, GSI

Erinnerung von Carola Pomplun

Im Jahr 1996 begann ich meine Ausbildung bei GSI. Schon damals gab es die Vortragsreihe „Wissenschaft für Alle“ und mein damaliger Chef Dieter Svrcina aus dem Konstruktionsbüro hielt uns Azubis an, die Vorträge zu besuchen. Besonders beeindruckend fand ich die Weihnachtsvorträge von Fritz Bosch, der mich mit seinen Strichmännchengrafiken letztendlich mit dazu inspirierte, meiner Ausbildung noch ein Physikstudium folgen zu lassen. Heute bin ich selbst verantwortlich für die Organisation der Vortragsreihe „Wissenschaft für Alle“. Die Strichmännchen von Fritz haben mich dabei über viele Jahre, bis zu seinem Tod, an Weihnachten begleitet, und ich denke noch heute gerne an seine informativen und unterhaltsamen Vorträge und sein unglaubliches Wissen, auch außerhalb der Physik, zurück.

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Strichmännchengrafik
Bild: Fritz Bosch, GSI

Erinnerung von Gerhard Kraft

Für die neue GSI-Biophysik hatte ich im Jahr 1979 das erste teure Mikroskop gekauft und bekam von der Firma Zeiss mehrere große Pappkartons mit vielen kleinen Päckchen, aber keine Bauanleitung. Ich hatte zwar die übliche Praktikums-
erfahrung mit Mikroskopen, aber noch nie ein teures Präzisions-
mikroskop zusammengebaut und optimiert. Ich klagte mein Leid Professor Christoph Schmelzer bei der nächsten Gelegenheit. Der war damals Wissenschaftlicher Geschäftsführer und mein direkter Chef. Der strahlte sein breites Lächeln über sein rundes Gesicht: „Da kann ich Ihnen helfen, das kann ich! Ich war bei Zeiss Jena. Ich komme gerne vorbei, aber abends nach der regulären Arbeitszeit. Praktische Hilfe beim Mikroskopieren steht nicht in meinem GSI-Vertrag und ich will keinen Ärger mit der Personalabteilung und dem Betriebsrat.“ Er kam dann abends, baute das Mikroskop zusammen, optimierte es und es funktionierte. Er konnte es wirklich. 

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Professor Christoph Schmelzer
Wissenschaftlicher Geschäftsführer von 1971 bis 1978
Foto: A. Zschau, GSI