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Darmstadt, den 20. August 2010
Mehr Frauen in die Wissenschaft! - 15 Jahre Gleichstellungsgremium beim GSI HelmholtzzentrumHeute feiert GSI die Gründung des Gleichstellungsgremiums vor 15 Jahren. In einer Vortragsveranstaltung geben ehemalige und derzeitige Mitglieder des Gremiums eine Rück- und Ausblick auf die Arbeit und Erfolge des Gleichstellungsgremiums bei GSI.
Frauen sind nach wie vor in wissenschaftlichen und technischen Berufen unterrepräsentiert. Dies zu ändern war und ist eines der Ziele, mit dem Mitarbeiterinnen bei GSI das Frauengremium gründeten, das heute Gleichstellungsgremium heißt. Inzwischen ist die Frauen- bzw. Gleichstellungsbeauftragte Verpflichtung und ist in allen Großforschungseinrichtungen der Helmholtz-Gemeinschaft etabliert.
"Eine der größten Errungenschaften ist sicherlich die Beteiligung des Gleichstellungsgremiums bei allen Einstellungs- und Berufungsverfahren. Wir sind nicht nur bei den Einstellungsgesprächen dabei, sondern auch im Vorfeld bei der Bewerberauswahl beteiligt", sagt Christina Will, die Vorsitzende des GSI-Gleichstellungsgremiums.
Das Gleichstellungsgremium wird alle vier Jahre von den GSI-Mitarbeiterinnen gewählt. Das Besondere bei GSI ist, dass fünf Frauen mit jeweils nominell 20 Prozent ihrer Arbeitszeit das Gleichstellungsgremium bilden, während es bei anderen Zentren häufig nur eine Gleichstellungsbeauftragte gibt. "Dadurch können wir alle aus unterschiedlichen Bereichen unsere fachlichen und persönlichen Erfahrungen einbringen und sehr flexibel auf die vielen Aufgaben und Anfragen eingehen", sagt Christina Will, die als Vorsitzende auch die Ansprechpartnerin für die GSI-Geschäftsführung ist. Christina Will ist außerdem Vorsitzende des "Arbeitskreises Frauen in Forschungszentren", in dem die Gleichstellungsbeauftragten der Helmholtz-Zentren zusammengeschlossen sind.
GSI ist ein führendes Beschleunigerzentrum, mit über 1000 Mitarbeitern, davon etwa 300 Ingenieuren und Naturwissenschaftlern. Dazu kommen weitere über 1000 Wissenschaftler aus aller Welt, die jährlich die Beschleuniger- und Experimentiereinrichtungen nutzen.
Das Programm der Festveranstaltung: Ort: Hörsaal vom GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung Datum: Freitag, 20. August 2010 / 14:00 - 15:30 Uhr
Begrüßung: Hartmut Eickhoff, Technischer Geschäftsführer GSI Christina Will, Vorsitzende des Gleichstellungsgremiums Andreas Schlossarek, Betriebsratsvorsitzender
Vorträge: "Nicht im Keim ersticken - die Saat aufgehen lassen" - Erfahrungen zum Beginn der Frauenarbeit bei GSI Dorothee Rück und Ruth Thieme, Gründungsmitglieder und ehemalige Vorsitzende des Gleichstellungsgremiums
"Gleichstellungsarbeit ist kein Luxus!" Heidi Weitzel, Mitinitiatorin des Gleichstellungsgremiums und des Arbeitskreises Frauen bei GSI.
Im Anschluss ab 15:30 Uhr: Feier und Buffet im Gästehaus und auf der Seebühne
GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GSI ist ein vom Bund
und dem Land Hessen finanziertes Forschungszentrum mit einem Jahresetat
von gut 100 Millionen Euro und über 1.000 Mitarbeitern. GSI betreibt
eine große, weltweit einmalige Beschleunigeranlage für Ionenstrahlen,
das heißt Strahlen aus geladenen Atomen. Jährlich nutzen etwa 1.200
Wissenschaftler aus aller Welt die Ionenstrahlen für Experimente in der
Grundlagenforschung. Das Forschungsprogramm umfasst ein breites
Spektrum, das von Kern- und Atomphysik über Plasma- und
Materialforschung bis hin zur Biophysik und Medizin reicht. Die wohl
bekanntesten Ergebnisse sind die Entdeckung von neuen chemischen
Elementen und die Entwicklung einer neuartigen Krebstherapie mit
Ionenstrahlen, die sich seit kurzem im Routineeinsatz an Kliniken
befindet. In den kommenden Jahren wird bei GSI das Beschleunigerzentrum
FAIR (Facility for Antiproton and Ion Research) mit einem
Investitionsvolumen von rund 1,2 Milliarden Euro errichtet, wovon 25
Prozent durch internationale Partner getragen werden.
GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH
Planckstr. 1
64291 Darmstadt
Öffentlichkeitsarbeit
Kontakt: Dr. Ingo Peter
Tel: 06159-71-2598
Fax: 06159-71-2991
Email: presse@gsi.de
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