| GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH, Darmstadt |
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Darmstadt, den 10. August 2009Einfluss kosmischer Strahlung auf Elektronik in Satelliten und RaumfahrtNeues Forschungsprojekt von ESA und Fraunhofer-Gesellschaft am Beschleuniger des GSI Um den Einfluss kosmischer Strahlung auf die Elektronik in Satelliten und in der Raumfahrt zu erforschen, hat die European Space Agency (ESA) ein neues Forschungsprojekt am GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt gestartet. Unter Leitung des Fraunhofer-Instituts für Naturwissenschaftlich-Technische Trendanalysen (INT) in Euskirchen bestrahlen Wissenschaftler mikroelektronische Bauelemente an der GSI-Beschleunigeranlage mit Ionen. Die GSI-Beschleunigeranlage ist die einzige in Europa, an der Ionenstrahlung so hergestellt werden kann, wie sie in der kosmischen Strahlung auftritt. Die Ionenstrahlung kann in Mikroelektronik zu Funktionsfehlern oder -ausfällen führen. Ziel des neuen Forschungsprojektes ist es, die Eignung verschiedener Mikrochips für den Einsatz im Weltraum zu testen. Darüber hinaus sollen Grundlagen erforscht werden, um in Zukunft strahlungsfeste, leichtere und kompaktere Elektronik zu entwickeln. "Wir wollen erstmalig systematisch den Einfluss der Energie der Ionenstrahlen auf deren Wirkung auf Mikroelektronik untersuchen. Die GSI-Beschleunigeranlage bietet dazu optimale Voraussetzungen. Hier können wir hochenergetische Ionen, von den leichtesten bis zu den schwersten Elementen, erzeugen. Damit decken wir das gesamte Spektrum an Ionenstrahlung ab, wie es im Universum permanent auftritt", sagt Stefan Metzger, der Projektleiter vom Fraunhofer-Institut. Neben der fachlichen Expertise unterstützt das INT das Projekt mit spezieller Mess-Infrastruktur, mit der sich Strahlenschäden in elektronischen Bauteilen feststellen lassen.
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| Letzte Änderung: 25. Mai 2012 |