| GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH, Darmstadt |
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Darmstadt, den 08. November 2010Erste Teilchenkollisionen von schweren Ionen am Beschleuniger LHC in Genf – Vorbeschleuniger wurde am GSI entwickelt und gebautExperiment ALICE, an dem GSI maßgeblich beteiligt ist, zeichnet erste Kernreaktionen bei Rekordenergien auf Nach fast einem Jahr Strahlbetrieb mit vergleichsweise leichten Protonen hat der Beschleuniger LHC am Europäischen Forschungszentrum CERN in Genf heute zum ersten Mal schwere Ionen aus Blei beschleunigt und zur Kollision gebracht. Der Vorbeschleuniger für schwere Ionen, ohne den der jetzige Betrieb des LHC nicht möglich wäre, wurde am GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung entwickelt und gebaut. Außerdem ist GSI am Experiment ALICE, einem der vier großen internationalen Experimente am LHC, maßgeblich beteiligt. ALICE ist speziell zur Untersuchung von Reaktionen zwischen schweren Ionen bei hohen Energien gebaut worden und hat heute die ersten Teilchenkollisionen vermessen. Die dabei in einem zentralen Stoß von Atomkernen umgesetzte Energie bedeutet neuer Weltrekord und ist 15-mal höher als die bisherige Bestmarke am Beschleuniger RHIC in Brookhaven, USA. "ALICE ist speziell für Kollisionen von schweren Atomkernen ausgelegt. Mit der Kollision von Bleiatomkernen wollen wir für winzige Augenblicke den extrem heißen und dichten Plasmazustand der Materie aus Quarks und Gluonen wieder herstellen, wie er in den ersten Sekundenbruchteilen nach dem Urknall existiert hat", erklärt Professor Peter Braun-Munzinger, Direktor des ExtreMe Matter Instituts EMMI am GSI Helmholtzzentrum. "Die Messungen werden uns einen neuen und einzigartigen Zugang zu bislang unerforschten Gebieten in der Physik liefern." ![]() Download des Bildmaterials: 300dpi72dpi Bild: M. Brice, CERN Blick auf das Experiment ALICE am Forschungszentrum CERN in Genf. ![]() Download des Bildmaterials: 300dpi72dpi Bild: ALICE-Kollaboration Darstellung einer von ALICE gemessenen Teilchenkollision von Bleiatomkernen am LHC vom 8. November 2010. Zu sehen ist eine gedrehte dreidimensionale Darstellung der Messung (gelbe Spuren: Zeitprojektionskammer TPC, weiße Spuren: Inner-Tracking-System ITS). Die Zeitprojektionskammer hat einen Durchmesser von 5 Metern und eine Länge von 5 Metern.
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| Letzte Änderung: 25. Mai 2012 |