GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH, Darmstadt
   


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Realisation


Partner

FAIR entsteht in Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnern. Der Projektvorschlag für ein "internationales Beschleunigerzentrum für FAIR Mash New die Forschung mit Ionen- und Antiprotonenstrahlen" wurde in enger Zusammenarbeit mit den Nutzern des GSI ausgearbeitet und verschiedenen nationalen und internationalen Komitees, unter anderem dem Wissenschaftsrat der Bundesregierung, zur Begutachtung vorgelegt. Im Februar 2003 gab die Bundesregierung grünes Licht für die Pläne des GSI und eine Finanzierungszusage für bis zu 75% der Kosten für die Errichtung von FAIR. Die 16 internationalen Partnern stellen die Finanzierung sicher. Die neue Anlage FAIR (Facility for Antiproton and Ion Research) wird als internationales Forschungszentrum organisiert.

Bau

FAIR entsteht östlich der bestehenden GSI-Anlage. Die geographische Anordnung der geplanten Anlage ist dadurch vorgegeben, dass sie die existierenden Beschleuniger als Injektor nutzt. Die bauliche Realisation orientiert sich außerdem an Erfordernissen des Strahlenschutzes sowie der gebotenen Kostenoptimierung für die Gebäude und technischen Einrichtungen. Daraus ergibt sich folgendes Baukonzept: Der große Doppelring mit einem Umfang von knapp 1100 Metern liegt in einer maximalen Tiefe von 17 Meter in einem Ringtunnel. Der Wald bleibt somit im Bereich des Doppelrings weitgehend erhalten. Alle übrigen Gebäude werden südlich des großen Ringtunnels angeordnet. Wegen der großen Flächen ist hier eine oberirdische Realisation die günstigere Lösung. Für die Errichtung der oberirdischen Gebäude müssen etwa 20 ha Wald gerodet werden, wofür Kompensationsmaßnahmen bereits festgelegt wurden.

Sicherheit

Umwelt- und Sicherheitsaspekte haben sowohl beim Betrieb der existierenden GSI-Beschleuniger wie auch bei der Planung von FAIR allerhöchste Priorität. Sämtliche Planungen werden von Sicherheitsexperten bei GSI erarbeitet und von unabhängigen Gutachtern überprüft.

Während des Betriebes eines Beschleunigers entsteht Strahlung, die den Aufenthalt im Beschleunigertunnel und an den Experimentierplätzen verbietet. Durch Abschirmmaßnahmen wird verhindert, dass die Strahlung nach außen dringt.

Kann bei einer Betriebsstörung an der neuen Beschleunigeranlage etwas Unkontrolliertes passieren? Nein, denn der Beschleuniger kann jederzeit abgeschaltet werden. Ein Beschleuniger enthält keine radioaktiven Brennstoffe und es laufen keine Kettenreaktionen ab. Von der neuen Anlage werden daher ebenso wie von den existierenden GSI-Beschleunigern keine Gefährdungen für die Umwelt ausgehen.

Letzte Änderung: 23. Aug. 2011 von pomplun