| GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH, Darmstadt |
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Darmstadt, den 24. November 2005 China und Indien beteiligen sich am Beschleunigerzentrum FAIR
Die Forschungsministerien der Länder China und Indien haben eine Absichtserklärung unterzeichnet, in der sie bekräftigen, in konkrete
Verhandlungen über die Realisierung von FAIR einzutreten. Sie schließen sich damit den zehn Ländern an, die diese Erklärung Anfang
dieses Jahres unterzeichnet haben.
Insgesamt wollen nunmehr zwölf Länder gemeinsam die Anlage FAIR an der GSI in Darmstadt realisieren: China, Deutschland, Finnland,
Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Indien, Italien, Polen, Russland, Schweden und Spanien.
Mit der Absichtserklärung, dem "Memorandum of Understanding", haben sich die Unterzeichner-Länder im Wesentlichen zwei Ziele gesetzt:
Zum einen eine Organisations- und Finanzierungsstruktur zur Durchführung des Projekts zu entwickeln. Zum anderen einen detaillierten
Zeit- und Kostenplan für die technische Realisierung zu erarbeiten.
Für die Realisierung von FAIR sollen mindestens 25 Prozent der benötigten Finanzmittel aus dem Ausland beigesteuert werden. An
diese Auflage war die Förderzusage des Bundesministeriums für Bildung und Forschung für das FAIR-Vorhaben im Februar 2003 geknüpft.
Im Laufe des nächsten Jahres sollen die vertraglichen Vereinbarungen über Art und Umfang der Beteiligung der Partnerländer geschlossen
werden.
Mit Universitäten und Forschungszentren in China und Indien pflegt die GSI seit Jahrzehnten eine intensive Zusammenarbeit in der
Forschung mit Ionenstrahlen. Bereits in den 1980er Jahren absolvierten die ersten chinesischen und indischen Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler Forschungsaufenthalte an der GSI. Seitdem bestehen enge Kooperationen mit beiden Ländern. Am Institute of Modern
Physics (IMP) in Lanzhou / China wurde mit Unterstützung der GSI eine Beschleunigeranlage gebaut, die zurzeit in Betrieb genommen
wird.
Die Beteiligung von China und Indien an FAIR ist eine konsequente Weiterführung der langjährigen Zusammenarbeit mit der GSI. Die
Beteiligung der beiden Länder dokumentiert die über Europa hinausgehende internationale Ausstrahlung des Vorhabens.
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| Letzte Änderung: 8. Dez. 2005 von carola |