Darmstadt, den 15. Februar 2006
Hessischer Ministerpräsident Roland Koch bekräftigt Unterstützung des Landes Hessen für das neue Beschleunigerzentrum
FAIR an der GSI
Der Hessische Ministerpräsident, Roland Koch, besuchte am Mittwoch, den 15. Februar die GSI. Der Ministerpräsident informierte sich
über die Forschungsarbeiten an der GSI und über das geplante neue Beschleunigerzentrum FAIR. Er bekräftige die Unterstützung des Landes
Hessen für FAIR. Hessen wird 10 Prozent der Errichtungskosten für FAIR übernehmen.
Zum Besuchsprogramm gehörte auch die Besichtigung des Behandlungsplatzes zur Krebstherapie mit Ionenstrahlen, die an der GSI
entwickelt wurde und seit einigen Jahren erfolgreich eingesetzt wird. Für diese neue Form der Krebstherapie hat die GSI inzwischen
eine maßgeschneiderte Beschleunigeranlage für den klinischen Routinebetrieb entwickelt. Die Rhön-Klinikum AG, seit kurzem Betreiber
des Universitätsklinikums Gießen und Marburg, wird bis 2012 die erste derartige Anlage in Hessen und eine der ersten weltweit
errichten.

Hessischer Ministerpräsident Roland Koch (2.v.l.) auf seinem Besuch der GSI mit (v.l.n.r.) Thomas Haberer
(Technischer Projektleiter der Krebstherapie mit Ionenstrahlen an der GSI), Rafael Reißer (MdL), Walter Henning
(Wissenschaftlicher Geschäftsführer der GSI) und Alexander Kurz (Kaufmännischer Geschäftsführer der GSI) (Foto: G. Otto)
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FAIR - Facility for Antiproton and Ion Research
FAIR ist ein Beschleunigerkomplex, dessen Herzstück ein großer Doppelringbeschleuniger mit 1100 Metern Umfang ist. An diesen schließt sich ein komplexes System von Speicherringen und Experimentierstationen an. Die bereits existierenden GSI-Beschleuniger dienen dabei als Vorbeschleuniger. FAIR wird Ionen- und Antiprotonenstrahlen in bisher unerreichter Intensität und Qualität liefern. Damit werden neue Experimente möglich, die unser Verständnis von der Entwicklung des Universums und dem Aufbau der Materie weiter voranbringen. Die Kosten zur Errichtung von FAIR betragen etwa eine Milliarde Euro. FAIR wird rund 2.500 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus dem In- und Ausland einzigartige Forschungsmöglichkeiten bieten.
Gesellschaft für Schwerionenforschung Planckstr. 1 64291 Darmstadt Öffentlichkeitsarbeit Kontakt: Dr. Ingo Peter Tel: 06159-71-2598 Fax: 06159-71-2991 Email: presse@gsi.de
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