Richtfest der "Testing-Halle" mit Staatssekretär im BMBF Andreas Storm und der Hessischen Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann
Mit Grußworten des Staatssekretärs im Bundesforschungsministerium Andreas Storm und der Hessischen Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann wurde am Donnerstag, dem 3. September, bei GSI das Richtfest einer neuen Werkhalle für das zukünftige Beschleunigerzentrum FAIR gefeiert. In der so genannten "Testing-Halle" sind Entwicklung, Vormontage und Komponententests für FAIR geplant. Sie hat eine Grundfläche von 35 m x 75 m. Die Investitionskosten betragen knapp 9 Millionen Euro. Der Bau wird mit 7,4 Millionen Euro gefördert, davon 75 Prozent aus dem Konjunkturpaket II des Bundes und 25 Prozent vom Land Hessen. Die Inbetriebnahme der "Testing-Halle" ist für Ende 2010 geplant.
In der neuen Halle
werden verschiedene Teststände für FAIR aufgebaut, daher der Name
"Testing-Halle". Vorgesehen sind zum Beispiel Teststände für
Hochfrequenz-Komponenten, mit denen Ionen in der Beschleunigeranlage
beschleunigt werden. Auch spezielle Elektro-Magnete werden in eigenen
Testständen Funktionsprüfungen unterzogen. Diese Magnete funktionieren
wie Weichen, mit denen die Ionenstrahlen in die Beschleunigerringe von
FAIR eingespeist und nach der Beschleunigung wieder ausgelenkt werden.
Die
Testing-Halle bietet darüber hinaus Platz für die Vor- und Endmontage
von Vakuumkomponenten für die Beschleunigeranlagen. Weil die Teilchen
sich während des gesamten Beschleunigungsvorgangs im Vakuum befinden,
spielt Vakuumtechnik eine zentrale Rolle.
Außerdem werden in dem
Gebäude modernste Hochtechnologie-Labors für die Entwicklung und den
Bau von Detektoren eingerichtet. Detektoren heißen die Messgeräte, mit
denen die Teilchenreaktionen an der Beschleunigeranlage untersucht
werden. In Reinräumen werden für FAIR verschiedene hochempfindliche
Detektortypen entwickelt: Gasdetektoren, Halbleiterdetektoren und
Diamantdetektoren. Darüber hinaus werden hier neuartige Mikro-Chips
entwickelt und erprobt, um die enormen Datenmengen, die an den
FAIR-Experimenten zu erwarten sind, in extrem kurzer Zeit aus den
Messgeräten auszulesen und weiterzuverarbeiten.
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