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Präzise Erkenntnisse aus kalten Ionen

Hochgeladene und gekühlte Ionenstrahlen, die in Speicherringen umlaufen, haben der Atomphysik neue experimentelle Felder mit bis dahin kaum vorstellbaren Perspektiven erschlossen. Bislang nicht zugängliche Untersuchungsobjekte wie wasserstoffähnliches Uran ermöglichen neuartige Präzisionsexperimente für den Test fundamentaler Theorien. Darüber hinaus liefern sie wichtige spektroskopische Daten für die Astrophysik.

Die experimentelle Untersuchung und theoretische Erklärung der Spektrallinien von einfachen Atomen, die nur ein oder zwei Elektronen haben, bescherten der Physik zu Beginn dieses Jahrhunderts einen Quantensprung, nicht nur den von Niels Bohr bei der Aufstellung des ersten Atommodells postulierten, sondern auch einen Quantensprung im Sinne eines stufenartigen Fortschritts bei der Weiterentwicklung unseres naturwissenschaftlichen Weltbildes insgesamt. Die immer deutlicher werdenden und immer tiefer verstandenen Gesetzmäßigkeiten des Spektrums des Wasserstoffatoms führten zu dem faszinierenden Gedankengebäude der Quantenmechanik. Ohne diese wäre die Entwicklung der Basistechnologien unserer Zeit - Mikroelektronik und Laser - kaum denkbar gewesen.

Dabei haben sich Experiment und Theorie ständig gegenseitig herausgefordert und angetrieben. Nachdem Paul Dirac in einer scheinbar endgültigen Theorie für das Wasserstoffatom die Quantenmechanik einerseits und die spezielle Relativitätstheorie andererseits miteinander hatte vereinigen können, gelang es durch immer präzisere experimentelle Techniken, eine winzige, in Diracs Modell nicht enthaltene Verschiebung im Wasserstoffspektrum aufzuspüren: die nach ihrem Entdecker Willis Lamb benannte Lamb-Verschiebung.

Aus dieser experimentellen Beobachtung entwickelte sich die Quantenelektrodynamik, die heute als die zentrale Theorie der Atomphysik gilt. Sie ist darüber hinaus die am genauesten überprüfte und am besten bestätigte Theorie der gesamten Physik. Allerdings konnte sie bisher nur an wasserstoffähnlichen Atomen mit relativ niedriger Kernladungszahl Z - mit Z kleiner als 15 - überprüft werden.



Einfache Atome testen komplizierte Theorien
Da andererseits die Effekte der Quantenelektrodynamik sehr stark mit der Kernladungszahl anwachsen sollten, etwa proportional zu Z4, war es stets ein großer Wunsch der Physiker, Atome mit möglichst großem Z und möglichst wenigen Elektronen in Präzisionsexperimenten studieren zu können. Ziel solcher Untersuchungen ist die exakte Bestimmung der Bindungsenergien eines Elektrons in einem Z-fach geladenen Atom, also die Wiederholung der früheren Pionierexperimente am Wasserstoffatom, doch nun an schweren wasserstoffähnlichen Ionen. Die Ergebnisse solcher Experimente können dann mit den Vorhersagen der Quantenelektrodynamik verglichen werden - und diese Theorie bestätigen oder sie als falsch beziehungsweise unvollständig entlarven.

Neben diesem fundamentalen Aspekt gibt es auch eine starke astrophysikalische Motivation zur Untersuchung hochgeladener schwerer Atome: Hochionisierte Atome bilden, zusammen mit Elektronen und Neutronen, die Materie heißer Sternplasmen. In solcher Sternmaterie entstanden - und entstehen heute noch - bei Temperaturen von einigen 100 Millionen Grad alle schweren Elemente jenseits des Eisens, die im Universum vorhanden sind. Häufigkeit und Geschwindigkeit dieser Synthese hängen erheblich von der Zahl der gebundenen Elektronen ab, also vom Ladungszustand des Atoms. Daher war es stets der Wunsch der Astrophysiker, Sternmaterie in einem irdischen Laboratorium zu studieren.

Erst in jüngster Zeit konnte man diesem Ziel dank großer beschleunigertechnischer und instrumenteller Fortschritte näher kommen. So gelang es bei der GSI erstmals, für alle Elemente bis hin zum Uran »nackte« Ionen zu erzeugen, also Atomkerne, die vollständig ihrer Elektronenhülle beraubt sind. Außer bei der GSI ist dies gegenwärtig nur noch am amerikanischen Livermore-Laboratorium möglich, wo man die hochgeladenen Ionen über ein anderes Verfahren in einer Elektronenstrahl-Ionenfalle erzeugt. In Darmstadt bestehen diese experimentellen Möglichkeiten seit vier Jahren, und in dieser kurzen Zeit wurden bereits Ergebnisse erzielt, die die an die Anlage geknüpften hohen Erwartungen weit übertroffen haben. Möglich wurde dies vor allem durch den Einbau eines Strahlkühlers, der den Ionen eine nahezu einheitliche Umlaufgeschwindigkeit verleiht.



Elektronen als »Kühlmittel« für schwere Ionen
Elektronenkühler
Der Elektronenkühler am Experimentier-Speicherring ESR. Die Elektronen kommen von rechts oben, werden in die Horizontale umgelenkt und begleiten nun in dem etwa zwei Meter langen waagerechten Rohrabschnitt (das glatte gelbe Rohr in der Bildmitte) den von rechts kommenden Ionenstrahl. Durch Energieaustausch kühlen die Elektronen den Ionenstrahl und verlassen die Ionenbahn links hinten wieder nach oben.
Die hochgeladenen Ionen sind noch nicht sehr energiescharf, wenn sie in den Speicherring ESR eingeschossen werden, das heißt, sie haben noch nicht exakt die gleichen Geschwindigkeiten. Um ihnen nun eine einheitliche »Sollgeschwindigkeit« aufzuprägen, benutzt man eine Methode, die vor 30 Jahren in Nowosibirsk entwickelt wurde und sich inzwischen an allen Speicherringen der Erde bewährt hat, die Elektronenkühlung. Dabei wird dem Ionenstrahl auf einer Strecke von etwa zwei Metern ein paralleler Strahl von Elektronen mit wohldefinierter Geschwindigkeit überlagert.

Jedes im Speicherring zirkulierende Ion tauscht dann mehr als millionenmal pro Sekunde seine Energie mit dem Elektronenstrahl aus und erhält so in Bruchteilen einer Sekunde exakt die Geschwindigkeit des Elektronenstrahls. Gleichzeitig verringert sich der Durchmesser des Ionenstrahls auf wenige Millimeter, und seine Divergenz wird drastisch reduziert. Im Bezugssystem des Ionenstrahls entspricht dieser Vorgang einer Verringerung der ungeordneten Bewegungen der einzelnen Strahlpartikel, die sich formal durch eine erniedrigte Strahltemperatur beschreiben läßt. Aus diesem Grund spricht man von einer Kühlung der Ionen durch den Elektronenstrahl. Als Ergebnis dieser Kühlung kreist im Ultrahochvakuum des Speicherrings für viele Minuten bis Stunden ein energiescharfer brillanter Ionenstrahl.

Diese hochgeladenen Ionen können nun Elektronen einfangen, beispielsweise aus dem Elektronenstrahl, und damit ihre bisher freien Zustände besetzen. Beim Übergang eines derart eingefan-genen Elektrons in tieferliegende Zustände - bis hinunter zum Grundzustand - werden Röntgenstrahlen ausgesandt, und eine genaue Messung der Energien dieser Röntgenquanten liefert präzise Informationen über die Bindungsenergien eines Elektrons in dem betreffenden Atom. Damit wird die frühere Spektroskopie am Wasserstoff nun an schweren wasserstoffähnlichen Atomen wiederholbar, aber mit dem Unterschied, daß die Beiträge der Quantenelektrodynamik wegen der höheren Kernladungszahlen jetzt ungleich deutlicher zutage treten. Zum Beispiel beträgt dieLamb-Verschiebung des Grundzustands beim wasserstoffähnlichen Uran etwa 450 eV - verglichen mit nur 0,000032 eV beim Wasserstoffatom.

Röntgenlinien
Röntgenübergänge in den Grundzustand von wasserstoffähnlichem Uran. Aufgrund der Relativbewegungen der im ESR umlaufenden Uran-Ionen sind die beobachteten Röntgenlinien zu höheren Energien verschoben.
Die Messung der Röntgenstrahlung nach dem Elektroneneinfang erlaubt eine sehr präzise Bestimmung der Energien der einzelnen Elektronenniveaus.

So konnte beispielsweise die Bindungsenergie des Elektrons im Grundzustand von wasserstoffähnlichem Uran mit einer zuvor unerreichten relativen Genauigkeit von 10-4 bestimmt werden. Das entspricht 16 eV auf 132000 eV. Allerdings reicht dies für einen kritischen Test der gegenwärtigen theoretischen Vorhersagen der Quantenelektrodynamik noch nicht aus. Die Vorhersagen sind nämlich derzeit noch um etwa eine Größenordnung - eine Zehnerpotenz - genauer. Es besteht aber die begründete Hoffnung, diese für einen kritischen Test der Theorie erforderliche Präzision in den kommenden Jahren mit Hilfe von besseren Detektoren und ausgereifteren Nachweismethoden erreichen zu können.

Faszinierende Möglichkeiten zur Präzisions-Spektroskopie an wasserstoffähnlichen schweren Ionen eröffnet auch die Überlagerung des Ionenstrahls mit einem eingespiegelten Laserstrahl. Sobald ein Ion ein Lichtquant von passender Energie »entdeckt« - einer Energie, die exakt einer seiner möglichen Anregungsenergien entspricht -, kann es dieses Quant absorbieren und dadurch in den angeregten Zustand »springen«. Ein ganz wesentlicher Punkt ist hierbei, daß die im Labor gemessene Energie des Laser-Photons im System des schnell bewegten Ions gemäß der von der speziellen Relativitätstheorie geforderten Transformation verschoben erscheint. Somit läßt sich durch eine simple Änderung der Geschwindigkeit des Ionenstrahls die erforderliche Energie des Lichtquants »durchstimmen« - eine äußerst vielseitige und präzise experimentelle Methode zur Bestimmung von Resonanzenergien.

Laserhütte
Von der »Laserhütte« wird der Laserstrahl über Spiegel in den Experimentier-Speicherring gelenkt und dort mit dem Schwerionenstrahl zur Überlappung gebracht. (Im Bild wurde der Strahlverlauf nachgezeichnet.)
Damit gelang es, die Hyperfeinaufspaltung des Grundzustandes von wasserstoffähnlichem Wismut zu messen, dessen Ursache die Wechselwirkung des gebundenen Elektrons mit dem magnetischen Moment des Atomkerns ist. Im neutralen Wasserstoff entspricht diese Aufspaltung einer Wellenlänge von 21 cm. Diese 21-cm-Linie ist eine der wichtigsten Spektrallinien der Atomphysik überhaupt. Unser Wissen über die Verteilung und die Geschwindigkeit des bei weitem häufigsten Elements im Universum, des Wasserstoffs, stammt zu einem Großteil aus der Analyse der 21-cm-Linie.

Außer für Wasserstoff und Helium konnte die Hyperfeinaufspaltung noch für kein einziges weiteres Ein-Elektronen-System gemessen werden. Das erfolgreiche Wismut-Experiment war daher, in der Tat, ein »Quantensprung« der Experimentierkunst. Die Genauigkeit von 10-4, mit der das Fluoreszenzlicht-Signal als Funktion der Laserenergie (beziehungsweise der Strahlgeschwindigkeit) gemessen wurde, erlaubte es, sowohl kernphysikalische Parameter wie die Verteilung von Ladung und Strömen im Wismutkern als auch Effekte der Quantenelektrodynamik zu untersuchen. Um beide Anteile sauber voneinander zu trennen, sind weitere Messungen der Hyperfeinaufspaltung an den Nachbarnukliden des Wismut geplant. Diese können, wie im Kapitel »Struktur der Atomkerne« beschrieben, am Fragmentseparator als exotische Strahlen erzeugt werden. Damit lassen sich erstmals die Beiträge der magnetischen Wechselwirkung zur Quantenelektrodynamik messen.



Nackte Ionen leben manchmal kürzer
Seit hochgeladene Ionen für viele Stunden ohne wesentliche Verluste in Schwerionen-Speicherringen zirkulieren können, lassen sich auch einige andere Prozesse, die in heißen Sternplasmen ablaufen, in einem irdischen Laboratorium studieren. So konnte am ESR eine vor mehr als 40 Jahren vorhergesagte besondere Form des radioaktiven Beta-Zerfalls, der sogenannte gebundene Beta-Zerfall, zum ersten Mal beobachtet und vermessen werden. Dabei wird das im Beta-Zerfall erzeugte Elektron nicht wie im normalen Beta-Zerfall als freies Teilchen emittiert, sondern von einem unbesetzten Zustand des selben Atoms gleich wieder eingefangen. Für neutrale Atome, die auf der Erde den Normalzustand der Materie bilden, hat dieser gebundene Beta-Zerfall nur geringe Bedeutung, denn die Plätze in den diskreten Energieschalen sind in neutralen Atomen alle besetzt. In der Sternmaterie, wenn die Atome ihre Hüllenelektronen ganz oder teilweise verloren haben, kann der gebundene Beta-Zerfall hingegen ein wichtiger - oder sogar der einzige - Zerfallsprozeß sein.

Ein besonders interessanter Fall ist gegeben, wenn das Elektron mit der ihm zur Verfügung stehenden Zerfallsenergie nicht mehr das Atom verlassen kann. Dann ist für das neutrale Atom ein Beta-Zerfall nicht möglich, es bleibt stabil. Für das ionisierte oder gar nackte Atom hingegen ist ein gebundener Beta-Zerfall erlaubt - und es zerfällt. Auf diese Art können nackte Atome ein wesentlich kürzeres Leben als mit Elektronen »bekleidete« Atome haben. Genau dies ist der Fall für das Nuklid Dysprosium mit der Massenzahl A = 163 und der Ordnungszahl Z = 66.

Dysprosium-Atom
Ein neutrales Dysprosium-Atom mit vollbesetzten Elektronenschalen (linke Bildhälfte) ist stabil, ein hochionisiertes mit unbesetzten Elektronenzuständen (rechte Bildhälfte) kann dagegen zerfallen. Die Buchstaben K, L und M bezeichnen die Elektronenschalen.
Dieses Isotop wurde am Experimentier-Speicherring ESR benutzt, um den gebundenen Beta-Zerfall erstmals nachzuweisen und die dazugehörige Halbwertzeit zu bestimmen.



Rätselhafte Linien bei schwersten Stoßsystemen
Schwerionen-Atomphysik findet in Darmstadt selbstverständlich nicht nur am neuen Speicherring ESR statt. Auch am »alten« UNILAC gab und gibt es ein breites Spektrum von Experimenten. So wurden bereits vor einem Jahrzehnt in zwei unabhängigen Experimenten schmale Elektron-Positron-Linien mit Summenenergien im Bereich von 500 bis 800 keV in schwersten Stoßsystemen wie Uran auf Tantal und Uran auf Thorium bei Einschußenergien an der Coulombbarriere beobachtet. Bekannten Prozessen konnten diese Linien bislang nicht zugeordnet werden. Spektakuläre Ansätze, sie als Zerfallssignal noch unbekannter Teilchen zu erklären, ließen sich ebensowenig erhärten. Nach erheblichen apparativen Verbesserungen wird nun in schwierigen und strahlzeitintensiven Experimenten versucht, eine ausreichende systematische Datenbasis zu erarbeiten, die es erlaubt, den Ursprung der beobachteten Strukturen zu klären.

Andere UNILAC-Experimente haben Aufschluß über statische Eigenschaften der Atome wie ihre Bindungsenergien oder über dynamische Eigenschaften wie Ionisation oder Elektron-Elektron-Korrelationen gegeben. Als eine neue, besonders zukunftsträchtige experimentelle Methode erwies sich in jüngster Zeit die Rückstoßionen-Impulsspektroskopie. Die im Stoß erzeugten Ionen und die durch Ionisation freigesetzten Elektronen werden durch elektrische und magnetische Felder aus der Wechselwirkungszone extrahiert und orts- und energieempfindlichen Zählern zugeführt. So lassen sich Kinematik und Energieübertrag einer atomaren Reaktion vollständig und mit hoher Auflösung bestimmen. Diese Methode soll jetzt auch am Speicherring angewandt werden und dort die spektroskopischen Möglichkeiten deutlich erweitern.

Auch eine andere altbekannte Methode der Spektroskopie hat am ESR zu eindrucksvollen Ergebnissen geführt: In einem hochgeladenen Atom kann ein freies Elektron »resonant« eingefangen werden, wenn die beim Einfang frei werdende Energie gerade der Anregungsenergie für ein gebundenes Elektron entspricht. Diese dielektronische Resonanz-Rekombination läßt sich im Speicherring durch ein wohldefiniertes schnelles »Verstimmen« der Energie der Kühlerelektronen gegenüber der der Ionen auslösen. Damit werden dann in einem hochgeladenen Atom gezielt bestimmte angeregte Zustände erzeugt. Am ESR wurden mit dieser Methode die Bindungsenergien von lithiumähnlichen Goldatomen, also Kernen von Goldatomen mit nur drei gebundenen Elektronen, mit einer Genauigkeit von etwa 1 eV bestimmt. Wenn es gelingt, die Qualität des gekühlten Ionenstrahls noch weiter zu verbessern, dürfte sich auch dieser Wert noch deutlich unterbieten lassen.

Hochgeladene Ionen in Speicher-Kühlerringen und Ionenfallen haben der Atomphysik neue experimentelle Felder erschlossen. Mit neuen Untersuchungsobjekten konnten neuartige Experimente mit einmaliger Präzision durchgeführt werden. Doch wurde bisher nur ein Teil des weitaus größeren Potentials ausgeschöpft. Zu dessen weiterer Erschließung müssen noch bessere experimentelle Methoden und Techniken entwickelt werden. Wenn dies gelingt, wird man mit Fug und Recht behaupten können, daß die in der Schwerionenforschung eingesetzten Speicherringe - und hier nicht zuletzt der ESR in Darmstadt - für die Atomphysik einen Quantensprung bewirkt haben.
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Haben Sie Kommentare oder Vorschläge zu dieser Seite, wenden Sie sich an webmastergsi.de Letzte Änderung: 11. Nov. 2010 von C.Bisignano
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