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Verein zur Förderung der
Tumortherapie mit schweren Ionen e.V.


Aktivitäten


Schwerionentherapie

Der Verein zur Förderung der Tumortherapie mit schweren Ionen wurde 1997 gegründet und widmet sich seitdem der Verbreitung von Informationen über die Technik und den Einsatz dieser neuartigen Therapieform zur Bekämpfung von Tumoren. Die Behandlung beschränkt sich bisher noch auf unheilbare, nicht operable und auf Röntgenstrahlung resistente Tumore. Diese Behandlungsform wurde an der Gesellschaft für Schwerionenforschung in Darmstadt, einer von Bund und Land Hessen getragenen Forschungseinrichtung, entwickelt und zur technischen Reife gebracht. Die beteiligten Wissenschaftler wurden bereits mit einer Vielzahl von Preisen für ihre herausragenden Leistungen ausgezeichnet.


Stipendiaten

Da es sich bei der Schwerionentherapie um eine sehr innovative, neue Technologieform handelt, ist der Förderverein vor allem um die Ausbildung junger Bio- und Medizinphysiker, aber auch von Technikern und Ingenieuren bemüht, die künftig in den zur Zeit geplanten Anlagen arbeiten können. Da nach der Inbetriebnahme der Heidelberger Anlage die Nachfrage nach weiteren derartigen Therapie-Einheiten sprunghaft zunehmen wird - zur Zeit sind 3 Anlagen in Deutschland geplant, weitere werden im Ausland entstehen - ist es entscheidend, dass diese auch mit höchstqualifiziertem Personal betrieben werden können. So arbeiten beispielsweise am Therapieprojekt CNAO in Pavia/Italien Wissenschaftler und Ingenieure der GSI mit.

In den vergangenen Jahren hat der Förderverein wiederholt Stipendiaten in die GSI eingeladen, um sich in kürzeren Aufenthalten sowohl mit der Technik als auch mit den wissenschaftlichen Grundlagen der Tumortherapie mit schweren Ionen vertraut zu machen. Im Durchschnitt werden pro Jahr 2-3 Stipendiaten eingeladen.

Im Jahr 2011 unterstützt der Förderverein wiederum ein Stipendium im Rahmen einer Masterarbeit über den Einfluss von Ionenstrahlung auf Herzzellen an der Fachhochschule Aschaffenburg in Zusammenarbeit mit der Abteilung Biophysik der GSI. Der nachstehende Artikel beschreibt Inhalt und Ziel der Forschungsarbeiten, die deshalb so wichtig sind, weil es bisher fast keine Ergebnisse auf diesem Gebiet gibt.
[PDF] Untersuchung kardiovaskulärer Effekte von Röntgen- und Ionenstrahlen


Christoph-Schmelzer-Preis

Auch der Christoph-Schmelzer-Preis, den der Förderverein jährlich alternierend für eine hervorragende Diplom- oder Promotionsarbeit auf dem Gebiet der Tumortherapie mit Ionenstrahlen vergibt, soll jungen Wissenschaftlern/innen einen Anreiz bieten, in diesem interessanten Technologiefeld zu arbeiten. Der Preis ist nach dem ersten Wissenschaftlichen Direktor und Gründer der Gesellschaft für Schwerionenforschung benannt. Dieser Preis, auf den in geeigneter Form in wissenschaftlichen Publikationsorganen aber auch in direkter Ansprache von einschlägigen Lehrstühlen im In- und Ausland hingewiesen wird, hat das Ziel, herausragende Promotions- und Diplomarbeiten zu honorieren.


Ärztefortbildung

Ein weiteres wichtiges Ziel des Fördervereins ist die Information von Ärzten vor allem Röntgenologen, im Rahmen von regelmässig stattfindenden Fortbildungsveranstaltungen. Für Informationen zur Behandlung an der Heidelberger Ionentherapie-Anlage wenden Sie sich bitte an die Radiologische Universitätsklinik Heidelberg, (www.klinikum.uni-heidelberg.de bzw. www.hit-heidelberg.com).


Themenhefte

Um die interessierte Öffentlichkeit über die Möglichkeiten dieser Therapieform zu informieren, hat der Förderverein - vollständig aus zusätzlich eingeworbenen Spendenmitteln - ein Themenheft erstellt, das sowohl in deutscher, englischer und polnischer Sprache verfügbar ist. Dieses kann auf der Seite des Tumorvereins heruntergeladen werden.

Darüber hinaus ist und wird über die Therapie mit schweren Ionen ausführlich in den Medien berichtet. Zahlreiche Berichte sind im Fernsehen, Rundfunk und in der Presse erschienen. Daneben berichten natürlich die Wissenschaftler auf den einschägigen wissenschaftlichen Veranstaltungen über die erreichten Fortschritte und publizieren die Ergebnisse in Fachjournalen.


Gemeinnützigkeit des Vereins

Der als gemeinnützig anerkannte Förderverein arbeitet komplett ehrenamtlich, d.h. es entstehen keine Verwaltungskosten. Alle Mitgliedsbeiträge und Spenden werden voll dem Vereinszweck zugewandt. Der Förderverein ist berechtigt für Spenden förmliche Spendenbescheinigungen auszustellen.

Der Förderverein hat auch die Berechtigung durch die meisten Landesjustizministerien, dass ihm in Bußgeldverfahren Bußgelder für Forschungszwecke zur Verfügung gestellt werden können.


Bericht über die Rechnungslegung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010

Verein zur Förderung

der Tumortherapie mit

schweren Ionen e. V.

Darmstadt

                                        Jahresbericht 2010


Der "Verein zur Förderung der Tumortherapie mit schweren Ionen e. V." wurde am 25. November 1997 gegründet

und mit gleichem Datum beim Amtsgericht Darmstadt zur Eintragung in das Vereinsregister angemeldet.


Die Eintragung im Vereinsregister erfolgte am 15. Januar 1998 unter der Nummer VR 2778.


Vorsitzender des Vereins seit der Gründung war Herr Dr. Dr. h. c. Thomas Niewodniczanski, Bitburg. Am 12. 12. 2000 wurde Herr Stephan von der Heyde zum Vorsitzenden  gewählt. Seine Wiederwahl erfolgte in der Mitgliederversammlung vom15. 12. 2003 für weitere drei Jahre. Ende 2006 stand turnusgemäß die komplette Neuwahl des Vorstands für eine weitere Amtsperiode von 3 Jahren an. In der Mitgliederversammlung am 18. 12. 2006 wurde der Vorstand mit Herrn Dr. Helmut Zeitträger, Darmstadt, als Vorsitzenden für 3 Jahre neu gewählt. In der

Mitgliederversammlung vom 8. Dezember 2009 erfolgte eine Neuwahl  des Vorstands für den Zeitraum vom 1. 1. 2010 bis 31. 12. 2012.  Da das Amtsgericht Darmstadt-Registergericht- der Blockwahl des Vorstands widersprach und eine Wahl für jedes einzelne Vorstandsmitglied forderte, wurde in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 29. 03. 2010 entsprechend den Vorgaben des Registergerichts die Wahl - mit dem gleichen Ergebnis wie in der Mitgliederversammlung am 08. 12. 2009 - wiederholt. Die Eintragung im Vereinsregister erfolgte am 13. April 2010. Dem Vorstand gehören folgende Personen an:  Dr. Helmut Zeitträger, Vorsitzender;

Dipl.Ing. Reiner Jäger, stv. Vorsitzender; Michael Böddeker, stv. Vorsitzender;Hans-Rüdiger Wiedem, Schatzmeister; Christoph Gooss, Schriftführer.


Gemäß § 7 Absatz 1 der Satzung wird der Verein durch den Vorsitzenden allein oder zwei der anderen Vorstandsmitglieder gemeinsam vertreten.


Der Verein wird beim Finanzamt unter der Steuernummer 07250 84649 geführt.


Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im sinne des Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung (§§ 51 ff AO).


Der Verein wurde mit vorläufigem Freistellungsbescheid des Finanzamts Darmstadt vom 8. März 1998 und vom 14. Oktober 1999 von der Körperschafts-, Gewerbe- und Vermögenssteuer befreit. Mit Bescheid vom 11. September 2003 hat das Finanzamt die weitere Freistellung  für die Kalenderjahre 1999 bis 2001 festgestellt und mit Bescheid vom 25. 01. 2006 die Freistellungsbescheide für die Jahre 1999 bis 2001 für endgültig und für die Jahre 2002 bis 2004 eine weitere Freistellung erklärt. Mit Bescheid vom 13. 10. 2008 hat das Finanzamt Darmstadt für die Jahre 2005 bis 2007 eine weitere Freistellung erteilt. Der Verein ist bereschtigt, für Spenden förmliche Spendenbescheinigungen und für für Mitgliedsbeiträge Zuwendungsbestätigungen nach dem amtlich vorgeschriebenem Vordruck (§50, Abs. 1 EStDV) auszustellen. Eine Mitgliederversammlung fand satzungsgemäß ($6 der Satzung) am 9. Dezember 2010 statt.


Ausblick


Vorrangig verfolgte Ziele des Vereins sind:

  • Erarbeitung von physikalischen und biologischen Erkenntnissen, die für die Strahlentherapie mit geladenen Teilchen notwendig sind.
  • Bau und Betrieb eines Bestrahlungsplatzes mi zugehöriger Strahlführung vom

    Schwerionensynchrotron-Beschleuniger (SIS)

  • Weiterentwicklung tumorkonformer Bestrahlungseinrichtungen
  • Entwicklung und Verbesserung des Rasterscan.Verfahrens der GSI
  • Biophyskalische Messungen
  • Entwurf einer Schwerionen-Therapie-Einheit mit Beschleuniger, geeignet zur Installation an Kliniken
  • Wissenschaftliche Veranstaltungen, Publikationen und Informationen der Fachwelt und der Öffentlichkeit zum Thema Ionentherapie und Ihrer Anwendung
  • Förderung des wirssenschaftlichen Nachwuchses auf dem Gebiet der Ionentherapie

Aktivitäten den Fördervereins


Der Vorstand hat in seiner Sitzung vom 19. Oktober 2010 einstimmig beschlossen, die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH  Co KG, Stuttgart

mit der Rechnungslegung 2010  zu beauftragen.


Nachdem am 2. November 2009 das Heidelberger Ionenstrahl-Therapiezentrum  -HIT- eröffnet wurde,

konnte eine neue Ära der onkologischen Strahlentherapie begonnen werden. Der bei der Gesellschaft

für Schwerionentherapie mbh (GSI) bis 2008 durchgeführte Patientenbetrieb konnte auf eine neue

klinische Grundlage gestellt werden. Der Patientenbetrieb in Heidelberg wurde behutsam und problemfrei für ein

halbes Jahr zunächst nur an einem  Horizontalstrahlplatz aufgenommen. Parallel hierzu wurde  ein zweiter Horizontalstrahlplatz in dieser Zeit auf eine größere Funktionalität ausgerichtet und  in der zweiten Jahreshälfte in Betrieb genommen, während der erste Strahlplatz auf eine neue Version bis zum Jahresende 2010  umgerüstet und mit einem "Gating-System" ausgestattet wurde,  um dann die Patientenbehandlung ab Januar 2011 mit zwei effizienteren Horizontalstrahlplätzen weiterzuführen, was zu einer  erheblichen Steigerung der Patientenzahlen führen wird. So konnten im Jahr 2010 ca. 200 Patienten mit dieser zielgenauen, außerst präzisen und weitgehend nebenwirkungsfreien Methode behandelt werden, vorwiegend mit Kohlenstoffionen, in einigen wenigen Fällen mit Protonen. Geplant sind im Jahr 2011  48 Wochen Patientenstrahlzeit mit 20 wöchentlichen Shifts für die Patientenbehandlung. Die weitere Strahlzeit dient der Inbetriebnahme der Schwerionengantry und Weiterentwicklungen. Der Anlagenstillstand, der ohnehin sehr gering ist, soll weiterhin reduziert werden. die Verfügbarkeit der Anlage ist mit 98 % sehr gut.


Am Heidelberger Universitätsklinikum gibt es eine sehr enge klinische Vernetzung, vor allem nachdem das neue nationale Zentrum für Tumorerkrankungen (NCT), das in direkter Nachbarschaft zur HIT-Anlage steht, eine zentrale Rolle spielen wird. Daneben besteht eine enge Verbindung zur neuen Kinderklinik, der Frauen- und der Hautklinik und der in Planung befindlichen neuen Chirurgie. Dies ist eine einmalige Konstellation in Deutschland und in Europa.


Die Anlage wird kontinuierlich verbessert. So sind an allen beamlines Protonen, Sauerstoffionen und C-12-Ionen über entsprechende Quellen verfügbar. Sauerstoff könnte insbesondere für die Behandlung von besonders strahlenresistenten Tumoren interessant sein. Für einen Helium-4-Strahl wurde eine Quelle installiert.


Erhebliche Anstrengungen wurden in weitergehende Forschungsaktivitäten investiert, vor allem in die Radiobiologie und bewegte Targets, in Strahlcharkterisierung und Streumessungen. Eine Neuentwicklung gibt es für die Feldregulierung und das Synchrotron am HEBT, wodurch  die Bestrahlungszeiten deutlich kürzer werden. Auch Arbeiten zur dynamischen Strahlintensitätsanpassung und zur Energievariation während eine Synchrotronzyklus werden aktuell durchgeführt.


Mit der für Ende 2011 geplanten Inbetriebnahme der Gantry wird eine verbesserte Behandlung bei 20 % Schädelbasistumoren erwartet. Auch Lungentumore und Tumore im Körperstammbereich können besser bestrahlt werden.


Daneben laufen eine größere Zahl von klinischen Studien, die an der HIT-Anlage nun möglich sind, etwa zum primären oder rezidivierenden Glioblastom (Kohlenstoffionen plus Chemotherapie), zu Protonenindikationen, zum Darm- und Leberkrebs sowie einer Studie zum Prostatakrebs. Auch die Behandlung von Kindern mit Protonen unter Anästhesie steht 2011 an. An der HIT-Anlage laufen zudem inzwischen viele unabhängige Forschungsvorhaben.


Die Rhön-Klinikum AG hat mit ca 400 Mio Euro, zu der auch die Partikeltherapie in Marburg zählt, ein gewaltiges Investitionsprogramm in den Universitätskliniken Gießen-Marburg auf den Weg gebracht. Der Bau der Marburger Anlage verlief sehr zügig, von den ersten Erdarbeiten Mitte 2007 bis zum ersten Strahl im Cave dauerte es nur 2,5 Jahre. Die Anlage fokussiert sich auf das, was direkt für die Druchführung der Partikeltherapie notwendig ist. So ist auch das Layout der Behandlungsebene ausgeführt worden. So wird alles inder Vorbereitung (Aufnahme, vor allen Dingen Diagnostik, Ärzltliches Konzile (Tumorboard), Therapiegespräch und Entscheidung) in dem nahegelegenen Uni-Klinikum durchgeführt.


Für 2011 ist vorgesehen, dass die Übergabe der Partikeltherpapie-Anlage von Siemens an die Rhön-Klinikum AG erfolgt.Zunächst sollen zwei Horizontalstrahlplätze, danach der "45-Grad-Strahlplatz"  und danach der dritte Horizontalstrahlplatz übergeben werden. Alle Anlagen wurden gründlich überprüft und entsprechenden Tests unterzogen. Das Messprogramm für die Strahlenschutzmessungen wurde sehr erfolgreich abgeschlossen.


Der Beginn der Patientenbehandlung ist für die zweite Jahreshälfte 2011 geplant. Durch eine "Shuttle-Logistik" in der Anlage, d. h. durch die Vorbereitung der Patienten nicht am Bestrahlungsplatz, kann der Aufenthalt im Bestrahlungsbereich sehr kurz gehalten werden.Dies und weitere geplante technische Verbesserungen sind  geeignet, die angestrebten Patientenzahlen in der Anlage schrittweise zu erreichen.


Die von der Fa. Siemens zur Zeit im Bau befindliche Therapie-Anlage am Universitätsklinikum Kiel soll 2012 eine weitere Anlage in Shanghai im Jahre 2014 den Patientenbetrieb aufnehmen. (Das Verfahren war von der GSI an die Fa. Siemens lizenziert worden)


Eine Therapieanlage des CNAO, Pavia Italien, die unter maßgeblicher Mitwirkung der GSI errichtet wurde war Ende 2010 weitgehend fertiggestellt.


In der Abteilung Biophysik der GSI  wurden die Entwicklungsarbeiten zur Bewegungskorrektur bei der Bestrahlung bewegter Tumorvolumnina zügig, in Zusammenarbeit mit der Fa. Siemens, aber auch mit der HIT-Anlage Heidelberg, fortgeführt.


Der Vorstand hat ferner beschlossen, ab 2011 ein Forschungsprojekt (Finanzierung einer Diplomarbeit) an der Fachhochschule Aschaffenburg, in Zusammenarbeit mit der GSI,  zu fördern, die die Wirkung von Ionenstrahlung auf Herz-Zellen zum Inhalt hat. Der Gruppe in Aschaffenburg ist es gelungen, dicht gepackte Herz-Zellen so anzuregen, dass sie zu schlagen beginnen. Bisher gibt es hierzu keine vernünftige Strahlenbiologie und die Forschungsarbeiten betreffen weitgehend Neuland.


Da neue, innovative Anlagen auch Bedarf an gut aufgebildeten Fachkräften wecken, hat sich der Förderverein vor allem die Ausbildung junger Bio- und Medizinphysiker sowie von Ingenieuren zum Ziel gesetzt, was durch erfolgreiche Stipendienvergaben in den  vergangenen Jahren erfolgte.


Dem Ziel, hervorragende Wissenschaftlerinnnen und Wissenschaftler für diese Forschungsrichtung zu motivierengilt die alljährliche Verleihung des Christoph-Schmelzer-Preises, benannt nach dem Gründungsdirektor der GSI. Der Preis wird, jährlich alternierend-  für die jeweils beste Diplom-oder Promotionsarbeit auf diesem Wissensgebiet  vergeben. Preisträgerinnen des Jahres 2010 waren zu gleichen Teilen Frau Anna Maria Constantinescu MA von der  Technischen Universität Darmstadt und Frau Rebecca Grün von der Fachhochschule Gießen-Friedberg, die am 9. Dezember den Preis für Ihre herausragende Master-bzw. Diplomarbeit erhielten. Beide  Preisträgerinnen lieferten in Ihren Forschungsarbeiten anwendungsorientierte Ansätze, die ein eine verbesserte Behandlung von Betroffenen einfließen können.


Anna Constantinescu beschäftigte sich in ihrer Masterarbeit mit einer Methode, durch die  die Behandlung mit Ionenstrahlen in der Zukunft auch bei Tumoren in beweglichen Körperteilen wie Lunge und Leber möglich werden soll. Rebecca Grün befasste sich in ihrer Diplomarbeit mit der Bestrahlungsplanung und verifizierte das bei aktuellen Behandlungen zugrunde liegende Rechenmodell.


Interessant ist die Tatsache, dass zweidrittel der seit 1998 verliehenen  Preise  an Wissenschaftlerinnen vergeben werden konnten. Die Preisträger kamen zwar vorwiegend aus

Deutschland, aber auch aus vielen europäischen und außereuropäischen Ländern.  


Als Festredner konnte Privatdozent Dr. med. Dipl.Ing. Gerd Straßmann von der Klinik für  Strahlentherapie und Radioonkologie des Universitätsklinikums Gießen-Marburg gewonnen weerden. Er berichtete über den Status und die Perspektiven der Strahlentherapie in Marburg, vor allem im Hinblick auf die künftige Beahndlung von Prostatakrebs.


Zum Therapie-Verfahren mit Ionenstrahalen wurde wieder  ausführlich in den Medien von Fernsehen, Rundfunk und der Presse berichtet, aber auch durch wissenschaftliche Vorträge und Publikationen, auf die sich der Förderverein beziehen kann.


Am 6. Oktober 2010 hat der Förderverein erfolgreich eine Fortbildungveranstaltung des Kreisärzteverbandes Darmstadt mit vielen Teilnehmern in der GSI durchgeführt.


Obwohl der Verein  die Berechtigung durch die zuständigen Landesjustizministerien hatte,dass ihm Bußgelder zugewendet werden konnten, blieb der Erfolg bisher aus. Deshalb hat der Vorstand beschlossen, eine neue Initiative zu ergreifen. Dabei hat sich gezeigt, dass inzwischen das Verfahren in vielen Bundesländern umorganisiert wurde.Aufgrund der neuen Anträge des Fördervereins wurden neue Bewilligungen erteilt wurden. Da auch Informationsmaterial angefordert wurde, hat der Förderverein ein Informationsblatt entworfen, das im Laufe des

Jahres 2011 an die entsprechenden Stellen verteilt werden soll. Auch sollen Staatsanwaltschaften und Strafrichter sollen direkt angesprochen werden.  Für eine Verbesserung der Zuarbeit  hat der Vorstand weiter beschlossen, in 2011 eine wissenschafltiche Hilfskraft -zeitweise- zu beschäftigen.


Der als gemeinnützig anerkannte Verein arbeitet komplett ehrenamtlich, alle Mitgliedsbeiträge und Spenden werden voll dem Vereinszweck zugewandt.


Im Jahr 2010 hat sich die finanzielle Situation des Fördervereins  verbessert, insbesondere durch eine großzügige persönliche Spende eines Vereinsmitglieds und einer Zuwendung der  Sparkasse Darmstadt im Rahmen der Ausschreibung des Ludwig-Metzger-Preises.


Der Haushalt 2010 konnte ausgeglichen gestaltet werden. Der vorsichtig kalkulierte Haushalt für das Jahr 2011 wurde in der Mitgliederversammlung am 9. 12. 2010 mit Ausgaben von zunächst 9878,00  € beschlossen, wobei mit Einnahmen von 14.328,00 € kalkuliert sind. Damit kann der finanzielle Spieleraum für 2011 und die Folgejahre wieder vergrößert werden.


Die Mitgliederversammlung hat in der Sitzung vom 9. 12. 2010 Vorstand und Geschäftsführung des Fördervereins für das Haushaltsjahr entlastet.

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