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Verleihung des Christoph-Schmelzer-Preises 2000
Der Verein zur Förderung der Tumortherapie mit schweren Ionen e.V.
verlieh am 12.12.2000 zum zweiten Mal den Christoph-Schmelzer-Preis für
die beste Promotionsarbeit auf dem Gebiet der Tumortherapie. Der Preis
ist nach dem ersten wissenschaftlichen Geschäftsführer der GSI benannt.
Die Preisträger in diesem Jahr sind
- Frau Dr. Claudia Fournier (re)
- Herr Dr. Marco Pullia (li)
Frau Dr. Fournier hat sich in ihrer Promotionsarbeit an der TU
Darmstadt mit der Wirkung von Ionenstrahlen im Tumor befasst. Der
Erfolg der Tumortherapie mit Ionenstrahlen beruht auf deren hohen
biologischen Wirksamkeit im Tumor und einer niedrigen Wirksamkeit im
normalen Gewebe. Frau Dr. Fournier hat zum ersten Mal gezeigt, dass die
Wirksamkeit der Ionenstrahlen auch für Späteffekte wie Fibrose im
normalen Gewebe gering bleibt. Nach ihren Experimenten sind keine
gravierenden Spätfolgen, wie Fibrose, zu erwarten.
Herr Dr. Pullia hat in seiner Promotionsarbeit an der
Université Claude Bernard, Lyon, einen neuen Ansatz für die
Beschreibung der langsamen Strahlextraktionen aus einem Synchrotron
gefunden. Das Verständnis der Teilchenbewegung während dieses Prozesses
ist sehr wichtig für die Strahldiagnose, die für die therapeutische
Anwendung benutzt wird. Die von Herrn Dr. Pullia erarbeitete
theoretische Grundlage bringt eine Optimierung für die Zeitstruktur und
die Intensitätsverteilung dieser Ionenstrahlen.
Die
Preisverleihung wurde von Herrn Dr. Niewodniczanski, dem Vorsitzenden
des Vereins zur Förderung der Tumortherapie mit schweren Ionen e.V., im
Rahmen einer Festveranstaltung vorgenommen.
Herr Professor Amaldi, Vorsitzender der TERA Foundation, Novara/Italien, hielt den Festvortrag zum Thema
"Zukünftige Anwendung der Hadronentherapie bei der Tumorbehandlung"
Darmstadt, 12. Dezember 2000
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