PIANO
PIANO (Proton-Induced Reactions for Astrophysical
NucleOsynthesis) ist eine "Nachwuchsgruppe" der
Helmholtz Gesellschaft an der
GSI Darmstadt und der
Goethe-Universität Frankfurt.
Motivation
Alle in der Natur vorkommenden chemischen Elemente – abgesehen von H, He und Li,
die im Urknall produziert wurden – wurden und werden in Sternen synthetisiert.
Eine quantitative Beschreibung der Nukleosynthese in den verschiedenen Stadien
ist die Grundvorrausetzung für unser Verständnis der chemischen Vergangenheit
unseres Universums. Unter diesem Gesichtspunkt sind die schweren Elemente besonders
interessant, da deren Produktion mit detaillierten astrophysikalischen Modellen
von Sternen und Supernovae beschrieben werden kann. Aufgrund der derzeit noch
unsicheren Sternphysikparameter (z.B. der Effekt von Mischen, Rotation und
magnetischen Feldern) muss die Gültigkeit der Modelle durch Vergleich mit der
überwältigenden Menge an aktuellen Beobachtungsdaten überprüft werden. Die so
gewonnen Informationen stehen und fallen mit der Qualität der zugrunde liegenden
kernphysikalischen Daten, da die Modellvorhersagen ansonsten durch Unsicherheiten
in den Reaktionsquerschnitten dominiert werden.
Das Ziel Helmholtz Nachwuchsgruppe "PIANO" ein Programm zur genauen Messung von
kernphysikalischer Schlüsselreaktionen auf dem Gebiet der stellaren und explosiven
Nukleosynthese zu etablieren. Da die notwendigen kernphysikalischen Daten bei
weitem nicht vollständig gemessen sind, wird sich dieses Programm darauf konzentrieren
die Unsicherheiten bei wichtigen Raten so weit zu reduzieren, dass die entsprechenden
gemessenen Häufigkeitsverteilungen zur Diagnose der Bedingungen im Sterninnern
benutzt werden können. Das Programm beinhaltet neue experimentelle Ansätze zur
Messung von Reaktionsraten, die zum verbesserten Verständnis der Elementsynthese
während Supernovae und in Roten Riesen beitragen.
Proposal
Download: Proposal der Helmholtz Nachwuchsgruppe "Piano" (PDF).
Doktoranden
Wir bieten Doktorarbeiten zu diesen und anderen Themen.
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