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Nachrichten/Ankündigungen
2011
Die Northwest Normal University in Lanzhou, Gansu, China hat Dr. Yuri Litvinov zum Gastprofessor am College of Physics and Electronic Engineering ernannt. In Lanzhou steht ein Speicherring, der mit dem ESR an der GSI vergleichbar ist.
Matthias Lochmann hat einen der beiden Excellence Awards 2011 der Helmholtz-Doktorandenschule HGS-HIRe für seine herausragende wissenschaftliche Arbeit erhalten. Matthias ist Doktorand der Helmholtz Hochschul-Nachwuchsgruppe LaserSpHERe und es ist ihm gelungen den seit 14 Jahren gesuchten Hyperfeinübergang in lithium-ähnlichem Bismut am ESR zu beobachten.

Der Hyperfeinübergang im Grundzustand von lithiumähnlichem Bismuth (209Bi80+) war für viele Jahre Gegenstand intensiver Forschung an der GSI und am Livermore Laboratory. Im Jahr 1998 wurde die Hyperfeinaufspaltung am Super-EBIT in Livermore in einem Spektrum des 2s1/2 -> 2p3/2 Röntgenübergangs beobachtet und dabei eine Energieaufspaltung von 825±26 meV gemessen.
Während der vegangenen 13 Jahre schlugen zahlreiche Versuche, den Übergang direkt zu beobachten, fehl, sowohl am ESR mittels direkter Laserspektroskopie als auch am Super-EBIT mittels Emissionsspektrometrie. Jetzt hat die E083 Kollaboration (LIBELLE) unter Verwendung von gepulster Laseranregung und Fluoreszenznachweis eine direkte Signatur des Hyperfeinübergangs beobachtet.
Die Abbildung zeigt die erste Resonanz, die bei einem groben Frequenzscan im von Shabaev und Volotka vorhergesagten Bereich beobachtet wurde. Der Graph zeigt die akkumulierten gezählten Fluoreszenzphotonen nach Subtraktion des Hintergrundrauschens als Funktion der Laserwellenlänge. Die rote Kurve ist das Spektrum, das mittels Hardware-gesteuerter Analyse erhalten wurde, die schwarze Kurve wurde durch eine Software-gesteuerte Analyseprozedur gewonnen.
Die detaillierte Analyse der während der Strahlzeit durchgeführten hochauflösenden Scans wird einen Test der QED in den extrem starken Feldern nahe des Atomkerns liefern. LaserSphere dankt allen Teilnehmern der Strahlzeit und den Helfern während der Vorbereitungszeit.
zur Mitteilung
Einer Forschergruppe unter Beteiligung der GSI ist es erstmals ist es gelungen, den Spin-Quantensprung eines einzelnen Protons direkt zu beobachten. Dieses Proton wurde dafür in einer elektromagnetischen Teilchenfalle gespeichert. Die Messmethode ermöglicht die Hochpräzisionsmessung der magnetischen Eigenschaften des Protons ebenso wie des Antiprotons, sowie daraus Rückschlüsse auf die Materie-Antimaterie-Symmetrie.
zur Pressemitteilung
2010
Renate Märtin wird auf den Graduate Days 2010 mit dem HGS-HIRe Excellence Award 2010 ausgezeichnet.
In einer Strahlzeit vom 12. bis 18. Oktober wurden an
ISOLDE/CERN die Isotopieverschiebungen der
Beryllium-Isotope mittels Laserspektroskopie in kollinearer und anti-kollinearer Anordnung vermessen.
Dabei wurde neben den zuvor untersuchten Isotopen (siehe
Phys. Rev. Lett. 102, 062503 (2009)) erstmals
das kurzlebige Isotop 12Be untersucht (t1/2=24 ms). Bei einer Ausbeute von ca. 10000 Ionen pro Protonpuls
konnte dabei die D1 und die D2-Linie im 2s-2p Übergang bei einer Wellenlänge von ca. 313 nm untersucht
werden. Die Auswertung und Bestimmung der Ladungsradien ist im Gange.
Vom 27. September bis 7. Oktober wurde am Experimentierspeicherring des GSI Helmholtzzentrums für
Schwerionenforschung ein Test der Zeitdilatation in der Speziellen Relativitätstheorie mit 7Li+-Ionen bei
einer Geschwindigkeit von 33,8 % Lichtgeschwindigkeit durchgeführt. Gegenüber früheren Messungen an
der GSI konnte das Signal-zu-Rausch-Verhältnis deutlich erhöht werden und eine ganze Reihe systematischer
Einflüsse an der sogennanten Lambda-Spektroskopie untersucht werden. Ein entsprechendes Signal ist in
der Abbildung zu sehen. Darüberhinaus konnte erstmalig auch Sättigungsspektroskopie an 7Li+-Ionen bei
diesen hohen Geschwindigkeiten realisiert werden. Diese Methode verspricht eine weitere Verbesserung der
Präzision des Experiments, wodurch hypothetische Abweichungen von der Speziellen Relativitätstheorie noch
genauer gemessen werden können.
26.-29. September 2010, Speyer (Deutschland)
deadline (Registrierung/Abstract/Unterstützung): 15. August 2010
für weitere Informationen
27.-30. Juni 2010, Eisenach (Deutschland)
deadline (Registrierung/Abstract/Unterstützung): 14. Juni 2010
für weitere Informationen
HITRAP, a facility to decelerate and cool heavy, highly-charged ions, has successfully finished the recent commissioning experiments. Two major steps have been achieved and put HITRAP well on track for final deceleration and cooling of particles from 4 MeV/u down to a few meV. For the first time a beam coasting at 4MeV/u in the ESR has been bunched into a short bunch of less than 1 micro second length before ejection to the linear decelerator part of HITRAP. This bunch can later be dynamically captured in the cooler Penning trap of HITRAP. In a second step, the optimal working point of the first of two decelerator structures, an interdigital H-type structure, has been found. Between 30 and 40% of the particles arriving with 4 MeV/u have been decelerated to 0.5 MeV/u. This is remarkable compared to the maximally expected efficiency that was calculated to be close to 60%. In the above figure the recorded energy spectrum with relative abundances for the different energy regions is displayed. The beam has been separated in a magnetic dipole and detected on a micro-channel plate and phosphor screen combination, the raw image being the background intensity plot. The spatial position is representative for the energy of the detected particles.
Frank Herfurth for the HITRAP team.
Neue Resultate der Isotopieverschiebung in Beryllium sind als Sonderartikel im J. Phys. G
erschienen. Die Ergebnisse bestätigen die früheren Messungen der Ladungsradien der
Berylliumisotope Be-7,9,10 und des Ein-Neutronen Halokerns Be-11. Die Daten sind in
exzellenter Übereinstimmung mit Rechnungen in Fermionischer Molekulardynamik, die von
Thomas Neff in der Theoriegruppe an der GSI durchgeführt wurden. Weitere Messungen an
Be-2 sind für den Herbst dieses Jahres vorgesehen. Der Artikel wird für eine kurze Zeit
frei online zugänglich sein und kann hier
abgerufen werden.
Eine neue Detektoreinheit wurde in den ESR kurz nach dem Gastarget eingebaut. Sie besteht aus einem Parabolspiegel,
der in der Mitte eine langgezogene Ausfräsung besitzt, so, dass man den Spiegel in den gekühlten Strahl hineinfahren kann,
um so die maximal blauverschobenen und vom relativistischen Strahl vorwiegend in Vorwärtsrichtung ausgesendeten Photonen
effizient auf einen Photomultiplier oder einen anderen Einzelphotonendetektor zu lenken. Dieser Detektor wurde in
Kollaboration mit der Gruppe von Prof. Christian Weinheimer in Münster entwickelt.
Das Symposium tagt am Freitag den 12. März, von 11:00 bis 15:00, im "Hörsaal A001" (Wilhelm-Busch-Straße, Hannover).
Das Symposium "Precision spectroscopy of highly ionized matter" verbindet drei seperate Forschungsfelder: die Plasmaphysik (PP), die Atomphysik (AP), und die Massenspektrometrie (MS).
Dazu werden sechs sehr bekannte Vertreter dieser Forschungsgebiet eingeladen, um mit Hilfe von Vorträgen einen Überblick, über ihre jeweiligen Fachgebiete, zu geben.
Diese hochentwickelten Techniken sind der Schlüssel, um hochinonisierte Materie in verschiedenen Formen zu erforschen. Das beinhaltet den Umgang und die Erforschung von langsamen und
kalten hochgeladenen Ionen in Fallen, schnell und relativistischgeladenen Ionen in EBITs und Speicheringen, und durch hochintensive Laser erzeugte heiße, dichte Plasmen.
die 6 geladenen Sprecher sind:
Paul Indelicato (AP),
Szilard Nagy (MS),
Ingo Uschmann (PP),
Fritz Bosch (AP/MS),
José Crespo Lopez-Urrutia (PP), und
Nigel Woolsey (PP)
Symposium-Organisatoren:
Danyal Winters (GSI),
Frank Herfurth (GSI),
Paul Gibbon (FZ Jülich)
für weitere Informationen
2009
Für ihre hervorragende Studienabschlussarbeit (Dipolm) mit dem Titel
"Entwicklung eines Kristallspektrometers zur Untersuchung von Innerschalenübergängen in hochgeladenen Ionen",
wird Renate Märtin mit dem Philipp-Siedler Wissenschaftspreis 2009 ausgezeichnet.

Ende September 2009 ist es der HITRAP Gruppe gelungen aus extern produzierten, einfach geladenen Kaliumionen in der SPARC-EBIT wasserstoffähnliches Kalium
zu erbrüten. Die SPARC-EBIT ist eine Elektronenstrahlionenfalle (Electron Beam Ion Trap) in der das Magnetfeld von 250 mT zur Kompression des Elektronenstrahls
von Permanentmagneten erzeugt wird. Diese EBIT soll eine Vielzahl von Elementen und Ladungszuständen für Testexperimente an der HITRAP Anlage und später für die
SPARC Kollaboration bei FAIR produzieren. Nicht alle Wunschelemente können dabei gasförmig in die EBIT eingebracht werden. Um das Spektrum der verfügbaren
Ionenspezies zu erweitern, müssen daher einfach geladene Ionen von außen eingeschossen werden. Dass dieses Arbeitsprinzip auch mit einer kompakten,
Raumtemperatur-EBIT funktioniert, wurde jetzt erstmals gezeigt. Die in der EBIT hochgeladenen Kaliumionen wurden extrahiert und in einem magnetischen
Dipolfeld analysiert. Ein typisches Extraktionsspektrum ist in der Abbildung zu sehen. Das Bild zeigt die Intensitäten der verschiedenen Ladungszustände
von Kalium nach 2 s Brutzeit.
Am 29. September 2009 hielt Prof. Fritz Bosch eine Vorlesung in Gedenken an den schwedischen Nobelpreisträger Manne Siegbahn mit dem Titel "Experiments on the beta decay of highly-ionized atoms with challenging and puzzling results".
Die Veranstaltung fand im Rahmen des AlbaNova and Nordita Colloquium im Oskar Klein Auditorium der Albanova Universität in Schweden statt.
Weitere Informationen zur Vorlesung
Informationen zu M.Siegbahn
Die Laserspektroskopiegruppe LaserSpHERe (link) hat jüngst
die Frequenzen des 2S-3S Übergang in 6Li und 7Li Atomen gemessen. Dies gelang mit dem gleichen experimentellen
Aufbau der zur Messung der Isotopieverschiebung kurzlebiger Lithiumisotope benutzt wurde
(link). Allerdings wurde der Laser in diesem Fall
nicht auf eine Jodlinie, sondern direkt auf einen Femtosekunden - Frequenzkamm stabilisiert. Mit einer sorgfältigen Analyse der
Linienprofile konnten wir eine relative Genauigkeit der Übergangsfrequenz von etwa 10-10 erreichen. Diese Messungen sind
nun in der Zeitschrift "New Journal of Physics" New J. Phys. 11 (2009) 073016 erschienen.
Der Artikel wurde von der Redaktion für die Aufnahme in "IOP Select" (link) ausgewählt.
Diese Auszeichnung erhalten Artikel wenn sie eines oder mehrere der folgenden Kriterien erfüllen: Sie berichten über substantielle
Fortschritte oder bedeutende Durchbrüche auf dem jeweiligen Spezialgebiet, sind ausgesprochen innovativ oder lassen einen signifikanten
Einfluss auf künftige Forschung erwarten.
Link zur Publikation (Sanchez et al., New J. Phys. 11 (2009) 073016)
Dr. Alexandre Gumberidze trat die Leitung der EMMI-Nachwuchsgruppe Atomphysik an. Er fertigte seine Doktorarbeit auf dem Gebiet der „QED in Starken
Coulombfeldern“ am GSI an und wurde im Jahr 2003 an der Universität Frankfurt promoviert. Anschließend war er als Postdoc am IMP Lanzhou, China, und an der Universität
Pierre et Marie Curie in Paris tätig.
Mitteilung in der Juli Ausgabe des target
Thüringer Kultusministerium: Jena (25.06.09) „Heute ist ein guter Tag für die Wissenschaft in Jena, Thüringen und ganz Deutschland“, freut sich Jenas Universitäts-Rektor Prof. Dr. Klaus Dicke über das neue "Helmholtz-Institut Jena" (HIJ). Das Institut, in dessen Zentrum Laser und Beschleuniger zur Erforschung extremer Materiezustände stehen, soll bereits im Juli seine Arbeit aufnehmen. Dazu haben heute alle Partner das Memorandum über die Gründung des Instituts unterzeichnet.
Zur Pressemitteilung
Zum 01.07.2009 nimmt das neue Helmholtz-Institut Mainz (HIM), die erste gemeinsame Einrichtung der Helmholtz-Gemeinschaft mit einer Universität, seine Arbeit auf. In der Einrichtung kooperieren künftig das GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt und die Johannes Gutenberg-Universität Mainz in der Erforschung von Struktur, Symmetrie und Stabilität von Materie und Antimaterie (siehe Uni-Pressemitteilung). Die Arbeitsgruppe LaserSphere ist über Ihre Projekte zu den "Tests fundamentaler Symmetrien" an der Atomphysikabteilung des Instituts und über die Aktivitäten am TRIGA an der "Physik und Chemie der schwersten Elemente" beteiligt.
www.helmholtz.de
Am 30.04.2009 wurde Wilfried Nörtershäuser zum Juniorprofessor im Fachbereich Chemie der Universität Mainz ernannt. Dies ist auch eine große Anerkennung für die Erfolge der Helmholtz-Hochschul Nachwuchsgruppe LaserSpHERe in den letzten Jahren, die nur durch die gemeinsamen Anstrengungen aller Arbeitsgruppenmitglieder und der verschiedenen Experimentkollaborationen möglich wurden.
In der Februar-Strahlzeit am ESR wurden 7Li+-Ionen bei einer Geschwindigkeit von 33.8 % der Lichtgeschwindigkeit mit zwei kollinear ausgerichteten Anregungslasern spektroskopisch untersucht. Erstmals konnte dieses Experiment mit voller Frequenzauflösung (Δν/ν < 2 x 10-9) durchgeführt werden, wodurch eine Empfindlichkeit für Abweichungen zur Lorentzinvarianz in der Größenordnung 10-8 erreicht wird. Mit weiteren Messreihen, in denen geometrische Unsicherheiten quantifiziert werden, erwarten wir, dass dieses Limit um einen weiteren Faktor 10 verbessert werden kann.
Die Messungen der Kernladungsradien der Berylliumisotope und speziell des Ein-Neutronen-Halo Isotops Be-11 wurden in der hochangesehenen Zeitschrift Physical Review Letters veröffentlicht. Nähere Informationen im Artikel
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Mehr zum Projekt auf der BeTINa Webseite.
Siehe auch Pressemitteilung der Uni Mainz und Artikel auf pro-physik.de
2008
2007
Der Senat der Helmholtz-Gemeinschaft hat den GSI-Vorschlag zur Helmholtz Allianz "Kosmische Materie im Labor" bewilligt. Mit der Fördersumme von 18,75 Millionen Euro über fünf Jahre werden die am Antrag beteiligten Forschungseinrichtungen und Universitäten ein neues Institut EMMI "Extreme Matter Institute" auf dem Gelände der GSI gründen. Dort wollen Forscherinnen und Forscher die unterschiedlichsten Formen kosmischer Materie besser verstehen. Es wird auch eine "Denkfabrik" für die zukünftigen Experimente am geplanten internationalen Beschleunigerzentrum FAIR.
An EMMI werden 18 neue Professuren eingerichtet, insgesamt werden dort um die 100 Forscherinnen und Forscher der Allianz-Partner aus verschiedenen Fachgebieten tätig sein. Unter einem Dach sollen unterschiedliche Kompetenzen gebündelt werden und in interdisziplinärer Zusammenarbeit die Vielfalt der kosmischen Materie, das heißt die unterschiedlichen Erscheinungsformen von Materie unter extremen Bedingungen von Temperatur und Druck ergründet werden. Dabei werden auch wichtige Ergebnisse zur Theorie und für die Planung der Experimente an der zukünftigen Anlage FAIR erwartet. Das Institut soll weltweit führend auf seinem Gebiet werden.
EMMI ist eine von vier bewilligten Allianzen, die unter mehr als 30 Anträgen ausgewählt wurden. Sie verbindet zwölf Partnerinstitutionen, die zusammen weitere 54 Millionen Euro für die Allianz aufbringen. Die Partner sind neben der GSI, die TU Darmstadt, die Universitäten Frankfurt, Heidelberg und Münster, das Max-Planck-Institut für Kernphysik in Heidelberg, das FIAS Frankfurt, das Forschungszentrum Jülich, die Universität Paris VI (Frankreich), die Universität Tokio/RIKEN (Japan), das Lawrence Berkeley National Laboratory (USA) und das Joint Institute for Nuclear Astrophysics (USA). Als assoziierte Partner wurden weltweit führende Wissenschaftler gewonnen, darunter die Physik-Nobelpreisträger Frank Wilczek (2004) und Wolfgang Ketterle (2001). Sprecher der Allianz sind die GSI-Wissenschaftler Professor Peter Braun-Munzinger und Professor Karlheinz Langanke.
Weitere Information zur Allianz befinden sich hier.
Beachten Sie bitte auch die Pressemitteilung der Helmholtz-Gemeinschaft.
Die GSI wurde im Wettbewerb "Der Beste Praktikumsbericht" mit einem Zertifikat für das Engagement um die Berufsausbildung ausgezeichnet.
Eine Praktikantin von Angela Bräuning-Demian hat den Wettbewerb gewonnen. Die AP gratuliert ihr recht herzlich.
Am 18.10. - 20.10. fand ein Internationales Symposium zu Ehren Walter F. Hennings statt.
(Link)
In der Woche 14.05.-20.05.2007 wurde die erste Sektion des HITRAP Linearbeschleunigers, welche die beiden Resonatoren des "Double Drift Bunchers" umfasst, mit einem 64Ni Strahl aus dem ESR getestet. Dies war die erste in einer Reihe von Strahlzeiten, welche sukzessiv die Inbetriebnahme der verschiedenen Sektionen von HITRAP zum Ziel hat. Es ist gelungen, den Strahl im ESR stabil auf 4 MeV/u abzubremsen,
zu kühlen und zum HITRAP-Cave zu extrahieren. Schließlich gelang es, die Emittanz des extrahierten Strahls zu messen und ihn bis zu der Diagnostik zu transportieren, welche direkt vor dem IH-Driftröhrenbeschleuniger liegt.
O. Kester, J. Kluge, W. Quint und T. Stöhlker für das HITRAP Team
RETrap ist ein kryogenes Penningfallen-System für den Einfang und die Speicherung extern erzeugter
hochgeladener Ionen, wie sie etwa aus einer Elektronenstrahl-Ionenquelle (EBIS) stammen können. Die kryogene Umgebung sichert
eine effiziente Kühlung der Ionen während der Speicherzeit und ermöglicht dadurch Präzisionsexperimente mit nahezu ruhenden
Teilchen. Optische Zugänge erlauben zudem die Anwendung von Laserkühlung, -Anregung und optische Detektion, wodurch die RETrap
zum optimalen Instrument für die Präzisionsspektroskopie an hochgeladenen Ionen wird.
Die RETrap wurde entworfen und gebaut im
Lawrence Livermore National Laboratory und wird an der GSI aufgebaut werden. In der RETrap wurden bereits
erfolgreich hochgeladene Ionen (Xe[44+] and Th[68+]) eingefangen und für mehr als 20 Sekunden gespeichert. Diese Ionen wurden
sowohl mit Widerstandskühlung als auch mit Laserkühlung gekühlt und Ladungsaustausch-Reaktionen mit neutralen Gasatomen wurden
beobachtet.
Herr Prof. Dr. Thomas Stöhlker hat Anfang April
2007 die Leitung des Bereiches Atomphysik übernommen. Er tritt die
Nachfolge von Herrn Prof. Dr. H.-J. Kluge an, der nach 14 Jahren
erfolgreicher Bereichsleitung mit einem Festkolloquium in den
Ruhestand verabschiedet wird. Das Kolloquium findet am 22. Mai, 2007
um 16:15 Uhr im großen Hörsaal der GSI statt.
 Klaus
Blaum, Leiter der Helmholtz-Hochschul-Nachwuchsgruppe MATS bekommt den mit 10.000 Euro
dotierten Lehrpreis des Landes Rheinland-Pfalz zugesprochen. Ziel
dieses Preises ist es, herausragende Leistungen in der Lehre
auszuzeichnen. Die Entscheidung wird durch eine berufene Jury, die
sich aus externen Expertinnen und Experten, Mitgliedern der
Hochschulleitungen des Landes und Mitgliedern der
Studierendenschaft zusammensetzt, auf der Grundlage von
Lehrevaluationen getroffen. Die Preisverleihung findet am
19.04.2007in Kaiserslautern auf dem " Tag
der Lehre" statt. Die Atomphysik an der GSI gratuliert Herrn
Blaum ganz herzlich zu der Auszeichnung.
Wissenschaftstag: Reise ins Innerste der Materie
Die Darmstädter Gesellschaft für Schwerionenforschung, kurz GSI,
hat nicht nur in Fachkreisen einen hohen Bekanntheitsgrad,
spätestens seit 2003 - als ein von der Gesellschaft entdecktes
chemisches Element auf den Namen 'Darmstadtium' getauft
wurde - ist sie auch Laien ein Begriff. Darüber hinaus wurde von der
GSI eine neuartige Krebstherapie mittels Ionenstrahlen entwickelt,
die seit einigen Jahren mit großem Erfolg eingesetzt wird. Trotzdem
ist es schwierig sich vorzustellen, was in einem solchen Institut
geschieht.
Zurzeit wird daran gearbeitet, die Forschungsarbeiten auf ein
völlig neues Niveau zu bringen. Auf dem Gelände der GSI wird das
große internationale Beschleunigerzentrum FAIR entstehen. FAIR ist
die Abkürzung für 'Facility for Antiproton and Ion
Research', eine Einrichtung für Antiprotonen-
und Ionenstrahlen-Forschung, die sich dem Aufbau der Materie widmet
und für Physiker in der ganzen Welt von Bedeutung sein wird.
Am Montag, den 26. März, stellt Dr. Ingo Peter
(Öffentlichkeitsarbeit) im Rahmen des 'Wissenschaftstags'
die Arbeit der Gesellschaft für Schwerionenforschung in der
Centralstation vor und gibt dem Publikum einen Einblick in die
Grundlagenforschung der Physik und in das FAIR-Projekt.
Der monatlich stattfindende Wissenschaftstag ist eine Initiative
der Centralstation, die die Arbeit herausragender Wissenschaftler
und Forschungsinstitute in Darmstadt der Öffentlichkeit präsentiert
und damit zur Diskussion anregen möchte.
Beginn: 18:00 Uhr, Einlass: 17:00 Uhr, der Eintritt ist frei.
This years SPARC collaboration workshop "Novel Research
Opportunities for Atomic Physics with Heavy Ions: Facilities and
Instrumentation" was organized by P. Indelicato, D. Vernhet, E.
Lamour and C. Prigent and was attended by almost 100 participants.
The meeting took place from the 12. to 15. Feb. and was hosted by the
University Pierre et Marie Curie in Paris at the Boucicaut campus. A
series of 45 invited plenary presentations and 20 posters reviewed
the status and current progress of SPARC in the FAIR project at GSI.
Working groups presented recent advances in spectrometers and
techniques for instrumentation to be implemented in the future NESR.
The latest developments in low and ultra-low energy storage rings
joining SPARC and FLAIR were outlined. The talks covered the entire
range of activities of the collaboration, from laser cooling of C3+
in the ESR, a dielectronic recombination experiment at the ESR
determining isotope shifts between 142Nb and 150Nb, first results
from the reaction microscope and the forward electron spectrometer in
the ESR, to commissioning of a low-temperature micro-calorimeter and
commissioning experiments with the FOCAL crystal spectrometer.The
status of international collaboration/participation contracts and the
memorandum of understanding was reviewed. New appointments to the
collaboration board to be made during the coming year were discussed
in the plenum. The international ICPEAC
conference in Freiburg, taking place from the 25. July to 31.
July, was tentatively envisaged as the location for the next
meeting.
Dipl. Phys. Jens Ketelaer erhält für seine Diplomarbeit über die
"Entwicklung eines nichtdestruktiven, hochsensitiven
Fourier-TransformationIonen-Zyklotronresonanznachweises für einfach
geladene Ionen in der Penning-Fallen-Massenspektrometrie" den
diesjährigen Wolfgang-Paul-Studienpreisder Deutschen Gesellschaft für
Massenspektrometrie (DGMS) und den Förderpreis des VDI-Bezirksvereins
Rheingau für hervorragende ingenieur- odernaturwissenschaftliche
Leistungen. Die Abteilung Atomphysik der GSI gratuliert Herrn
Ketelear ganz herzlich zu diesen tollen Auszeichnungen. Weitere
Info
Die AP freut sich über die Bewilligung zweier neuer Nachwuchsgruppen,
die wichtige Entwicklungsarbeiten auf dem Weg zu
Atomphysik-Experimenten an FAIR übernehmen werden und gratuliert den
erfolgreichen Antragstellern Robert Grisenti und Carsten Welsch. Die
Nachwuchsgruppe von Carsten Welsch wird an der Universität Heidelberg
den Speichering USR (Ultra-Low-Energy Storage Ring) der
FLAIR-Kollaboration vorbereiten, während die Gruppe von Robert
Grisenti am Institut für Kernphysik der Universität Frankfurt ein
kryogenes flüssiges Mikrojet-Target für den NESR (New Experimental
Storage Ring) und den Hochenergie-Speichering HESR entwickeln wird.
Weiterhin wurde die Nachwuchgruppe von Klaus Blaum, die am Institut
für Physik der Universität Mainz Ionenfallenphysik betreibt, um zwei
Jahre verlängert. Pressemitteilung der Helmholtz-Gesellschaft
Ein Workshop über "Neutrino mass determination in the electron
capture process (NeuMa)" wird am 8. und 9. März, 2007 an der GSI
stattfinden. Weitere Infos im First Circular (PDF).
Vom 12. bis 15. Februar 2007 findet in Paris ein
Workshop über "Novel Research Opportunities for Atomic
Physics withHeavy Ions: Facilities and Instrumentation" statt.
Mehr Informationen zum SPARC Workshop gibt es hier.
 Am 20. und 21. November hat die Atomphysik einen
Workshop mit dem Thema "Low-energy atomic physics Experiments
at HITRAP and Cave A" organisiert.Ziel des Workshops war es,
für den Zeitraum von 2007 bis 2010, eine Planung für Experimente an
den beiden Anlagen mit Strahlung von demheutigen GSI Beschleuniger
zu erstellen. Mit mehr als 75 Teilnehmern und 28 sehr interessanten
Präsentationen war der Workshop ein großerErfolg. Die
Präsentationen stehen auf der GSI Webseite zur Verfügung. Mehr
Informationen dazu gibt es hier.
 Am 19./20.Oktober wurde ein Workshop über "Advanced
Laser and Mass Spectrometry" (ALMAS-1) von den FAIR-Kollaborationen ILIMA, LaSpec und MATS an der GSI organisiert. Insgesamt 20 eingeladene
Redner berichteten über die neuesten Resultate auf dem Gebiet der
Laser- und Massenspektrometrie. Viele von ihnen wagten einen Blick
in die Zukunft und diskutierten die Möglichkeiten, die sich an den
Beschleunigeranlagen der nächsten Generation (insbesondere FAIR)
eröffnen. Das Spektrum des Workshops erstreckte sich von den
experimentellen Techniken des Stoppens von Ionenstrahlen in
Gaszellen über die in der Entwicklung befindlichen neuen Methoden
der Laser- und Massenspektrometrie in Ionenfallen und
Speicherringen bis hin zu einer Diskussion verschiedener
Kernmodelle und den Anzeichen für chaotisches Verhalten in Kernen.
Mit im Schnitt 60 - 70 Zuhörern war der Workshop gut besucht. Auf
der Webseite www.gsi.de/forschung/ap/conferences/almas/
werden die Vorträge in Kürze zur Verfügung stehen.
Ein Bragg-Spektrometer für Röntgenspektroskopie-Experimente mit
HCI im Bereich von 2 bis 10 keV ist an der GSI eingetroffen.Das
Spektrometer wurde für Experimente, die während der SPARC Kollaboration
geplant sind, entwickelt, wird aber schon fürRöntgenspektroskopie
am ESR sowie für HITRAP verwendet. Die Kommissionierung des
Spektrometers und der Hard- und
Software-Entwicklung(CCD-Kamerasystem, Kristallfixierung und
Ausrichtung, etc.) wurde von D. Banas, P. Jagodzinski, M. Pajek et
al. an der UniversitätKielce
durchgeführt.
Die Europäische Physikalische
Gesellschaft hat Jürgen Kluge und David Brink den Lise Meitner
Preis für Atomwissenschaften 2006 zugesprochen. Prof. Jürgen Kluge
hat mit entscheidenden, anspruchsvollen und hervorragenden
Experimenten durch Kombination atom- und kernphysikalischer Methoden
unser Wissen über Masse, Größe, Form und Spin von Atomkernen stark
erweitert. Er wird für seine Schlüsselbeiträge auf diesen Gebieten
geehrt. Eine seiner bedeutenden Entwicklungen, das
Penningfallen-Massenspektrometer ISOLTRAP an der ISOLDE-Anlage am
CERN/Genf, führte zu einer Neueinstellung der Kernmassenskala über
weite Bereiche der Nuklidkarte fern der Stabilität. Jürgen Kluge hat
mit seiner Fachkenntnis und seiner Begeisterung für die Physik mehr
als 50 Doktoranden inspiriert. Die Atomphysik der GSI gratuliert
Jürgen Kluge dazu herzlichst!
19 -
20 October 2006
"Seminarraum Theorie" at GSI
22 - 24 May 2006
Georg-Christoph-Lichtenberg-Haus (IBZ) of GSI and TU Darmstadt, Germany
30 March - 08 April 2006
Hirschegg, Kleinwalsertal, Austria
Verleihung des Wolfgang-Paul-Studienpreises an Herrn Dipl. Phys. Sebastian George
Die Deutsche Gesellschaft für Massenspektrometrie (DGMS) verleiht Herrn
Sebastian George den diesjährigen Wolfgang-Paul-Studienpreis für seine
Diplomarbeit über die Implementierung der Ramsey-Technik in der
Penning-Fallen-Massenspektrometrie. Die Preisverleihung findet im Rahmen
der DGMS-Jahrestagung vom 05.-08.03.2006 in Mainz statt. Mit dem Preis,
der seit 1997 verliehen wird, werden alljährlich die besten Diplom- und
Doktorarbeiten auf dem Gebiet der Massenspektrometrie ausgezeichnet.
Der Preis erinnert an Prof. Wolfgang Paul, der für seine grundlegenden
Arbeiten zur Ionenfalle und zu ionenoptischen Geräten den Nobelpreis im
Jahre 1989 erhielt (zusammen mit N.F. Ramsey und H. Dehmelt). Die
Helmholtz-Hochschul-Nachwuchsgruppe MATS an der Johannes
Gutenberg-Universität Mainz und der GSI Darmstadt freuen sich gemeinsam
mit Sebastian George über die Anerkennung seiner Arbeiten.
October 16-18, 2005, Darmstadt, Germany
September 6 - 11, 2005, Mazurian Lakes, PIASKI, Poland
October 29-30, 2004 at GSI
FANTOM study week
Leuven, Belgium, June 2003, lectures of Fritz Bosch (please
download the pdf-files, if you have problems to open it directly)
December 9 - 10, 2002
transparencies
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