Lieber Herr Braun-Munzinger, zu Ihrer Information noch eine Reihe von Reaktionen auf den Verbundforschungsbrief: http://www.gesine-loetzsch.de/kat_bundestag_detail.php?v=1066 Sehr geehrte Frau Lötzsch, vielen Dank für Ihr Schreiben und die voraus gegangenen Bemühungen im Interesse der Verbundforschung an Großgeräten. Wir haben mehrere Reaktionen auf den "K-Brief" erhalten und verfolgen die weitere Entwicklung aktiv. Die Informationen von Ihnen sind dabei von großem Interesse für uns. Mit freundlichem Gruß J. Blümer -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Sehr geehrte Frau Dr. Lötzsch, herzlichen Dank für Ihre Mail und insbesondere für Ihren Einsatz für die Verbundforschung. Ihre Anfrage demonstriert Interesse aus dem Bundestag für ein vergleichsweise kleines, jedoch hocheffizientes Förderinstrument des Bundes. Sie ist damit - unabhängig von der Antwort - wertvoll, weil sie vielleicht verhindern hilft, dass hier irreparabler Schaden entsteht. In Zeiten zunehmend harter Randbedingungen und Sachzwänge geraten kleinere Fördermaßnahmen, die nicht durch langfristige Verträge oder Gesetze abgesichert sind, leicht unter die Räder, zumal die Wichtigkeit und Effizienz einer solchen Fördermaßnahme in der Regel nur von wenigen Verantwortlichen überschaut und eingeordnet werden können. Die Antwort des BMBF auf Ihre Anfrage ist - wie immer in solchen Fällen - recht pauschal und trifft den Kern der Sache nicht wirklich. Wenn man die auf den ersten Blick positiven Zahlen nämlich genauer analysiert, wird man feststellen, dass aufgrund der Einbeziehung zusätzlicher Posten in die Verbundforschung über die Jahre in den einzelnen Forschungsbereichen tatsächlich immer weniger angekommen ist. Vor dem Hintergrund dieser Information, der allgemeinen Kostensteigerung und der Zunahme der Forschungsaktivitäten auf den durch Großgeräte abgedeckten Forschungsgebieten ist die scheinbar ordentliche Zunahme der Verbundforschungsmittel de facto einer teilweise eklatanten Reduktion gleichzusetzen. Das Problem bei der Argumentation ist jedoch, dass man hierzu in eine Detaildiskussion eintreten müsste, die im politischen Rahmen nicht machbar erscheint. Es bleibt in jedem Fall das generelle Argument, dass die Verbundforschung, die vornehmlich der Instrumentierung und der Nutzung der Großgeräte dient, im Vergleich zu den Bau- und Betriebskosten der Großgeräte eine verhältnismäßig sehr kleine Finanzierung erfährt, obwohl sie nachweislich eines der erfolgreichsten Förderinstrumente des Bundes in der Forschung darstellt und die effiziente Nutzung der teuren Großinvestitionen sicherstellen hilft. In jedem Fall verfolgen wir die Reaktionen aus der Politik und aus dem BMBF mit größtem Interesse. Mit besten Grüßen Eberhard Umbach (Vorsitzender der Kommission "Erforschung der kondensierten Materie mit Großgeräten") Gruss Hans Stroeher